Skull and Bones in der Vorschau - Seite 2: Kämpfe, Technik, Multiplayer
Seit seiner Ankündigung vor etwa fünf Jahren hätte man von Ubisofts Skull and Bones zwischenzeitlich vermuten können, es wäre direkt ins Bermudadreieck geschippert. Nun ist das Spiel aber tatsächlich zurück und peilt gleich ein ambitioniertes Release-Datum noch in diesem Jahr an. Wir konnten uns vorab eine Gameplay-Präsentation zur Piraten-Action ansehen und verraten euch, ob Skull and Bones bereit für die Jungfernfahrt ist.
Bei den Waffen will euch das Spiel eine große Bandbreite zur Verfügung stellen, die gegen bestimmte Ziele besonders effektiv sind. Zu sehen gab es etwa das Griechische Feuer, also eine Art Flammenwerfer, Ballisten, Raketenwerfer und natürlich diverse Kanonen-Modelle. Nehmt ihr Schwachstellen ins Visier, die ihr vorher mit dem Ausguck markiert und analysiert habt, richtet ihr besonders viel Schaden an. Auch in der Defensiven müsst ihr an Stärken und Schwächen denken, denn ihr dürft euer Schiff quasi mit "Rüstungsteilen" aus verschiedenen Materialien auskleiden - alles stets unter Berücksichtigung eurer Tragekapazität.
Die Entwickler wollen ein "brutales" Kampfgefühl erzeugen, obwohl ihr hauptsächlich Holz und Stein zu Klump schießt. Das Gezeigte erinnert stark an die bisherigen Assassinen-Ausflüge auf hoher See und dürfte sich dementsprechend unkompliziert, einfach und actionreich spielen. Ob dieses Gameplay über viele Stunden hinweg unterhalten kann, wird sich aber erst noch zeigen müssen - denn sonderlich befriedigend sieht es bisher nicht aus.
In diesem Artikel
Die Technik: Schall und Rauch
Quelle: Ubisoft
Wer zu viel versenkt und plündert, lockt die Privateers an, also die Ozean-Polizei. Im PvP könnt ihr außerdem von anderen Spielern mit dem Ausguck analysiert werden, was eure Fracht preisgibt.
Während die Raucheffekte der Waffen überzeugen, lässt das Trefferfeedback noch deutlich zu wünschen übrig. Abseits von Hitmarkern und laschen Explosionen hinterlassen Kanonenkugeln keine Einschlagslöcher und die Ziele zerfallen anscheinend nur bei bestimmten Schadenslevels in ihre Einzelteile. Das hat Black Flag schon genauso gut und Sea of Thieves sogar besser hinbekommen. Beim Beschuss einer steinernen Burg fällt das kaum vorhandene Feedback noch deutlicher auf - hier muss dringend noch mehr Wumms rein, immerhin werdet ihr einen großen Teil der Spielzeit mit dem Abfeuern von Kanonen verbringen.
Dem optisch tollen Ozean aus Sea of Thieves kann Skull and Bones wohl auch nicht ganz das Wasser reichen - zumindest nicht in den bisher gezeigten Wetterlagen. Das Spiel will euch aber auch durch extreme Stürme und hohen Wellengang schicken. Wird euer Kahn dort oder im Gefecht in Mitleidenschaft gezogen, repariert ihr ihn mit speziellen Kits unterwegs oder im nächsten freigeschalteten Hafen. Hier respawnt ihr auch, wenn ihr versenkt wurdet. Ein Teil eurer Fracht ist dann in den Tiefen des Ozeans verloren, einen Teil davon könnt ihr aber auch zurückholen. Zumindest, wenn ihr schnell genug seid.
Quelle: Ubisoft
Ob solche stacheligen Verzierungen die Performance eures Schiffs beim Rammen verbessern, wissen wir noch nicht, ein paar sehr schicke Modelle haben wir aber bereits gesehen.
Die Shared World: Gemeinsam, und optional gegen den Rest
Bei Skull and Bones handelt es sich nämlich um ein Shared-World-Spiel, in dem noch jede Menge andere menschliche Piraten über den indischen Ozean schippern. Und die können euch nach dem Tod einen Teil eures Loots wegschnappen. Wer nun allerdings befürchtet, ständig mit den Angriffen menschlicher Gegner rechnen zu müssen, kann aufatmen: PvP soll nur auf eigenen Servern beziehungsweise auf freiwilliger Basis stattfinden.
Kooperativ dürft ihr natürlich auch ran, dann sollen sich durch die verschiedenen Schiffstypen taktische Kombinationsmöglichkeiten eröffnen. Friendly Fire gibt's übrigens nicht, ihr könnt also auch in der Nähe eurer Freunde nach Herzenslust draufhalten. Wer dagegen lieber solo auf Kaperfahrt geht, soll alle Inhalte von Skull and Bones auch alleine spielen können.

:B
Bezeichnen wir ja nicht ohne Grund als unseren "Renter Multiplayer Shooter.. schööön langsam!" :)
Mit 2-4h pro Mission eine ganz eigene Erfahrung mit Erinnerungsfaktor. ?
Zu hohe Kosten für jeden Teil, zu wenig Einnahmen (aus deren Sicht).
Die Schiene, denen man anderen vorwirft aka "nur noch Service Games, das in sich abgeschlossene Single-Player Game lohnt nicht mehr" würde ich eher momentan Ubisoft zuordnen, viele der letzten Aktionen in der Richtung sehen so aus als würden sie sich dahinbewegen wollen.. sie versuchen natürlich die alte Spielerschaft bei der Stange zu halten und sie irgendwie in das Konzept zu integrieren.
Wenn man nicht massiv in Richtung Multiplayer und die daran angeschlossenen Microtransaktionen gehen würde und sich was davon erwarten würde hätte man - Rückzahlungsforderungen der Shanghaier Regierung hin oder her - vermutlich Skull & Bones schon lange beerdigt, so erwartet man offensichtlich noch was von dem Titel.. und hofft darauf dass man ihn noch in Form kriegt wie das ja durchaus langlebige Rainbow Six Siege.
Selbst For Honor läuft ja noch, muss ja demnach auch noch im gewinnträchtigen Bereich liegen, auch wenn man da nicht mehr viel von hört.. aber das ist ja kein Maßstab, manche gewinnträchtigen Multiplayer Dinger laufen ja vor sich hin ohne viel Buzz in den News.
Bezeichnen wir ja nicht ohne Grund als unseren "Renter Multiplayer Shooter.. schööön langsam!" :)