Soundkarten: Audiointerfaces und Erklärung von Fachausdrücken

28
Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Soundkarten: Audiointerfaces und Erklärung von Fachausdrücken
Quelle: Creative

Alte PC-Hasen erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten, als eine Soundkarte Pflicht war, um überhaupt Spiele und Musik am PC zu genießen. Inzwischen hat jedes Mainboard einen meist ordentlichen Soundchip - lohnt sich eine separate Soundkarte überhaupt? Mit Tipps zu Wissen und Technik wollen wir dies klären, hinzu kommt eine große Marktübersicht mit Soundkarten.

Was ist ein Audiointerface?

Ab und an stolpert man über den Ausdruck "Audiointerface" - damit ist prinzipiell nichts anderes als eine Soundkarte gemeint. Allerdings spricht man von einem Audiointerface eher im Bereich der (professionellen) Tontechnik oder Musikproduktion.
Derartige Soundkarten sind auf einen sauberen Klang sowie eine geringe Latenz, wenn es um Ton-Aufnahmen geht, spezialisiert. Denn wenn es bei Aufnahmen eine Verzögerung, also eine Latenz gibt, dann irritiert dies einen Sprecher, Sänger oder Musiker enorm. Hinzu kommt, dass viele Audiointerfaces im Gegensatz zu Mainstream-Soundkarten Anschlüsse wie zum Beispiel für eine E-Gitarre, Profi-Mikrofone oder MIDI-Geräte bieten.

Ein Audiointerface für USB kann viele Anschlüsse bieten. Das Focusrite Scarlett 18i8 hat beispielsweise 18 Eingänge, was auch durch eine Doppelbelegung einiger Buchsen verwirklicht wird. Quelle: Focusrite Ein Audiointerface für USB kann viele Anschlüsse bieten. Das Focusrite Scarlett 18i8 hat beispielsweise 18 Eingänge, was auch durch eine Doppelbelegung einiger Buchsen verwirklicht wird. Daher gibt es viel mehr Auswahl an externen Audiointerfaces (meist für USB, Firewire oder Thunderbolt) als an internen Audiointerfaces, denn je mehr Anschlüsse es gibt, desto schwerer ist dies für ein Backpanel einer internen Karte zu verwirklichen. Manchmal wird dies bei internen Karten in Form von einem vielfach verzweigter Kabelbaum mit Buchsen verwirklicht - wirklich praktisch ist dies aber nicht. Da man in der Regel als Musiker oder rund um Tonbearbeitung ohnehin noch weitere Geräte am Arbeitsplatz herumstehen hat, stört eine externe Variante ohnehin nicht.. Ein Audiointerface ist eher auf die Arbeit rund um Ton und Musik ausgelegt - ihm fehlt in aller Regel eine Software mit Effekten und Optionen, die selbst bei einem Onboard-Soundchip Standard sind, und auch eine Surroundsound-Unterstützung ist meist nicht vorhanden. Was die Preise angeht, so gibt es einige Modelle unter 120 Euro, aber auch zahlreiche Audio-Interfaces, die deutlich mehr kosten. Private Nutzer sollten nur dann zuschlagen, wenn sie als Hobby Musik machen oder auf etwas höherem Niveau mit Ton-Nachbearbeitung unterwegs sind. Der Preisbereich bis etwa 120 Euro ist eventuell auch für Nutzer, interessant die eine gute Soundqualität und dabei eine Alternative zu den Mainstream-Herstellern suchen, bei denen im Grunde genommen nur Asus und Creative den Ton angeben. Bekannte Marken im Bereich der Audio-Interfaces sind zum Beispiel Alesis, Behringer, ESI, Focusrite, M-Audio, PreSonus, Steinberg und Tascam.

Wichtige Ausdrücke kurz erklärt

Bevor wie zur Marktübersicht kommen, wollen wir noch einige Fachbegriffe zu Soundkarten erläutern. Dies tun wir stichpunktartig.

