South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Zensur und Wertung
Das South Park-Rollenspiel überzeugt im Test: Mit deftiger Satire und Fäkalhumor jenseits üblicher Geschmacksgrenzen liefern Trey Parker, Matt Stone und Obsidian Entertainment ein derb-authentisches South Park-Erlebnis, das volljährige Fans begeistern und alle anderen entsetzen wird. Deutsche Spieler haben allerdings das Nachsehen: Es wurden nicht nur einige Szenen zensiert, auch eine deutsche Sprachausgabe sucht man vergebens.
Die Zensur: Unterschiede zwischen PC und Konsole
Für viel Gesprächsstoff hatte das Gerücht gesorgt, South Park: Der Stab der Wahrheit wäre in Deutschland nur in einer geschnittenen Fassung erhältlich. Mittlerweile ist klar: Es stimmt, das Spiel ist hierzulande tatsächlich gekürzt. Hierbei muss man allerdings zwischen PC- und Konsolenfassung unterscheiden: Auf PS3 und Xbox 360 sind in zwei Spielabschnitten kurze Szenen zensiert, darunter etwa ein Minispiel, in dem eine Abtreibung zu sehen ist. Ebenso fehlen einige Einstellungen, in denen ein Kind und ein erwachsenser Mann von Aliens entführt werden und dabei eine rabiate Rektaluntersuchung erhalten. Diese Szenen sind in der PC-Fassung vollständig enthalten! In der Konsolenversion werden hier stattdessen Texttafeln eingeblendet, in denen die Ereignisse kurz geschildert werden. Warum die Kürzungen nur die Konsolen- und nicht die PC-Fassung betrifft, ist immer noch unklar.
Quelle: PC Games
Diese Zensur betrifft alle Fassungen in Deutschland: Hakenkreuze, Hitlergruß, etc... wurden grob geschwärzt.
Eine andere Form der Zensur findet sich hingegen in allen deutschen Fassungen, sowohl auf dem PC wie auch auf den Konsolen: Hakenkreuze und andere verfassungsfeindliche Symbole sowie zum Hitlergruß erhobene Arme wurden grob mit schwarzen, hässlichen Rechtecken überdeckt. Da man in der zweiten Spielhälfte häufig auf Nazi-Zombies trifft, sind diese schwarzen Flächen leider recht häufig zu sehen. Auch wenn die groben Rechtecke zum Stil von South Park passen mögen, im Spiel wirken sie störend und fehl am Platz. Hier wäre uns eine andere Form der Zensur - etwa ein einfaches Ersatzsymbol - deutlich lieber gewesen.
Analsonden hin, Hakenkreuze her - der aus unserer Sicht härteste Abschnitt im ganzen Spiel scheint in allen deutschen Fassungen enthalten zu sein. Die Rede ist von einem Level, der in einer Abtreibungsklinik spielt und in dem wir es mit mordlustigen menschlichen Föten zu tun bekommen - hier sah der Tester seine ganz persönliche Geschmacksgrenze überschritten. Doch wer South Park kennt, der weiß, dass gerade solche Gags zum Standardrepertoire von Stone und Parker gehören.
Tolle Präsentation, aber keine dt. Sprachausgabe
Quelle: PC Games
Die Präsentation des Spiels ist durchweg stimmig geraten.
Blendet man den übertriebenen Fäkalhumor und einige allzu derbe Ausreißer aus, bleibt ein oft witziges, hochwertig gemachtes Spiel. Optisch ist Der Stab der Wahrheit kaum von einer guten South Park-Episode zu unterscheiden: Im Spiel wimmelt es von sauber umgesetzten Zwischensequenzen, dazu gibt's einen gelungenen, atmosphärischen Soundtrack und professionelle englische Sprachausgabe, für die sämtliche Stimmen des US-Serienoriginals verpflichtet wurden. (Die meisten männlichen Rollen werden von Stone und Parker selbst vertont.) Leider haben deutsche Spieler hier das Nachsehen: Obwohl die Serie auch hierzulande schon seit Jahren vollständig synchronisiert ausgestrahlt wird, hat Ubisoft darauf verzichtet, dem Spiel eine deutsche Tonspur mitzugeben. Wer keine guten Englischkenntnisse besitzt, muss also auf die optionalen deutschen Untertitel ausweichen. Da die englischen Sprecher aber sehr schnell vor sich hinplappern, bleibt manchmal kaum Zeit, um die Untertitel zu lesen, bevor sie wieder ausgeblendet werden.
Wir haben South Park: Der Stab der Wahrheit in etwa 14 Stunden durchgespielt, alle Nebenquests abgeschlossen, 101 Freunde gewonnen und den Großteil der Sammelgegenstände gefunden. Nach dem Abspann kann man die Stadt außerdem noch weiter erkunden, um letzte Schätze zu finden.
Infos zur PC-Fassung: South Park - Der Stab der Wahrheit muss über Steam aktiviert werden und setzt ein gültiges Konto voraus. Ein uPlay-Konto haben wir nicht benötigt. Im Test zeigte das Spiel keinerlei Bugs und lief von Anfang bis Ende problemlos. Aufgrund der schlichten Optik gibt es keinerlei Grafikoptionen, einzig die Auflösung und den Gamma-Wert darf man verändern.
Info zur PS3-Fassung: Die PS3-Version lief im Test stabil, nur selten zeigten sich kleine Ruckler beim Wechsel einer Location. Noch ist nicht sicher, ob diese Ruckler auch in der finalen Verkaufsfassung enthalten sind.
Hinweis zur Wertung: Wir haben die PC- und PS3-Fassung getestet. Die Xbox-360-Version lag uns noch nicht vor, darum gibt's dafür vorerst auch keine Wertung.
Meinung
In diesem Artikel
- Seite 1 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Darum geht es
- Seite 2 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Story und Kampfsystem
- Seite 3 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Level-System und Besonderheiten
- Seite 4 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Zensur und Wertung
- Seite 5 Bildergalerie

Jedenfalls hab ich mich breitschlagen lassen und eine Vorstellung von ihm besucht. Was soll ich sagen, die erste Hälfte mehr oder minder unterhaltsam mit einigen Schmunzlern, die zweite Hälfte hingegen war einfach nur fubar: er hat die ganze Zeit im Stil eines Besoffenen geredet und sowas kann ich absolut nicht leiden.
Ich kann schon 'echte' besoffene Menschen nicht ertragen, dann muss ich mir kein Bühnenprogramm mit sowas geben. :-|
Mittlerweile bekomm ich das, sinnbildlich, kotzen, wenn ich den Typen sehe ... das ewig gleiche Gelabere mit dem ewig gleichen, aufgesetzten, Berliner Dialekt und sich dabei immer selbst totlachen.
Nicht mein Stil. :-]
Seltsam. Ich finde Mario Barth auch nicht komisch und kenne auch tatsächlich niemanden in meinem doch recht weitläufigen Bekanntenkreis, der den gut fände.
Doch, mein Schwager :-(