Scotland Yard
Auf dem Spielplan findet man sich nur schwer zurecht.
Jagd auf einen Unsichtbaren: Ganove Mr. X wird von bis zu fünf wahlweise menschlichen oder computergesteuerten Gegenspielern quer durch London gehetzt. Die Schwierigkeit: Der Gejagte muss nur alle paar Runden kurz seine Position enthüllen und bewegt sich sonst inkognito. Über das Spielbrett verteilen sich knapp 180 Punkte, zwischen denen Sie sich via U-Bahn, Taxi und Bus auf fest vorgegebenen Routen bewegen können. Mit ein wenig Logik lässt sich anhand der gewählten Verkehrsmittel die Position von Mr. X erraten; spielen Sie den Flüchtigen selbst, gilt es, die Züge der Jäger möglichst sicher vorauszuahnen. Geraten X und ein Agent auf dasselbe Feld, ist das Spiel vorbei. Leider entpuppt sich die PC-Umsetzung als äußerst lieblos: Ganz ohne Sprachausgabe kommt trotz genauer Regeltreue kaum Brettspiel-Atmosphäre auf. Außerdem ist der Spielplan in beiden Varianten viel zu unübersichtlich (moderner oder klassischer Look, inhaltlich gleich) - Spielfiguren und Wege sind oft nur beim zweiten Hinsehen klar erkennbar. Daran ändert auch die eingeschränkt bewegliche Kamera nichts. Einziges Plus: Die stark kombinierenden KI-Agenten. Unser Tipp: Lieber in Cola und Chips investieren - und Freunde zum Brettspiel-Abend einladen.