  • Abtastrate und Auflösung: Die Abtastrate (in Hertz) beschreibt, wie oft pro Sekunde ein Soundsignal sozusagen geupdatet wird. Die Auflösung (in Bit) beschreibt vereinfacht gesagt, wie viele Werte pro Abtastung ermittelt werden. 24 Bit und 48 oder 96 Kilohertz sind üblich. Einige Soundkarten bieten noch höhere Werte, allerdings ist fraglich, ob man dies noch wahrnehmen kann.
  • Cinch-Buchse: Cinch-Buchsen sind nur mono, allerdings kann ein Cinch-Kabel vor allem über längere Distanzen störfreier sein als ein normales Stereo-Verbindungskabel mit 3,5mm-Stecker. Bei Hi-Fi-Komponenten ist Cinch üblich, auch manche Boxensysteme setzen darauf - daher bieten manche Soundkarten zwei Cinch-Buchsen als Stereo-Ausgang.
  • Dolby Digital Live / DTS Connect: Eine Live-Encodierung eines vom PC berechneten (Surround)Soundsignals, um es digital mit dem Dolby Digital- beziehungsweise DTS-Standard weiterzugeben.
  • D/A-Wandler: Der Digital-Analog-Wandler erzeugt aus einem digitalen Soundsignal ein analoges Signal. Vom D/A-Wandler hängen auch die Soundqualität und der Klangcharakter der Soundkarte ab.
  • Klinkenbuchse: Die übliche Größe für Klinkenstecker, die von Boxensets oder Kopfhörern kommen, beträgt 3,5mm. Manche Soundkarten bieten auch 6,3mm, was für Hi-Fi-Kopfhörer gerne genutzt wird.
  • Koaxial-Buchse: Bei Soundkarten oder Verstärkern meint man damit in der Regel einen digitalen Ein/Ausgang für ein Koaxialkabel, mit dem Ton digital übertragen wird.
  • SNR (Signalrauschabstand): Dieser Wert drückt aus, wie viel Dezibel an Rauschen pro 100 Dezibel Geräuschpegel zu erwarten sind. Bei den meisten Soundkarten, bei denen der Wert angegeben wird, liegt dieser Wert deutlich über 90dB und hat eher Marketinggründe, da Unterschiede durch einen noch höheren Wert für normale Anwender nicht zu hören ist.
  • SPDIF: Bei SPDIF handelt es sich um ein Buchsenformat, das bei Soundkarten oder Verstärkern für optische Digitalkabel verwendet wird. Bei manchen Soundkarten oder auch Laptops ist in einer normalen 3,5mm-Buchse auch das optische (Licht)Signal enthalten, so dass man einen entsprechenden optischen 3,5mm-Stecker (mit einem Loch in der Mitte) benötigt.
28
  1. Seite 1 Soundkarten: Luxus? Was macht eine Soundkarte?
  2. Seite 2 Soundkarten: Surroundsound analog, digital und als Simulation
  3. Seite 3 Soundkarten: Wann lohnt sie sich? Extern oder intern?
  4. Seite 4 Soundkarten: Audiointerfaces und Erklärung von Fachausdrücken
  5. Seite 5 Soundkarten: Marktübersicht mit 30 Soundkarten
    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von LarryMcFly
        Nein natürlich hat Windows(10) nicht alle Treiber dabei, das hatte ich ja auch nicht behauptet, sondern die Treiber für die meisten Standardlösungen und da auch nicht nur die Universaltreiber.
        In deinem Falle ist das Audiointerface einfach durch die Stückzahlen der entsprechenden Hardware natürlich "exotisch" und normalerweise nicht in der Datenbank vorhanden.
        Aber für Hauptmodule wie zum Beispiel eine Soundblaster Z oder eine Asus Strix sehr wohl.
        Das stimmt natürlich. Aber in diesen Fällen besteht eben ein Risiko, dass der ganze Software-Schmu sich mit irgendwas anderem nicht versteht. Das muss ja nicht an einer Hardware oder an unmittelbar an anderen Treibern liegen, sondern auch Software, die man am PC hat - wie viele Nutzer haben "nebenbei" noch anderen Kram laufen, teilweise sogar unbewusst, weil das irgendwann mal in den Autostart wanderte?

        Wie gesagt: neue Komponente (oder Software) bringt ein sehr kleines Risiko für Risiken - aber eben nicht Null. Änderst Du aber nix am PC, dann isses definitiv bei Null. ;)

