Soundkarten: Wann lohnt sie sich? Extern oder intern?
Alte PC-Hasen erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten, als eine Soundkarte Pflicht war, um überhaupt Spiele und Musik am PC zu genießen. Inzwischen hat jedes Mainboard einen meist ordentlichen Soundchip - lohnt sich eine separate Soundkarte überhaupt? Mit Tipps zu Wissen und Technik wollen wir dies klären, hinzu kommt eine große Marktübersicht mit Soundkarten.
Wann lohnt sich eine Soundkarte - und wann nicht?
Für viele Nutzer reicht der Onboardsound völlig aus. Es gibt aber gute Gründe, sich trotzdem eine Soundkarte anzuschaffen.
Einige wollen wir erläutern:
In diesem Artikel
- Seite 1 Soundkarten: Luxus? Was macht eine Soundkarte?
- Seite 2 Soundkarten: Surroundsound analog, digital und als Simulation
- Seite 3 Soundkarten: Wann lohnt sie sich? Extern oder intern?
- Seite 4 Soundkarten: Audiointerfaces und Erklärung von Fachausdrücken
- Seite 5 Soundkarten: Marktübersicht mit 30 Soundkarten
- Seite 6 Bildergalerie
- Die Qualität im Vergleich zum Onboardsound wird durch eine Soundkarte, die grob gesagt nicht günstiger als etwa 30 Euro ist, in der Regel stets erhöht. Ob man dies später auch wahrnehmen kann, hängt allerdings von den Lautsprechern respektive den Kopfhörern ab.
- Für ordentliche Boxensysteme lohnt sich eine gute Soundkarte durchaus, ebenso für gute Kopfhörer, vor allem wenn ein Ausgang einen dafür vorgesehen Kopfhörer-Verstärker bietet. Bei Lautsprechern sollte es sich ab etwa 80 bis 100 Euro (für ein Stereosystem) bemerkbar machen, bei Kopfhörern kann es schon ab etwa 40 Euro, bei Headsets ab 60 Euro zu hören sein.
- Für Kopfhörer gibt es auch externe Kopfhörer-Verstärker für den USB-Port als Alternative.
- Unter Umständen können auch bestimmte Features einer Soundkarte hilfreich sein. Zum einen Effekte und eine Surroundsound-Simulation für Stereo-Kopfhörer, die besser arbeitet als die des Onboardsounds, zum anderen aber auch spezielle Dinge wie beispielsweise Dolby Digital Live oder DTS Connect, falls man ein digital angeschlossenes Surround-Boxenset nutzen will.
- Gegen eine extra Soundkarte sprechen aber auch einige Dinge - der erste Punkt ergibt sich aus dem vorher Gesagten:
Mit eher günstigen Lautsprechern oder Kopfhörern wird sich eine Soundkarte also nicht lohnen. Wer beispielsweise mit einem 40 Euro-2.1-Boxenset unterwegs ist und plant, sich eine Soundkarte für 80 Euro anzuschaffen, der hätte ein deutlich besseres Gesamtergebnis, wenn er sich für das Geld einfach ein neues Boxenset kauft. Dies gilt erst recht dann, wenn man sich sowieso neue Lautsprecher anschaffen wollte: Ein Boxenset für 120 Euro betrieben am Onboardsound wird euch mit hoher Wahrscheinlichkeit viel mehr Freude bereiten, als wenn ihr je 60 Euro für Lautsprecher und Soundkarte investiert.
Quelle: Powercolor
PowerColor Devil HDX
Es gibt aber auch weitere gute Gründe, auf eine separate Soundkarte zu verzichten. Sinnlos ist der Kauf einer Soundkarte, wenn man den Sound den HDMI-Anschluss der Grafikkarte nutzt, um ihn zu einem AV-Receiver zu senden. Ähnlich sieht es aus, wenn man bereits erfolgreich für sein Mainboard ein optisches Digitalkabel verwendet, um ein Boxenset oder einen Verstärker mit entsprechendem Eingang anzusteuern. Zwar können manche Optionen der Soundkarte auch den digital gesendeten Klang etwas verbessern, aber dies lohnt sich nur in den seltensten Fällen. Komplett fehl am Platze wäre die Anschaffung einer Soundkarte, wenn ihr Kopfhörer (oder ein Headset) verwendet, die nur per USB an den PC angeschlossen werden. Denn hier ist bereits eine Soundkarte im USB-Part des Kopfhörers vorhanden - der Onboardsound oder eine separate Soundkarte arbeiten in diesem Falle also gar nicht. Last but not least: Eine zusätzliche Karte im PC ist freilich auch eine weiter mögliche Fehlerquelle. Zwar sind Probleme selten - aber wer Pech hat, bekommt durch die Soundkarte Konflikte mit anderen Geräten oder sorgt durch das Belegen von PC-Ressourcen dafür, dass eine andere Komponente nicht mit voller Leistung läuft.
