So Blonde
Finden Sie Pilz, Stern und Blume? So Blonde ist vollgepackt mit solch netten Details.
Der größte Spielspaßkiller lauert - wie bei Runaway 2 - im haarsträubenden Rätseldesign: Es war uns nicht möglich, So Blonde ohne Komplettlösung durchzuspielen. Sunny gibt nur selten Hinweise, verdammt selten sogar. Dem Spieler bleibt daher nichts anderes übrig, als Items wahllos miteinander zu kombinieren und Charaktere in der Hoffnung auf neue
Dialog-Optionen wieder und wieder aufzusuchen.
Wer So Blonde ohne Rätselhilfe bewältigen will, sollte mindestens zehn, besser 15 Stunden einplanen. Künstlich gestreckt wird die Spieldauer durch lange Laufwege: Sunny rennt zwar per Doppelklick, kann Räume auch schnell verlassen, doch selbst dabei muss sie übertrieben oft die Locations wechseln, nicht selten ohne störende Umwege. Kurios: Sunny erhält schon früh eine Karte der Insel, jedoch selbst auf der lassen sich Ziele nicht direkt ansteuern. Obendrein sind die Location-Wechsel mit spürbaren Ladezeiten verbunden.
viel beschäftigt Am Verlauf der Geschichte gibt es wenig zu nörgeln, er ist gelungen. Wenn Momente wie ein Beleidigungsduell (Monkey Island lässt schön grüßen) doch nur witziger wären!
Es gibt weitere Mängel: Das Inventar ist ständig überfüllt, man schleppt Gegenstände mit sich herum, die scheinbar nie zum Einsatz kommen. Ähnlich übertrieben hat man es mit den Hotspots: Da So Blonde auf mehrere Ansichten einer Location verzichtet, sind die Bildschirme nicht selten mit zwölf Hotspots und mehr vollgepackt. Gäbe es nicht die Anzeigehilfe per Tastendruck, man würde an den teils winzigen Punkten verzweifeln. Da hilft es auch nichts mehr, dass an wenigen Stellen zwei weitere Charaktere spielbar sind, unter ihnen ein ulkiges Frettchen. Diese Passagen wirken aufgesetzt.
So Blonde bietet auch jede Menge harmloser, seichter Minispiele, die zwar nur selten Spaß machen, aber komplett optional sind. Wer keine Lust darauf hat, überspringt sie einfach, alle anderen freuen sich über ein bisschen Abwechslung.
Schön ist die Comic-Grafik, allerdings auch detailarm: Liebevoll gezeichneten Hintergründen stehen klobige, ausdruckslose 3D-Charaktere gegenüber. Die Sprecher sind okay: Nicht nur Sunny klingt ordentlich doof, sondern auch alle anderen Figuren - manch langer Dialog wirkt dadurch eher anstrengend als spannend.

Auch wenn ich etwas spät dran bin, folgendes möchte ich noch aufklären:
Und was stimmt dann an dieser Formulierung bitte nicht? :-o Hier liegt wohl ein Missverständnis vor. Solon hat das Wort "doof" im markierten Satz anscheinend als wertend in Bezug auf die Qualität der Sprecher aufgefasst. Gemeint war aber, dass die Sprecherin ihre Rolle glaubwürdig genug spricht, um Sunny doof klingen zu lassen. ;)
SSA
Ich habe die Demo bzw. das Spiel nicht gespielt, beziehe mich also nur auf den Test im PCG-Magazin.
Ich gucke grundsätzlich nicht in Lösungsbücher, daher stoßen mich unlogische Rätsel ab. Die sind dann nur durch ausdauerndes Ausprobieren lösbar oder durch Zufall und das hat dann für mich nichts mehr mit "Adventure lösen" zu tun. Entweder ICH löse die Rätsel oder es macht mir keinen Spaß mehr das Spiel weiterzuspielen.
Lösungsbücher sind Spielspaßkiller allererster Güte und Spiele, die einen fast dazu zwingen ein Lösungsbuch zu benutzen sind für mich eher uninteressant.
Also ich pers. werde nur noch Adventures kaufen, wenn ich keinerlei Restzweifel am Produkt habe. Und wenn ich schon vom notwendigen Gebrauch eines Lösungsbuches bei professionellen Spieletestern (die vermutlich genau wie ich mit Guybrush und Indy aufgewachsen sind) lese, dann vergehjt mir schon irgendwie die Lust am Spiel.
In den letzten 2-3 Jahren waren schon zuviele "halb-gare" Adventures auf dem Markt.
völlig inakzeptable Ladezeiten nach jedem Bildschirm!
ein nervendes Teeniegör (entweder mag man sie oder eben nicht)
Intro im Comicstil finde ich ziemlich altbacken (der Zeichenstil sagt mir nicht so richtig zu, die Ingamegrafik ist aber OK)
Steuerung nicht ganz so flüssig wie bei anderen Adventures
gibt es eigentlich ne Möglichkeit in der Demo die Auflösung zu ändern?
Mein Eindruck nach der Demo:
völlig inakzeptable Ladezeiten nach jedem Bildschirm!
ein nervendes Teeniegör (entweder mag man sie oder eben nicht)
Intro im Comicstil finde ich ziemlich altbacken (der Zeichenstil sagt mir nicht so richtig zu, die Ingamegrafik ist aber OK)
Steuerung nicht ganz so flüssig wie bei anderen Adventures
gibt es eigentlich ne Möglichkeit in der Demo die Auflösung zu ändern?
Und was stimmt dann an dieser Formulierung bitte nicht? :-o ich finde eigentlich nur den häuptling und den voodoopriester anstrengend, vor allem letzteren. weil sie so langsam sprechen.
mit dem rest war ich hochzufrieden.