        Zitat

        Oh ja, insbesondere Updates des Betriebssystems können da auch zusätzlich noch schleichende Fehler einbauen, durch den Nutzer oder durch das System selber verursacht.
        Ich checke Treiber immer im Anschluß auf Kompatibilität mit dem Treiberüberprüfungs-Manager von Windows (sollte man vorher ne Sicherung haben bzw. wissen wie man die Kiste im abgesicherten Modus wieder starten kann), der schafft es dann einen fehlerhaften/inkompatiblen Treiber frühzeitig aufzudecken.
        Hilft aber alles natürlich nichts, wenn zum Beispiel ein fehlerhaftes Windows Update den Komponentenspeicher zerschossen hat, dann muß man den erst mal wieder herstellen, dann ist der Treiber nämlich gar nicht automatisch Schuld an einem guten alten Bluescreen.
        Ja - ich meinte ja mit "Treibern" alles drum und dran, was mit dem neuen Teil noch so daherkommen kann- Ok, ich glaube jetzt verstehen wir uns ;) Du bist echt manchmal etwas SEHR genau ;)

        Es ging ja von Anfang eigentlich nur darum, dass die Sache mit den möglichen Problemen auch im Text als Hinweis stand. Das heißt ja, das wurde ja nun auch schon vom Autor gepostet, nicht, dass man deswegen den Kauf scheuen soll. Und auch ICH sage ja nicht, dass man sich keine SK kaufen soll - ich wollte nur zustimmen, dass es eben ein Risiko X mit X > 0% gibt im Vergleich zu "den PC so lassen, wie er ist".
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von LarryMcFly
        Nein natürlich hat Windows(10) nicht alle Treiber dabei, das hatte ich ja auch nicht behauptet, sondern die Treiber für die meisten Standardlösungen und da auch nicht nur die Universaltreiber.
        In deinem Falle ist das Audiointerface einfach durch die Stückzahlen der entsprechenden Hardware natürlich "exotisch" und normalerweise nicht in der Datenbank vorhanden.
        Aber für Hauptmodule wie zum Beispiel eine Soundblaster Z oder eine Asus Strix sehr wohl.
        Das stimmt natürlich. Aber in diesen Fällen besteht eben ein Risiko, dass der ganze Software-Schmu sich mit irgendwas anderem nicht versteht. Das muss ja nicht an einer Hardware oder an unmittelbar an anderen Treibern liegen, sondern auch Software, die man am PC hat - wie viele Nutzer haben "nebenbei" noch anderen Kram laufen, teilweise sogar unbewusst, weil das irgendwann mal in den Autostart wanderte?

        Wie gesagt: neue Komponente (oder Software) bringt ein sehr kleines Risiko für Risiken - aber eben nicht Null. Änderst Du aber nix am PC, dann isses definitiv bei Null. ;)

        Zitat

        Oh ja, insbesondere Updates des Betriebssystems können da auch zusätzlich noch schleichende Fehler einbauen, durch den Nutzer oder durch das System selber verursacht.
        Ich checke Treiber immer im Anschluß auf Kompatibilität mit dem Treiberüberprüfungs-Manager von Windows (sollte man vorher ne Sicherung haben bzw. wissen wie man die Kiste im abgesicherten Modus wieder starten kann), der schafft es dann einen fehlerhaften/inkompatiblen Treiber frühzeitig aufzudecken.
        Hilft aber alles natürlich nichts, wenn zum Beispiel ein fehlerhaftes Windows Update den Komponentenspeicher zerschossen hat, dann muß man den erst mal wieder herstellen, dann ist der Treiber nämlich gar nicht automatisch Schuld an einem guten alten Bluescreen.
        Ja - ich meinte ja mit "Treibern" alles drum und dran, was mit dem neuen Teil noch so daherkommen kann- Ok, ich glaube jetzt verstehen wir uns ;) Du bist echt manchmal etwas SEHR genau ;)

        Es ging ja von Anfang eigentlich nur darum, dass die Sache mit den möglichen Problemen auch im Text als Hinweis stand. Das heißt ja, das wurde ja nun auch schon vom Autor gepostet, nicht, dass man deswegen den Kauf scheuen soll. Und auch ICH sage ja nicht, dass man sich keine SK kaufen soll - ich wollte nur zustimmen, dass es eben ein Risiko X mit X > 0% gibt im Vergleich zu "den PC so lassen, wie er ist".
      • Von Gast1664917803 Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Nö, Windows hat doch nicht alle denkbaren Treiber der Welt schon dabei ^^ Und selbst online ist nicht alles vorhanden. Mein Audiointerface war ohne eine manuelle Installation "unbekannt". Und damit, dass die Onboardsound-Treiber schon "da sind", meine ich nur, dass Windows sie schon bei der Neuinstallation installiert, d.h. selbst wenn du eine Soundkarte einbaust, installiert Windows auch die Treiber für den OnBoardsound.
        Nein natürlich hat Windows(10) nicht alle Treiber dabei, das hatte ich ja auch nicht behauptet, sondern die Treiber für die meisten Standardlösungen und da auch nicht nur die Universaltreiber.
        In deinem Falle ist das Audiointerface einfach durch die Stückzahlen der entsprechenden Hardware natürlich "exotisch" und normalerweise nicht in der Datenbank vorhanden.
        Aber für Hauptmodule wie zum Beispiel eine Soundblaster Z oder eine Asus Strix sehr wohl.

