Sentinel: Verborgene Existenzen
Der junge Grabräuber Beni steckt ganz schön in der Klemme. Während eines Ausflugs in die sagenumwobenen Tastan-Höhlen kidnappen zwei Bösewichte Benis Schwester Carrie. Nur wenn er die berüchtigte Kammer Nummer 35 lebend durchquert, wollen die Entführer das Mädchen freilassen. Dummerweise ist dies bis jetzt nur einem gewissen Ramirez geglückt. Alle anderen Abenteurer kamen niemals zurück. Mit einem etwas mulmigen Gefühl in der Magengegend betreten Sie in Benis Rolle das Grab und entdecken acht Portale zu anderen Welten. Dort lösen Sie aus der Ich-Perspektive langwierige Farb- und Ton-Kombinationsrätsel im Senso-Stil, bahnen sich den Weg durch ein Labyrinth, betätigen eine Unmenge an Schaltern und setzen mit etwas Logik komplexe Maschinen in Gang. Für gestandene Myst-Fans keine große Herausforderung, zumal sich Gegenstände im Inventar nicht miteinander kombinieren lassen.
Auf Nummer Sicher
Können Sie in der Welt von Sentinel: Verborgene Existenzen sterben? Nein. Sie treffen weder auf finstere Gestalten noch tappen Sie in versteckte Fallen. Nicht einmal die niedliche Grabwächterin, die Sie alle paar Meter in gähnend langweilige Dialoge verstrickt, trachtet Ihnen nach dem Leben. Dadurch geht die anfängliche Spannung schnell den Bach runter. Viel Geduld erfordern ferner die extrem langen Fußmärsche von einem Rätsel zum nächsten. Im Gegensatz zur Myst-Serie klicken Sie sich nämlich nicht durch Standbilder, sondern spazieren in bester Ego-Shooter-Manier durch die wunderschön gerenderten 3D-Umgebungen.
