Sacred
Für Jäger und Sammler
Der rote Schweif bedeutet: Die Vampir-Lady bewegt sich in Lichtgeschwindigkeit von einem zum anderen Punkt.
Beim Streifzug durch Ancaria kommen Ihnen fast pausenlos Monster entgegen, beispielsweise Dämonen, Kobolde oder bildschirmgroße Drachen. Alle Kreaturen lassen nach ihrem Ableben sporadisch Gegenstände fallen. Von denen gibt es rund 1.500 Stück: Da finden Sie zum Beispiel einen Säbel, der bei Benutzung die Chance erhöht, auf magische Waffen oder Gold zu stoßen. Oder Beinschienen, die den Tag ein bisschen verlängern - der Vampir-Lady wird das nicht gefallen. Waffen, Rüstungen und Schmuck, den Sie wegen der Klassenrestriktionen nicht verwenden können, verscherbeln Sie beim nächsten Händler in der Stadt für Gold. Dort stocken Sie auch Ihre Elixier-Rationen wieder auf. Beim Schmied spielen Sie den Kreativen. Manche Gegenstände lassen sich vom Handwerker gegen Bares verfeinern. Angenommen, Sie haben da diesen Ring, der den Feuerschaden um fünf Punkte erhöht. Wer mag, verbindet Schmuckstück und Waffe miteinander, die Fähigkeiten verschmelzen daraufhin. Die aus Diablo bekannten Abnutzungserscheinungen fehlen in Sacred: Waffen bleiben auch nach dem tausendsten Hieb scharf. Das Sammelfieber erreicht nicht ganz Blizzard-Niveau, dafür frustriert das Rollenspiel zu oft mit folgender Situation: Sie ziehen aus, hauen einen Fiesling nieder und freuen sich auf die Belohnung. Im Inventar stellt Ihr Kampfmagier dann fest, dass die magischen Beinschienen nur über zarte Elfenschenkel passen. Wir hätten uns ein Zufallssystem gewünscht, das die Erscheinungsrate tatsächlich benutzbarer Gegenstände begünstigt.
Level-Tretmühle und Zahlenspielerei
Einen Großteil ihrer Faszination beziehen Action-Rollenspiele aus der Verwandlung, die Spielfiguren durchmachen: Schwächliche Kämpfer wachsen allmählich zu Helden mit gottgleichen Fähigkeiten heran. Sacred trifft diesen Nerv. Beim Stufenanstieg (der Maximal-Level lautet übrigens: unbegrenzt) schalten Sie in den Statusbildschirm, reiben sich die Hände und überlegen: Wie verteile ich meine Punkte am besten? Für Kämpfer empfiehlt sich ein hoher Wert an "physischer Regeneration", der die Geschwindigkeit beeinflusst, mit der sich Ihr Charakter erholt. Zauberer kümmern sich stattdessen um die "mentale Regeneration". Mana heißt in Sacred Konzentration und steht für die Pausen zwischen Zaubersprüchen. Nach jeder Spezialfähigkeit folgt eine Abkühlphase, deren Dauer sich verkürzen lässt, je mehr Punkte Sie in die entsprechende Kategorie investieren. Ihre Fertigkeiten verbessern Sie auch durch die Anwendung von Runen, die Monster in unregelmäßigen Abständen hinterlassen. Beim Hexenmeister in der Stadt tauschen Sie besagte Runen um, etwa wenn Sie eine ganz bestimmte brauchen. Dort stellen Sie auch bis zu vier Kombo-Angriffe zusammen. Damit lassen sich Spezialfähigkeiten verbinden, etwa: einen Bannkreis sprechen, der die Gegner in ein imaginäres Gefängnis steckt, dann Meteoriten in die Fläche hageln lassen. Es gibt zwar viele Verbindungsmöglichkeiten, doch nur wenige machen Sinn. In heiklen Situationen ist ein gut getimter Kombo-Trick Ihr Lebensretter.
Einfache Heldenarbeit
Die Jobs, die Sie in Sacred als Held annehmen, verlangen nicht nach einem Diplom. Meistens bestehen Ihre Aufträge darin, von A nach B zu rennen. Sie spüren Vermisste auf, übermitteln Botschaften, erledigen Banditenanführer und spielen den Laufburschen. Häufig schließt sich Ihnen ein NPC an, der für die Dauer des Auftrags an Ihrer Seite kämpft. Praktisch: Wenn Ihr Kollege ein Monster killt, kriegen Sie trotzdem Erfahrungspunkte. Ein Abstecher in gefährlichere, optionale Gebiete lohnt sich also vor allem dann, wenn Sie in Gesellschaft sind. Als außerordentlich komfortabel, ja als fast zu bequem hat sich der Kompass am unteren Bildschirmrand erwiesen: Zwei Pfeile (einer für Neben-, einer für Hauptquests) deuten stets in die Zielrichtung. Wer sich in Ancaria verläuft, der verirrt sich auch in einem Fahrstuhl. Alles ist auf Zugänglichkeit getrimmt. Das wird Einsteiger freuen, für Profis sind die ersten Spielstunden aber keine Herausforderung. Unsere Empfehlung lautet deshalb: gleich im härteren Schwierigkeitsgrad loslegen. Insgesamt soll es vier Stufen geben, von denen die letzten beiden erst nach dem Durchspielen zugänglich
werden.

Nich' gerade Oldie-Pc...
Weiss da jemand was genaueres?
Ausserdem finde ich es Kacke, dass hier nur 4 Screenshots zu sehen sind... ein paar mehr hätten's wirklich sein sollen, gerade für ein so lang ersehntes Spiel...