Externe oder interne Soundkarte?
Eine externe Lösung, in der Regel also eine Box oder ein Stick, die respektive der per USB angeschlossen werden, bietet sich oftmals für die Fälle an, in denen der Mainboardsound Probleme macht oder defekt ist. Dabei reicht eine Ausgabe von unter 20 Euro meist schon aus, um das Niveau des Onboardsounds zu erhalten.
Höherwertige Soundkarten kauft man sich aber eher als interne Variante, zumindest im Mainstreamsektor. Hierbei müsst ihr darauf achten, dass der Steckplatz passt. PCI ist inzwischen auf modernen Mainboards kaum noch anzutreffen ist (nur etwa 10 Prozent der Sockel AM4 oder 1151v2-Mainboards haben einen PCI-Port), PCIe gilt seit Jahren als Standard. Daher gibt es nur noch sehr selten und vereinzelt PCI-Soundkarten als Restposten. Letztlich kann es aber sowohl mit einer externen als auch mit einer internen Lösung Probleme geben, wie wir schon vorher beschrieben, da ja ein neues Gerät und somit eine weitere potenzielle Fehlerquelle hinzukommt. Unsere später noch folgende Marktübersicht beinhaltet schwerpunktmäßig interne Modelle, da es hier ein größeres Angebot an Soundkarten gibt, die - passende Boxen oder Kopfhörer vorausgesetzt - einen hörbaren Unterschied zum Mainboardsound einbringen. Zuerst wollen wir noch einige (Fach)Ausdrücke zu Soundkarten in Kurzform erläutern und erklären, was ein Audiointerface ist.
- Seite 1 Soundkarten: Luxus? Was macht eine Soundkarte?
- Seite 2 Soundkarten: Surroundsound analog, digital und als Simulation
- Seite 3 Soundkarten: Wann lohnt sie sich? Extern oder intern?
- Seite 4 Soundkarten: Audiointerfaces und Erklärung von Fachausdrücken
- Seite 5 Soundkarten: Marktübersicht mit 30 Soundkarten

In deinem Falle ist das Audiointerface einfach durch die Stückzahlen der entsprechenden Hardware natürlich "exotisch" und normalerweise nicht in der Datenbank vorhanden.
Aber für Hauptmodule wie zum Beispiel eine Soundblaster Z oder eine Asus Strix sehr wohl.
Wie gesagt: neue Komponente (oder Software) bringt ein sehr kleines Risiko für Risiken - aber eben nicht Null. Änderst Du aber nix am PC, dann isses definitiv bei Null. ;)
Oh ja, insbesondere Updates des Betriebssystems können da auch zusätzlich noch schleichende Fehler einbauen, durch den Nutzer oder durch das System selber verursacht.
Ich checke Treiber immer im Anschluß auf Kompatibilität mit dem Treiberüberprüfungs-Manager von Windows (sollte man vorher ne Sicherung haben bzw. wissen wie man die Kiste im abgesicherten Modus wieder starten kann), der schafft es dann einen fehlerhaften/inkompatiblen Treiber frühzeitig aufzudecken.
Hilft aber alles natürlich nichts, wenn zum Beispiel ein fehlerhaftes Windows Update den Komponentenspeicher zerschossen hat, dann muß man den erst mal wieder herstellen, dann ist der Treiber nämlich gar nicht automatisch Schuld an einem guten alten Bluescreen.
Es ging ja von Anfang eigentlich nur darum, dass die Sache mit den möglichen Problemen auch im Text als Hinweis stand. Das heißt ja, das wurde ja nun auch schon vom Autor gepostet, nicht, dass man deswegen den Kauf scheuen soll. Und auch ICH sage ja nicht, dass man sich keine SK kaufen soll - ich wollte nur zustimmen, dass es eben ein Risiko X mit X > 0% gibt im Vergleich zu "den PC so lassen, wie er ist".
In deinem Falle ist das Audiointerface einfach durch die Stückzahlen der entsprechenden Hardware natürlich "exotisch" und normalerweise nicht in der Datenbank vorhanden.
Aber für Hauptmodule wie zum Beispiel eine Soundblaster Z oder eine Asus Strix sehr wohl.