        Zitat von Herbboy
        Ich rede ja nicht ausschließlich von der eigentlichen Treibersoftware, sondern auch von der Zusatzsoftware, die man landläufig auch "Treibermenü" oder ähnlich nennt, da sie idr im Paket mit dabei ist. Das hätte ich vlt genauer erklären sollen, Du nimmst ja alles enorm genau (Jurist?).
        Ich hatte ich auch schon immer wieder mal Leute mit die Problemen am PC, und am Ende war das Problem oftmals auch gelöst, als man die Zusatzsoftware, die bei den Treiberdownloads dabei war, deaktivierte oder deinstallierte. Was dann genau die Ursache war, kann man dann nicht sagen. War es die Zusatzsoftware schuld? Oder der Virenscanner? Oder hat zB die neueste Version der Radeon-Einstellungssoftware einen Bug, der das Control Center von Asus zum Absturz bringt? Waren es Fehler im Treiber? Wenn ja: in welchem? Das weiß man im Nachhinein nie so genau. Nur ist es eben in vielen Problemfällen so, dass ein Verzicht auf die Software oder gar ein Wechsel der Komponente hilft. Im Umkehrschluss war dann also der Einbau der neuen Komponente Schuld, also die Entscheidung für den Einbau. Welches Teil technisch gesehen schuld war, kann man oft nicht sagen.
        Ich meinte wie gesagt nicht zwingend ausschließlich die eigentliche Treibersoftware. Es mag sein, dass nur das Vorhandensein der Treiber alleine keinen Bug bringen kann - da weißt du vielleicht mehr als ich. Aber das ist ja an sich auch egal, denn mein Kernpunkt war ja an sich, dass eine zusätzliche Karte / Komponente in einem problemlos laufenden PC nun mal immer ein Risiko für mögliche Probleme mit sich bringt im Vergleich dazu, dass man einfach gar nix ändert.
        Bei der Logik geht es einzig und allein um die Aussage: Der PC läuft problemlos => du baust eine weitere Komponente ein => es besteht nun mal ein Risiko X, dass softwareseitig vlt etwas nicht miteinander zurechtkommt. Das ist alles. Neues Bauteil = gewisses Risiko. Das wirst Du ja wohl nicht ernsthaft abstreiten können, oder?
        Ok, da war ich wohl etwas...kleinlich und ja ist eine ex-Berufskrankheit. :-B
        Oh Gott nein, ich würde mich niemals gegen den Begriff "never change a running system" stellen, dazu ist das erlittene "Leid" über die Jahrzehnte zu hoch.

        Zitat von Herbboy
        Das Risiko ist zwar klein, aber es ist da. Genau wie es bei jedem Update auch da ist. Aber je mehr Komponenten Du hast, desto häufiger hast du natürlich auch Updates. Und mehr Updates = höheres Bugrisiko. Wenn das Risiko auf einen Bug durch ein Update bei 2% liegt, hast du rein rechnerisch nach 50 Updates einen Bug - je mehr Komponenten du hast, desto schneller erreichst du diese 50 Updates.
        Oh ja, insbesondere Updates des Betriebssystems können da auch zusätzlich noch schleichende Fehler einbauen, durch den Nutzer oder durch das System selber verursacht.
        Ich checke Treiber immer im Anschluß auf Kompatibilität mit dem Treiberüberprüfungs-Manager von Windows (sollte man vorher ne Sicherung haben bzw. wissen wie man die Kiste im abgesicherten Modus wieder starten kann), der schafft es dann einen fehlerhaften/inkompatiblen Treiber frühzeitig aufzudecken.
        Hilft aber alles natürlich nichts, wenn zum Beispiel ein fehlerhaftes Windows Update den Komponentenspeicher zerschossen hat, dann muß man den erst mal wieder herstellen, dann ist der Treiber nämlich gar nicht automatisch Schuld an einem guten alten Bluescreen.
      • Von Gast1664917803 Mitglied
        Zitat von fud1974
        Ach herrje.. wie schnell mal wieder sowas entgleist hier..

