Civilization für Sternenkrieger angespielt - Raumschiff-General
Entwicklerlegende Sid Meier hat keine Zeit, um sich auszuruhen. Quasi aus dem Nichts heraus kündigte der kreative Kopf von Firaxis Games am 19. Januar sein neuestes Schäfchen namens Sid Meier's Starships an. Erscheinen soll das Spiel am 12. März 2015 für PC, Mac und iOS-Geräte. In der uns zur Verfügung gestellten Demoversion konnten wir schon erste Eindrücke sammeln, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Neben aktuellen Screenshots aus der Demo findet ihr auch ein ausführliches Gameplayvideo in diesem Special.
Raumschiff-General 2D
Sobald ihr einen Einsatz startet, lädt Starships die taktische Kampf-Karte. Diese besteht ebenfalls aus den typischen 2D-Hexfeld-Brettern. Die jeweilige Reichweite eurer Schiffe ist weiß umrandet. Je nach Ausstattung des Schiffs verfügt ihr über unterschiedliche Aktionspunkte, die ihr für Bewegung, Drehung und Schiffsaktion einsetzt. Die taktische Komponente entsteht hauptsächlich durch auf der Karte platzierte Objekte. Asteroidenfelder dienen als Deckung und behindern die Schusslinie. Dies wirkt sich eklatant auf die Trefferchance aus. Daher gilt es, seine Schiffe möglichst gut geschützt zu positionieren, da die Pötte nicht überall gleich gut geschützt sind.
Quelle: Firaxis
Sid Meier's Starships - Die blauen Halbmond-Symbole unter den Schiffen repräsentieren die jeweilige Schildstärke. Die Heckpartie eines Raumschiffs ist besonders verwundbar.
Die Frontschilde eines Schiffs sind am stärksten, der verwundbarste Punkt ist das Heck. Erkennbar ist das an einer blauen, kreisförmigen Markierung unterhalb des Raumschiffs. Auf den Karten gibt es meistens auch Sprungtore. Wenn ein Schiff dort hineinfliegt, wird es im nächsten Zug an einem zufällig gewählten anderen Sprungtor auf der Karte wieder ausgespuckt. Inwieweit das allerdings taktisch sinnvoll ist, können wir anhand der gespielten Demo-Version noch nicht ganz nachvollziehen. Als Stratege möchte man doch schon ganz gern wissen, wo einen der nächste Zug hinführt, um nicht am Ende in einer ausweglosen Situation zu landen, die vom Zufall entschieden wurde.
Die Kämpfe gestalten sich recht kurzweilig. Euch stehen Laser, Plasmakanonen und Torpedos zur Verfügung. Obendrein lassen sich die Raumschiffe auch mit Jägerstaffeln bestücken, die ihr dann im Kampf zusätzlich einsetzen könnt. Wenn ihr eine Mission erfolgreich abschließt, erhaltet ihr beim entsprechenden Auftragsplaneten Einflusspunkte. Danach könnt ihr auf dem Planeten schon Städte bauen oder Verbesserungen vornehmen. Sobald ihr vier Einflusspunkte erreicht, schließt sich der Planet eurer Allianz an und euer Herrschaftsgebiet erweitert sich. Die benötigten Einflusspunkte erhaltet ihr entweder durch zusätzlich für diesen Planeten abgeschlossene Missionen oder ihr kauft sie mit Credits, falls euer aktueller Kontostand dies zulässt.
Das Menü-Design ist ähnlich wie bei Beyond Earth schlank gehalten und übersichtlich geraten. Dank Tooltipps und üppiger Ingame-Wiki (Kosmopädie) findet man sich recht schnell im Spiel zurecht. Grafisch wirkt Starships jedoch etwas langweiliger als Beyond Earth, was hauptsächlich der Spielfläche des kalten Weltraums geschuldet ist. Schöner hingegen sind die Planetenoberflächen – sofern man richtig nahe heranzoomt. Die Raumschiffe sind zwar schick, aber etwas detailarm designt. Beim Kampf kommt es zu cineastischen Einblendungen, wenn die Schiffe aufeinander feuern, was ganz ordentlich inszeniert ist. Auf Dauer wiederholen sich aber die nur wenig vorhandenen Kameraeinstellungen, hier dürfen die Entwickler ruhig noch nachlegen. Die Soundeffekte sind wuchtig und die Musik schön atmosphärisch.
Da die Demo-Version nur drei komplette Spielzüge erlaubt, lässt sich noch nicht abschätzen, wie anspruchsvoll und tiefgehend Starships ausfallen. Die spielbaren Mechaniken haben uns aber schon reichlich Spaß bereitet. Auch wenn die Technik und dargebotene Präsentation schon etwas angestaubt wirken, ist man aber sofort wieder im bewährten Spiel-Sog der Marke: "Ich möchte nur noch diesen einen Zug machen" gefangen und man möchte einfach weitermachen.
In diesem Artikel
Zum geplanten Spielumfang gibt es noch keine konkreten Informationen. Ebenfalls noch unklar ist, wie Starships spielerisch mit Beyond Earth verbunden wird. Ein entsprechendes Patch-Update für Beyond Earth wurde ja von Firaxis schon angekündigt. Erste Infos vom Hersteller besagen, dass Besitzer von Beyond Earth, die sich auch Starships zulegen, zusätzliche Inhalte freigeschaltet bekommen. Das können dann zum Beispiel neue Planeten und Missionen sein.
Sid Meier's Starships ist ein eher kleines Projekt, an dem neben Sid Meier nur eine Handvoll Mitarbeiter des Firaxis-Teams werkeln. Fest steht, dass Starships nicht als Vollpreisspiel, sondern für schlanke 14,99 Euro auf Steam erhältlich sein wird. Der Release ist nur in digitaler Form fpr PC, Mac und iOS-Geräte vorgesehen. Als Erscheinungsteam nennt der Hersteller den 12. März 2015.

Nur für euch Banausen:-D, oder kann man da auch als Normalo rankommen?
Aber ja, ich würde jetzt auch gerne eine Demo von Starships spielen :D
Nur für euch Banausen:-D, oder kann man da auch als Normalo rankommen?
Wasser/Land = freier Raum;
Berge/Hinternisse = Asteroiden;
Städte = Planeten.
Das Spiel mag ja interessant zu sein aber die Spielwelt/Karte ist wirklich unrealistisch und nervt mich schon beim zugucken ;(
Die ganze Präsentation und ein Teil der Spielmechanik erinnert mit zusehends an die Final Frontier Mod aus Civ4 :)
Was nur ein bisschen Schade ist, dass es keine Ladenversion erscheinen wird.