Seed
Postal
Quelle: Kinostar
Uwe Bolls neueste Figurenschöpfung: Massenmörder Max Seed
im Oktober, Schwerter des Königs - Dungeon Siege Ende November und dazwischen noch Seed: Uwe Boll haut einen Film nach dem anderen ins Kino und obwohl Fastfood manchmal ja recht gut sein kann, ist es mit der Qualität der filmischen Ergüsse des Herrn Boll leider immer noch nicht sehr weit her. Seed ist ein weiteres Machwerk jenseits von Gut und Böse, bei dem man sich fragt, welch geistige Umnachtung einen überkommen muss, um sich diesem Gewaltexzess hinzugeben.
Nach drei erfolglosen Versuchen, Massenmörder Max Seed via elektrischen Stuhl ins Jenseits zu befördern, erklärt ihn ein Arzt für tot und er wird lebendig verscharrt. Doch Seed buddelt sich aus einem eigenen Grab und nimmt Rache.
Uwe Boll lässt keine Sekunde des Streifens aus, um die Grenzen des Erträglichen zu überschreiten. Das beginnt schon mit der Eröffnungsszene, in denen lebendige Tiere zu Tode gequält werden. Übrigens keine via "Effekten" nachgestellte Szene, sondern Originalmaterial aus irgendwelchen dunklen Archiven. Wozu solche Szenen dienen sollen? Fragen Sie Herrn Boll. Sinnvoll ist bei Seed sowieso wenig, auch nicht, wenn man minutenlang dabei zusehen darf, wie der Titelheld den Kopf einer Frau mit einem Hammer malträtiert.
Boll wollte wohl in die gleiche Kerbe wie Saw oder Hostel schlagen, um auch ein Stück des lukrativen Splatter-Revivals-Kuchens abzubekommen, ist dabei aber wieder völlig übers Ziel geschossen. Erstaunlich auch Ralf Möller in der Rolle des Zigarre qualmenden Gefängnisdirektors (wohl eine Anspielung auf Gouvernator Schwarzenegger): Während er sich hierzulande immer wieder mit Feuereifer gegen ach so brutale Filme ausgesprochen hat, schlüpft er für diesen abscheulichen Uwe-Boll-Mist in eine Rolle, die nicht gerade appetitlich das Zeitliche segnet.
