Scorn in der Hands-on-Vorschau - Seite 3
Etwas Rätseln, etwas Kämpfen, ganz viel Horror: Mit diesem Mix will Scorn zum Release am 21. Oktober überzeugen. Wir haben für eine Vorschau reingespielt.
Schließlich landet dann aber eines der Eier in unserem Schiebewagen und wir können einen näheren Blick auf seinen Inhalt werfen: ein menschliches Häufchen Elend, eingequetscht in eine viel zu kleine Schale. Wimmernd. Verängstigt. Man kann quasi den Schmerz in seinen Augen sehen. Seine Existenz ist nicht mehr als eine nie enden wollende Qual. Über ein Schienennetz karren wir die Kreatur durch die Gegend. Hier und da müssen wir ein paar Weichen umstellen, das ist aber kein Hexenwerk. Am Ende erreichen wir eine Kammer, wo quasi die Extraktion unseres Testsubjekts ansteht.
In der Praxis artet das in ein absolutes Blutbad aus. Der humanoide Klumpen wird mit gnadenloser Gewalt aus seinem Panzer gekratzt, so als wolle man mit einem Melonenlöffel auch noch das letzte bisschen Fruchtfleisch rausholen. Es spritzt auch ähnlich viel rote Flüssigkeit. Wir können daher guten Gewissens attestieren: Scorn hält sich beim Gore nicht zurück. Die USK-Altersfreigabe ab 18 Jahren absolut gerechtfertigt. Die eine oder andere Szene im Spiel wird an etwas zarter Besaiteten nicht spurlos vorbeigehen. Das ist harter Tobak, Nightmare Fuel. Das kann auch mal verstörend seien.
In diesem Artikel
Quelle: Kepler Interactive
Scorn angespielt: Das First-Person-Horror-Adventure in der Vorschau. (4)
Was habe ich getan?
Besonders, wenn man von den Entwicklern danach gesagt bekommt, dass man sich das Gemetzel auch hätte sparen können, weil es eine alternative Lösung gegeben hätte! Im Spielverlauf werdet ihr nämlich immer wieder mit moralischen Entscheidungen konfrontiert, in denen ihr dann wählen müsst, wie ihr vorgehen wollt. Mit einem reinen Gewissen lässt sich Scorn aber wohl nie abschließen, da braucht ihr euch keine Illusionen machen.
Das Adventure bietet zwar verschiedene Pfade, die führen aber immer zum selben Ziel. Das Spielerlebnis ist also absolut linear. Wie ihr das große Finale nach guten sechs bis acht Stunden Spielzeit deutet, bleibt dann aber wiederum euch überlassen.
Ebb Software ließ im Gespräch durchsickern, dass man sich auf kein klassisches Ende einstellen sollte, sondern auf eines, das für jeden Spieler so ein wenig anders sein wird, je nach Interpretation des Gesehenen.
Das passt gut zum ohnehin eher unkonventionellen Ansatz des Spiels: Es gibt keine Zwischensequenzen, keine Dialoge, keine lesbaren Sammelgegenstände. Es geht vielmehr darum, die gebotenen Eindrücke zu begreifen und für sich selbst einzuordnen. Eine grundsätzlich spannende Idee, bei der man allerdings schauen muss, wie sie bei der Community ankommt.
Meinung
Die kann sich schon relativ bald selbst an Scorn versuchen. Das First-Person-Horror-Adventure erscheint bereits am 21. Oktober 2022 für den PC via Steam und Microsoft Store. Außerdem ist eine zeitlich exklusive Konsolenversion für die Xbox Series S|X geplant. Der Titel wird direkt ab Release im Game Pass enthalten sein.

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