        Zum Thema: Meine Ohren sind eh so kaputt, ich hör da nix mehr an Unterschieden.

        Ferner: Kann es sein dass die Bedeutung der Extra-Soundkarten auch stark abgenommen hat seitdem viele Headsets eh eigene de-facto "USB-Soundkarten" sind?

        Für die paar male die manche, die aufgrund des persönlichen Umfeldes (Lautstärkebelästigung anderer) eher nur Headsets nehmen, dann noch die externe Karte nehmen fällt das Geld-Ausgeben wohl deutlich schwerer.. für die paar male reicht wohl vielen auch der Onboard Sound.. nur so eine Vermutung?
        Ach da entgleist nix, man kann sich aber ruhig zünftig austauschen.
        Du hast deine eigene Frage im gleichen Satz beantwortet - viele Headsets gehen als USB Version über die Theke - einstöpseln, fertig.
        Nichts geht einfacher als das, Plug & Play in echter Reinform.
        Und nach dem alten Sprichwort "was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht" - warum sollte jemand auf eine Soundkarte umsteigen, selbst wenn sie deutliche Unterschiede zum sonst Gehörten erzielen würde?
        Hört man ja nicht, außer man hat einen Vergleich, wie zum Beispiel Kollegen mit entsprechendem Setup.
        Beispiel:
        Ich wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, frühzeitig von 1080p auf 1440p und von 60hz auf 120/144hz Monitore umzusteigen, wenn ich es nicht entsprechend live erlebt hätte und für mich einen erheblichen Unterschied ausmacht.
        Das hätte dann weitaus länger gedauert, wahrscheinlich bis die technischen Standards sich einfach soweit verändert hätten.
        Soundkarten waren halt vor langer Zeit Pflicht wenn man Sound haben wollte - ich behaupte die Hauptkäufer von Soundkarten sind die Spieler Ü30, gäbe es die nicht würde die Soundkarte jetzt nicht aussterben, wäre aber eine reine Profilösung.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von LarryMcFly
        Sorry, aber das ist kein Argument, denn seit Windows 10, trifft das mit den Standardtreibern auch auf die Soundkarte zu, in dem Fall sind also auch diese Treiber ja schon da.
        Nö, Windows hat doch nicht alle denkbaren Treiber der Welt schon dabei ^^ Und selbst online ist nicht alles vorhanden. Mein Audiointerface war ohne eine manuelle Installation "unbekannt". Und damit, dass die Onboardsound-Treiber schon "da sind", meine ich nur, dass Windows sie schon bei der Neuinstallation installiert, d.h. selbst wenn du eine Soundkarte einbaust, installiert Windows auch die Treiber für den OnBoardsound.

        Es geht ja zudem nicht ausschließlich um die eigentliche Treibersoftware, sondern auch von der Zusatzsoftware, die man landläufig auch "Treibermenü" oder ähnlich nennt, wie du ja sicher weißt, da sie idr im Paket mit dabei ist. Das hätte ich vlt genauer erklären sollen, warum es mir geht.

        Ich hatte nämlich auch schon immer wieder mal Leute mit die Problemen am PC, und am Ende war es oftmals auch gelöst, als man die Zusatzsoftware, die bei den Treiberdownloads dabei war, deaktivierte oder deinstallierte. Was dann genau die Ursache war, kann man dann nicht sagen. War es die Zusatzsoftware schuld? Oder der Virenscanner? Oder hat zB die neueste Version der Radeon-Einstellungssoftware einen Bug, der das Control Center von Asus zum Absturz bringt? Waren es Fehler im Treiber? Wenn ja: in welchem? Das weiß man im Nachhinein nie so genau, außer man installiert Windows 10x neu und installiert die ganze Software jedesmal in einer anderen Reihenfolge, bis man den Schuldigen eindeutig hat ;)

        Nur ist es eben in vielen Problemfällen so, dass ein Verzicht auf die Software oder gar ein Wechsel der Komponente hilft - das hat doch jeder schon mal erlebt, der ein Problem hatte oder Leuten half, die eines hatten. Kamen die Probleme erst zusammen mit einer neuen Komponente, dann war im Umkehrschluss also der Einbau der neuen Komponente Schuld - also die Entscheidung für den Einbau, nicht unbedingt die Komponente selbst auf "technischer" Seite gesehen. Welches Teil oder welche Software technisch gesehen schuld war, kann man oft nicht sagen.

