Knifflige, aber ordentlich gemachte Brettspielumsetzung.
17 mit vier: Auch kurze Worte können jede Menge Punkte bringen, wenn die Multiplikatoren (blau/rot) berücksichtigt werden.
Ihr Gegner weiß alles. Sie wissen, dass er alles weiß. Sie wissen, dass Sie keine Chance haben: Es gibt zwar zehn Schwierigkeitsgrade, aber schon ab Stufe fünf sind die Computergegner einfach übermenschlich, weil sie das Wörterbuch auswendig kennen und daher aus "Gott" ein "Gotte" wird oder aus "um" ein "ums". Egal, ob Sie eine der sechs Varianten, etwa Simultan-Scrabble (beide Spieler haben stets die gleichen Buchstaben und müssen daraus Worte bilden, das höher dotierte bleibt liegen), spielen oder die Standardausführung (außerdem verfügbar: Wettkampf, Anagramm und Rätsel, Den Punkt machen und Wortwettkampf). Überall gilt: Hat man keine Lust, die Online-Wörterliste ständig zu konsultieren, stellt sich schnell Frust ein. Ganz anders sieht es gegen menschliche Widersacher aus: Dann macht Scrabble 2003 fast genauso viel Spaß wie die Brettspiel-Vorlage. Aber nur fast - einen gemütlichen Spieleabend am Wohnzimmertisch ersetzt die PC-Version nicht Glücklicherweise gibt es zwei Brettansichten, denn die standardmäßig eingestellte 3D-Sicht ist kaum zu gebrauchen, dort kann man nicht einmal die Buchstabenwerte auf Anhieb erkennen. Die Vogelperspektive ist wesentlich übersichtlicher, zumal man frei zoomen sowie das Feld hin- und herschieben kann. Für jüngere Spieler bietet Ubi Soft ein Scrabble Junior an, bei dem - flankiert von Rätseln und Geschichten - der Umgang mit Sprache geschult wird. Mit dabei ist natürlich auch eine Umsetzung des originalen Junior-Brettspiels.
