Shadow Ops: Red Mercury
In Syrien tappen wir in einen Hinterhalt. Von einem Balkon aus werden wir mit Raketen beschossen.
Das sind ja trübe Aussichten: Red Mercury ist in die Hände von Terroristen gefallen. Diese Atomwaffe im Handtaschenformat besitzt ein Vielfaches der Sprengkraft der Hiroshima-bombe. Man stelle sich nur vor, Red Mercury würde in einer Metropole gezündet. Damit es gar nicht erst so weit kommt, beauftragt die US-Regierung den Delta-Force-Soldaten Frank Hayden mit der Suche nach dem Schreckens-instrument. Die Jagd wird alles andere als ein gemütlicher Spaziergang. Gleich zu Spielbeginn schießen die Bösewichter Ihren Helikopter ab. Kugeln und Raketen pfeifen Ihnen um den Kopf, während Sie sich in der Ego-Perspektive Seite an Seite mit Ihren Kollegen - Befehle dürfen Sie wie in Call of Duty (dt.) keine geben - durch die engen Gassen einer syrischen Stadt kämpfen. Sie haben beinahe das Gefühl, den Hauptdarsteller in Ridley Scotts Blockbuster Black Hawk Down zu mimen, derart dicht ist die Atmosphäre. So weit, so gut, hätten sich die Entwickler nicht ein paar eklatante Schnitzer beim Gameplay erlaubt.
Mangelhafte KI
Die Zombie Studios lassen auf Sie Horden gehirnamputierter Soldaten los, die nur eines können: verdammt gut treffen. Da die Terroristen meist blind an festgelegte Punkte stürmen, sollten Sie möglichst schnell den Abzug betätigen. Besonders genau zielen brauchen Sie nicht. Die unpräzise Treffererkennung erinnert an die Xbox-Version. Ein Schuss in die grobe Richtung des Gegners reicht und er kippt um. Trotz alledem motiviert Shadow Ops: Red Mercury zum Weiterspielen - der kinoreif erzählten Story und den abwechslungsreichen Schauplätzen sei Dank.
