Review: Sicario

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Emily Blunt, Josh Brolin und Benicio Del Toro (v.l.n.r.) in Villeneuves packendem Thriller über den amerikanischen Drogenkriegs-Thriller.
Quelle: Studiocanal

Zwischen "Traffic" und "Zero Dark Thirty" angesiedelter Drogen-Thriller mit einer dichten Atmosphäre und packender Action.

Der Kanadier Denis Villeneuve (Prisoners) eröffnet seinen Drogenthriller mit einem Knall: Kate Macer und ihre FBI-Kollegen bergen am Stadtrand von Phoenix 40 eingemauerte Leichen, als eine Explosion einige Agenten in den Tod reißt. In der Folge schließt sich Macer einer Spezialeinheit um den CIA-Mann Graver an, die einen Drogenboss von der Grenzstadt Juárez aus in die USA überführen soll und jenseits der Gesetze operiert.

"Sicario" bedeutet im mexikanischen Jargon so viel wie "Auftragskiller", womit hier explizit auch die zwielichtigen Typen der Spezialeinheit gemeint sind. Mit Emily Blunt steht eigentlich eine starke Frauenfigur im Zentrum, die aber vornehmlich als Beobachterin agiert, während Josh Brolin und Benicio del Toro den Ton angeben. Der Fokus liegt ohnehin weniger auf der Figurenzeichnung als auf der atmosphärischen Gestaltung. Die harte Gewalt im staubigen Grenzgebiet kulminiert in zwei rauschhaften Actionszenen, die den Realismusanspruch des Films in reines Bewegungskino überführen.

Autor: Christian Horn

Wertung zu Sicario

Wertung:

8.0 /10
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