Ich hatte ich auch schon immer wieder mal Leute mit die Problemen am PC, und am Ende war das Problem oftmals auch gelöst, als man die Zusatzsoftware, die bei den Treiberdownloads dabei war, deaktivierte oder deinstallierte. Was dann genau die Ursache war, kann man dann nicht sagen. War es die Zusatzsoftware schuld? Oder der Virenscanner? Oder hat zB die neueste Version der Radeon-Einstellungssoftware einen Bug, der das Control Center von Asus zum Absturz bringt? Waren es Fehler im Treiber? Wenn ja: in welchem? Das weiß man im Nachhinein nie so genau. Nur ist es eben in vielen Problemfällen so, dass ein Verzicht auf die Software oder gar ein Wechsel der Komponente hilft. Im Umkehrschluss war dann also der Einbau der neuen Komponente Schuld, also die Entscheidung für den Einbau. Welches Teil technisch gesehen schuld war, kann man oft nicht sagen.
Ich meinte wie gesagt nicht zwingend ausschließlich die eigentliche Treibersoftware. Es mag sein, dass nur das Vorhandensein der Treiber alleine keinen Bug bringen kann - da weißt du vielleicht mehr als ich. Aber das ist ja an sich auch egal, denn mein Kernpunkt war ja an sich, dass eine zusätzliche Karte / Komponente in einem problemlos laufenden PC nun mal immer ein Risiko für mögliche Probleme mit sich bringt im Vergleich dazu, dass man einfach gar nix ändert.
Bei der Logik geht es einzig und allein um die Aussage: Der PC läuft problemlos => du baust eine weitere Komponente ein => es besteht nun mal ein Risiko X, dass softwareseitig vlt etwas nicht miteinander zurechtkommt. Das ist alles. Neues Bauteil = gewisses Risiko. Das wirst Du ja wohl nicht ernsthaft abstreiten können, oder?
Oh Gott nein, ich würde mich niemals gegen den Begriff "never change a running system" stellen, dazu ist das erlittene "Leid" über die Jahrzehnte zu hoch.
Ich checke Treiber immer im Anschluß auf Kompatibilität mit dem Treiberüberprüfungs-Manager von Windows (sollte man vorher ne Sicherung haben bzw. wissen wie man die Kiste im abgesicherten Modus wieder starten kann), der schafft es dann einen fehlerhaften/inkompatiblen Treiber frühzeitig aufzudecken.
Hilft aber alles natürlich nichts, wenn zum Beispiel ein fehlerhaftes Windows Update den Komponentenspeicher zerschossen hat, dann muß man den erst mal wieder herstellen, dann ist der Treiber nämlich gar nicht automatisch Schuld an einem guten alten Bluescreen.
Zum Thema: Meine Ohren sind eh so kaputt, ich hör da nix mehr an Unterschieden.
Ferner: Kann es sein dass die Bedeutung der Extra-Soundkarten auch stark abgenommen hat seitdem viele Headsets eh eigene de-facto "USB-Soundkarten" sind?
Für die paar male die manche, die aufgrund des persönlichen Umfeldes (Lautstärkebelästigung anderer) eher nur Headsets nehmen, dann noch die externe Karte nehmen fällt das Geld-Ausgeben wohl deutlich schwerer.. für die paar male reicht wohl vielen auch der Onboard Sound.. nur so eine Vermutung?
Du hast deine eigene Frage im gleichen Satz beantwortet - viele Headsets gehen als USB Version über die Theke - einstöpseln, fertig.
Nichts geht einfacher als das, Plug & Play in echter Reinform.
Und nach dem alten Sprichwort "was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht" - warum sollte jemand auf eine Soundkarte umsteigen, selbst wenn sie deutliche Unterschiede zum sonst Gehörten erzielen würde?
Hört man ja nicht, außer man hat einen Vergleich, wie zum Beispiel Kollegen mit entsprechendem Setup.
Beispiel:
Ich wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, frühzeitig von 1080p auf 1440p und von 60hz auf 120/144hz Monitore umzusteigen, wenn ich es nicht entsprechend live erlebt hätte und für mich einen erheblichen Unterschied ausmacht.
Das hätte dann weitaus länger gedauert, wahrscheinlich bis die technischen Standards sich einfach soweit verändert hätten.
Soundkarten waren halt vor langer Zeit Pflicht wenn man Sound haben wollte - ich behaupte die Hauptkäufer von Soundkarten sind die Spieler Ü30, gäbe es die nicht würde die Soundkarte jetzt nicht aussterben, wäre aber eine reine Profilösung.
