Roman J. Israel, Esq.: Filmrezension zum Juristendrama mit Denzel Washington
Colin Farrell, Denzel Washington und Carmen Ejogo geben sich in "Roman J. Israel, Esq." die Ehre. Bei dem dramatischen Juristenthriller führt kein anderer Regie als Dan Gilroy, der mit seinem Film "Nightcrawler" (2014) eigentlich gezeigt hat, dass er das Genre beherrscht. Dieses Werk übt Kritik an dem überlasteten Strafsystem von Los Angeles mit Washington in der Rolle des Roman J. Israel, eines idealistischen und ambitionierten Strafverteidigers, der die Tragweite der Ungerechtigkeit am eigenen Leib erfahren muss.
Nach dem Tod seines Mentors und Arbeitgebers werden die Kanzlei und alle Fälle des Rechtsanwaltes Roman J. Israel von einen größeren Firma übernommen. Der geniale, aber eigenbrötlerische Roman hat schon lange keinen Fall übernommen und arbeitete vor allem hinter den Kulissen, um das Justizsystem umzukrempeln. Damit eckt er bei seinem neuen Arbeitgeber immer wieder an. Eines Tages trifft Roman eine folgenschwere Entscheidung, die sein Leben und seine gesamte Arbeit kompromittieren könnte.
Regisseur Dan Gilroy beginnt sein Juristendrama vielversprechend, schnell ist aber kaum noch deutlich, was für eine Geschichte er eigentlich erzählen möchte. Die Erzählung über einen Mann, der sich in einem vermeintlich korrupten Beruf verliert, wird unter Nebenhandlungen begraben. Auch Denzel Washington verliert sich in einer Reihe von nervösen und exzentrischen Ticks, die mehr ablenken und frustrieren, als der Figur interessante Facetten zu verleihen.
Fazit:
Ein potenziell packendes Justizdrama geht in einem unfokussierten Drehbuch und überzogenen Schauspiel unter.
