Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten
Zuweilen steuert man auch den treuen Dr. Watson.
Die Macher von Sherlock Holmes: Das Geheimnis des silbernen Ohrrings transportieren den Kult-Detektiv endlich in die dritte Dimension: In Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten blicken Sie erstmals durch die Augen des mürrischen Briten und bewegen sich per WASD-Steuerung wie in einem Ego-Shooter. Es wird aber weder gestochen noch geschossen, der Name Holmes steht auch diesmal für ein stilecht präsentiertes Adventure im London des späten 19. Jahrhunderts.
Die Handlung bietet neben dem obligatorischen Kriminalfall auch düstere Fantasy-Züge im Stil von H.P. Lovecraft und kommt dank guter Synchronsprecher und großzügig bemessener Zwischensequenzen zügig in Fahrt. Dafür hinterlässt die Steuerung gemischte Gefühle: Einerseits funktioniert die Bewegung aus der Ego-Sicht intuitiv und eine Schnellreisefunktion per Karte wurde auch implementiert, andererseits fällt das Finden von Hotspots manchmal schwer. Zwar poppt bereits aus einiger Entfernung ein Interaktionssymbol auf, doch wird dieses leicht übersehen - ein akustischer Hinweis wäre wünschenswert.
Grafisch ist Holmes leider nicht in bester Form: Charaktere und einige Texturen sind nett gestaltet, aber die kantigen, menschenleeren Levelbauten werden der sonst dichten Atmosphäre nicht gerecht. Zudem krankte unsere Testversion an leichten Soundbugs.