        Zitat

        Also auch wenn du mehrfach alles als logisch erklärst, wirst du deswegen nicht automatisch zum Vulkanier oder deine Argumentation richtiger - erklär mir mal wie das Motherboard die Hardware Abstraction Layer des Betriebssystems umgeht.
        Denn Treiber setzen da immer auf, wie das Board da direkt (Treiber seitig ohne HAL) mit der Soundkarte kommuniziert leuchtet da nicht ein.
        Ich meinte wie gesagt nicht zwingend ausschließlich die eigentliche Treibersoftware. Es mag sein, dass nur das Vorhandensein der Treiber alleine keinen Bug bringen kann - da weißt du vielleicht mehr als ich. Aber das ist ja an sich auch egal, denn mein Kernpunkt war ja an sich, dass eine zusätzliche Karte / Komponente in einem problemlos laufenden PC nun mal immer ein Risiko für mögliche Probleme mit sich bringt im Vergleich dazu, dass man einfach gar nix ändert.

        Zitat

        Sonst könnte ja nach dieser "Logik" neue Hardware z.B, die lange nach dem Board hergestellt wurde gar nicht durch das Motherboard erkannt werden, da es auf diese nicht abgestimmt wurde, obwohl passend.
        Bei der Logik geht es einzig und allein um die Aussage: Der PC läuft problemlos => du baust eine weitere Komponente ein => es besteht nun mal ein Risiko X, dass softwareseitig vlt etwas nicht miteinander zurechtkommt. Das ist alles. Neues Bauteil = gewisses Risiko. Das wirst Du ja wohl nicht ernsthaft abstreiten können, oder?

        Das Risiko ist zwar klein, aber es ist da. Genau wie es bei jedem Update auch da ist. Aber je mehr Komponenten Du hast, desto häufiger hast du natürlich auch Updates. Und mehr Updates = höheres Bugrisiko. Wenn das Risiko auf einen Bug durch ein Update bei 2% liegt, hast du rein rechnerisch nach 50 Updates einen Bug - je mehr Komponenten du hast, desto schneller erreichst du diese 50 Updates.

        Für den Nutzer ist es dann auch egal, ob der Bug DURCH das Update kommt oder sei es, weil einer der Hersteller der vorhandenen Komponenten zu lange nichts mehr an seinen Treibern/ seiner Software angepasst hat und DAS der Schuldige ist.

        Zitat

        Genau deswegen gibt es genormte Schnittstellen.
        Die meisten Treiberprobleme gibt es meiner Ansicht nach nicht wegen echter Inkompatibilität, sondern weil der Hersteller schlicht und einfach gepfuscht hat - künstlich erworbene Inkompatibilität.
        Selbstverständlich hat da einer der Hersteller gepfuscht. Ich habe doch nie etwas anderes behauptet ^^

        Aus Sicht des Nutzers ist das dann aber nun mal effektiv eine Inkompatibilität. Wie soll man das denn sonst nennen, wenn die Soundkarte auf einem Asus H97M mit einer AMD R9 290 und einem Xeon E3-1230 unter dem neuesten Win 10 partout nicht fehlerfrei laufen will, mit einem anderen Board bei der gleichen Windows-Version aber schon? Mag sein, dass ein weiteres Update dies dann gelöst hätte - dann wäre alles wieder kompatibel gewesen. Nur: wenn man wochenlang keine Lösung findet, dann ist das Ding eben für DIESES PC-Setting bis auf weiteres inkompatibel. Ob dann Asus, AMD, Intel, Microsoft oder Tascam es verbockt haben, ist scheißegal, das hilft keinem weiter außer den Entwicklern bei den Firmen.

        Zusammenfassend: ich sage ja nur, dass eine neue Komponente nun mal immer ein Risiko X hat, dass es ein Problem gibt. Und wenn du den PC lässt, wie er ist, gibt es eben kein Risiko. Das ist alles. Da wirst Du ja wohl hoffentlich nicht widersprechen können ^^
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Gut, wer ein Headset benutzt, benutzt auch Onboard-Sound ...
        Wer Qualität will nimmt eigentlich automatisch immer richtige Kopfhörer.
        Wie gesagt, ich hör da keinen Unterschied mehr.. war früher auch mal anders. Kann aber nur gut sein, ich fahr da günstiger mit..
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk