South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Story und Kampfsystem
Das South Park-Rollenspiel überzeugt im Test: Mit deftiger Satire und Fäkalhumor jenseits üblicher Geschmacksgrenzen liefern Trey Parker, Matt Stone und Obsidian Entertainment ein derb-authentisches South Park-Erlebnis, das volljährige Fans begeistern und alle anderen entsetzen wird. Deutsche Spieler haben allerdings das Nachsehen: Es wurden nicht nur einige Szenen zensiert, auch eine deutsche Sprachausgabe sucht man vergebens.
Derbe Story ohne Entscheidungen
Gemeinsam mit einem von sechs Begleitern, die man jederzeit auswechseln darf, erkundet unser Held die ungewöhnliche Kleinstadt. Die Spielwelt ist zwar nicht groß, doch dafür darf man viele Häuser der Anwohner betreten und nach Gegenständen und kleinen Gags absuchen. Wer beispielsweise das Schlafzimmer von Cartmans triebhafter Mutter durchwühlt, der wird eine stattliche Sammlung von Sexspielzeugen vorfinden - Kenner der Serie wissen warum. Außerdem trifft unser Held auf zig bekannte Charaktere, von denen er aber leider nur die wenigsten näher kennenlernen darf: Da der Spielcharakter völlig stumm ist und auch auf ein Dialogsystem verzichtet wurde, geben die NPCs nur kurze Kommentare per Tastendruck von sich - richtige Gespräche kommen nie zustande. Dadurch werden viele erzählerische Möglichkeiten, die Computerspiele zu bieten hätten, schlichtweg vergeudet. Gleiches gilt auch für die Quests: Zwar gibt es eine solide Auswahl an Haupt- und Nebenaufträgen, doch Entscheidungen hat man dabei so gut wie nie zu treffen. Nur eine einzige Quest (!) bietet einen Entscheidungsmoment, der sich zumindest kurzfristig auswirkt, ansonsten verläuft die Story aber auf linearen Pfaden. Schade!
Solides Kampfsystem, Infos zur PC-Steuerung
Quelle: PC Games
Da man vor allem in Kämpfen häufig kleine Reaktionstests meistern muss, finden wir die Steuerung per Gamepad etwas angenehmer als mit Maus und Tastatur. Die Tastenbelegung lässt sich leider nicht ändern.
Wenn man nicht gerade NPCs abklappert oder die Umgebung untersucht, wird in Der Stab der Wahrheit gekämpft - gegen Kinder, Obdachlose, Aliens, Kühe, Nazi-Zombies, Al Gore (plus Secret-Service-Agenten) und viele, viele mehr. Das Kampfsystem ist rundenbasiert und erinnert an Rollenspiele wie Final Fantasy oder die Mario & Luigi-Reihe. Dabei ist auch gutes Reaktionsvermögen gefordert, da man nicht nur mit verschiedenen Nah- und Fernangriffen austeilen, sondern auch im richtigen Moment abblocken muss, um so den Schaden einer Feindattacke abzumildern. Zwischendurch werden Heilgegenstände verwendet, Schutzzauber gesprochen und Spezialfähigkeiten eingesetzt - letztere sind abhängig vom gewählten Begleiter. Der Paladin Butters kann uns etwa in der größten Not heilen, indem er uns tröstend auf die Schulter klopft, der Barde Jimmy trällert ein obszönes Lied und steigert damit die Moral der Party und der nuschelnde Kenny lässt seine Feinde von kreischbunten Einhörnern aufspießen. Auch unser Held hat fünf verschiedene Talente drauf, abhängig davon, welche Klasse er zu Spielbeginn gewählt hat: Im Angebot sind Krieger, Schurke, Magier und Jude, wobei Letztgenannter seine Gegner mit ägyptischen Plagen und blutigen Beschneidungspraktiken malträtiert. Abgesehen davon hat die Wahl der Klasse aber keinerlei Auswirkungen, weder in Dialogen oder Quests noch in den Charakterwerten ist ein Unterschied zwischen den Rollen spürbar.
Für fast alle Spezialattacken und Zauber muss man kurze Reaktionstests und Quicktime-Events absolvieren, die aber nie zu schwer ausfallen. Mit einem Gamepad steuert es sich zwar etwas angenehmer, doch auch mit Maus und Tastatur sind die Attacken problemlos machbar. Der einzig echte Nachteil der PC-Steuerung: Die Tastenbelegung lässt sich nicht ändern, man muss also mit den Voreinstellungen der Entwickler leben. Darum haben wir auch im PC-Test lieber mit einem Xbox-360-Gamepad gespielt.
In diesem Artikel
- Seite 1 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Darum geht es
- Seite 2 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Story und Kampfsystem
- Seite 3 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Level-System und Besonderheiten
- Seite 4 South Park: Der Stab der Wahrheit im Test - Zensur und Wertung
- Seite 5 Bildergalerie

Jedenfalls hab ich mich breitschlagen lassen und eine Vorstellung von ihm besucht. Was soll ich sagen, die erste Hälfte mehr oder minder unterhaltsam mit einigen Schmunzlern, die zweite Hälfte hingegen war einfach nur fubar: er hat die ganze Zeit im Stil eines Besoffenen geredet und sowas kann ich absolut nicht leiden.
Ich kann schon 'echte' besoffene Menschen nicht ertragen, dann muss ich mir kein Bühnenprogramm mit sowas geben. :-|
Mittlerweile bekomm ich das, sinnbildlich, kotzen, wenn ich den Typen sehe ... das ewig gleiche Gelabere mit dem ewig gleichen, aufgesetzten, Berliner Dialekt und sich dabei immer selbst totlachen.
Nicht mein Stil. :-]
Seltsam. Ich finde Mario Barth auch nicht komisch und kenne auch tatsächlich niemanden in meinem doch recht weitläufigen Bekanntenkreis, der den gut fände.
Doch, mein Schwager :-(