Es geht ja zudem nicht ausschließlich um die eigentliche Treibersoftware, sondern auch von der Zusatzsoftware, die man landläufig auch "Treibermenü" oder ähnlich nennt, wie du ja sicher weißt, da sie idr im Paket mit dabei ist. Das hätte ich vlt genauer erklären sollen, warum es mir geht.
Ich hatte nämlich auch schon immer wieder mal Leute mit die Problemen am PC, und am Ende war es oftmals auch gelöst, als man die Zusatzsoftware, die bei den Treiberdownloads dabei war, deaktivierte oder deinstallierte. Was dann genau die Ursache war, kann man dann nicht sagen. War es die Zusatzsoftware schuld? Oder der Virenscanner? Oder hat zB die neueste Version der Radeon-Einstellungssoftware einen Bug, der das Control Center von Asus zum Absturz bringt? Waren es Fehler im Treiber? Wenn ja: in welchem? Das weiß man im Nachhinein nie so genau, außer man installiert Windows 10x neu und installiert die ganze Software jedesmal in einer anderen Reihenfolge, bis man den Schuldigen eindeutig hat ;)
Nur ist es eben in vielen Problemfällen so, dass ein Verzicht auf die Software oder gar ein Wechsel der Komponente hilft - das hat doch jeder schon mal erlebt, der ein Problem hatte oder Leuten half, die eines hatten. Kamen die Probleme erst zusammen mit einer neuen Komponente, dann war im Umkehrschluss also der Einbau der neuen Komponente Schuld - also die Entscheidung für den Einbau, nicht unbedingt die Komponente selbst auf "technischer" Seite gesehen. Welches Teil oder welche Software technisch gesehen schuld war, kann man oft nicht sagen.
Also auch wenn du mehrfach alles als logisch erklärst, wirst du deswegen nicht automatisch zum Vulkanier oder deine Argumentation richtiger - erklär mir mal wie das Motherboard die Hardware Abstraction Layer des Betriebssystems umgeht.
Denn Treiber setzen da immer auf, wie das Board da direkt (Treiber seitig ohne HAL) mit der Soundkarte kommuniziert leuchtet da nicht ein.
Sonst könnte ja nach dieser "Logik" neue Hardware z.B, die lange nach dem Board hergestellt wurde gar nicht durch das Motherboard erkannt werden, da es auf diese nicht abgestimmt wurde, obwohl passend.
Das Risiko ist zwar klein, aber es ist da. Genau wie es bei jedem Update auch da ist. Aber je mehr Komponenten Du hast, desto häufiger hast du natürlich auch Updates. Und mehr Updates = höheres Bugrisiko. Wenn das Risiko auf einen Bug durch ein Update bei 2% liegt, hast du rein rechnerisch nach 50 Updates einen Bug - je mehr Komponenten du hast, desto schneller erreichst du diese 50 Updates.
Für den Nutzer ist es dann auch egal, ob der Bug DURCH das Update kommt oder sei es, weil einer der Hersteller der vorhandenen Komponenten zu lange nichts mehr an seinen Treibern/ seiner Software angepasst hat und DAS der Schuldige ist.
Genau deswegen gibt es genormte Schnittstellen.
Die meisten Treiberprobleme gibt es meiner Ansicht nach nicht wegen echter Inkompatibilität, sondern weil der Hersteller schlicht und einfach gepfuscht hat - künstlich erworbene Inkompatibilität.
Aus Sicht des Nutzers ist das dann aber nun mal effektiv eine Inkompatibilität. Wie soll man das denn sonst nennen, wenn die Soundkarte auf einem Asus H97M mit einer AMD R9 290 und einem Xeon E3-1230 unter dem neuesten Win 10 partout nicht fehlerfrei laufen will, mit einem anderen Board bei der gleichen Windows-Version aber schon? Mag sein, dass ein weiteres Update dies dann gelöst hätte - dann wäre alles wieder kompatibel gewesen. Nur: wenn man wochenlang keine Lösung findet, dann ist das Ding eben für DIESES PC-Setting bis auf weiteres inkompatibel. Ob dann Asus, AMD, Intel, Microsoft oder Tascam es verbockt haben, ist scheißegal, das hilft keinem weiter außer den Entwicklern bei den Firmen.
Zusammenfassend: ich sage ja nur, dass eine neue Komponente nun mal immer ein Risiko X hat, dass es ein Problem gibt. Und wenn du den PC lässt, wie er ist, gibt es eben kein Risiko. Das ist alles. Da wirst Du ja wohl hoffentlich nicht widersprechen können ^^
Wer Qualität will nimmt eigentlich automatisch immer richtige Kopfhörer.