Shadowgrounds
"Manche nennen es das größte Tischfeuerwerk der Welt!"
Wenn es nicht gerade darum geht, irgendwo mal das richtige Schalterchen zu drücken, ist es das höchste der Gefühle, sich den Kopf über ein defektes Stromkabel zerbrechen zu müssen. Aber das ist schon in Ordnung, schließlich geht es in erster Linie darum, die bösen Aliens möglichst hübsch um die Ecke zu bringen. Bei den Spezialeffekten hat das Spiel seine grafischen Stärken.
Die nukleare Explosion nach einem Treffer mit dem Raketenwerfer beispielsweise, bei dem das halbe Inventar, Glasscheiben und diverse Alien-Körperteile durch die Gegend fliegen, erfreut Action-Herzen. Licht- und Schatteneffekte sorgen zudem für Atmosphäre. Schade, dass triste Umgebungstexturen, nicht ganz flüssige Animationen und optisch zweitklassige Zwischensequenzen den Gesamteindruck trüben. Punkten kann Shadowgrounds dagegen beim Sound.
Nicht nur das Wummern der Waffen, die spannungsfördernde Musik und allerlei gruselige Geräusche überzeugen, auch die Sprachausgabe ist klasse. Kein Wunder, haben die Macher doch unter anderem die deutsche Stimme von Angelina Jolie für die Synchronisierung gewonnen. Held Tyler verballert übrigens über 60 reichlich sarkastische Sprüche, wenn mal wieder eine Lawine außerirdischer Ekelviecher auf ihn zurollt oder er eine neue Waffe findet. Und weil er oft auch von Nichtspielercharakteren begleitet wird, ist es wohltuend, dass die Dialoge prima rüberkommen. Ach ja, ein paar Gegnerarten mehr und eine weniger störrische Steuerung hätten uns übrigens ebenfalls gefreut ...
Mehr Spieler, mehr Spaß
Als nettes Extra bietet Shadowgrounds den kooperativen Mehrspielermodus. Allerdings müssen Sie sich mit vier Gamepads um einen PC drängen, Netzwerk- und Internetunterstützung fehlen. Trotzdem macht es Laune, den fiesen Außerirdischen gemeinsam - und so würde es Tyler ausdrücken - in die Ärsche zu treten.
