Roncalli Zirkus Tycoon
Bereits im Frühsommer als Shrine Circus Tycoon in den USA veröffentlicht, schwappt der mit mäßigen Kritiken bedachte Zirkus-Manager pünktlich zum Weihnachtsgeschäft über den großen Teich nach Deutschland.
Öde Kampagne
Zu Spielbeginn wählen Sie zwischen einem freien Spiel mit variablen Startbedingungen oder der Kampagne. In 15 wenig abwechslungsreichen Missionen gilt es unter anderem, eine bestimmte Anzahl von Artisten unter Vertrag zu nehmen, mindestens zwei Tiernummern aufzuführen, 500 Besucher in zwei Wochen anzulocken oder einfach nur einen festgelegten Geldbetrag zu erwirtschaften. Wie es sich für einen Zirkus gehört, nehmen Sie Ihr komplettes Equipment von Mission zu Mission mit, anstatt immer wieder bei null zu beginnen. Neben dem in unterschiedlichen Größen erhältlichen Zelt umfasst Ihr Wanderzirkus Wohnwagen für Hochseilartisten, Clowns und Dompteure sowie einige Imbissbuden und kurioserweise auch Achterbahnen oder Riesenräder, die Sie neben Ihrer Manege platzieren. Deren Eintrittspreise können Sie wie die der Zirkusvorführungen zwar festlegen, eine detaillierte Finanzübersicht mit einer Aufdröselung aller Einnahmen und Ausgaben sucht man jedoch vergebens. Somit lässt sich nur schätzen, wie viel Kohle für Tiervorstellungen draufgeht oder was ein ausverkauftes Zelt einbringt. Das Besucher-Feedback ist ebenfalls dürftig: Welche Nummer besonders gut ankommt oder was fehlt, erfährt man praktisch nie. Noch enttäuschender als der minimalistische Wirtschaftspart ist die detailarme, unübersichtliche und technisch völlig veraltete 2D-Optik.
