GTA 6: Rockstar Games nach Entlassungen mitten in einem politischen Streit

0
News David Fabricius - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
GTA 6: Rockstar Games nach Entlassungen mitten in einem politischen Streit
Quelle: Rockstar Games

Der Streit um angebliches "Union Busting" bei Rockstar Games erreicht eine neue Etappe. Mehrere Labour-Abgeordnete werfen dem Studio hinter GTA 6 einiges vor.

Die Diskussionen rund um die umstrittenen Entlassungen bei Rockstar Games reißen nicht ab. Nachdem bereits Gewerkschaften und Mitarbeiter Kritik geäußert hatten, geben inzwischen mehrere schottische Labour-Abgeordnete ihren Senf dazu. Sie werfen dem Studio vor, rechtliche Verfahren nicht ausreichend zu unterstützen und betroffene Mitarbeiter unfair behandelt zu haben. Zwar hat Rockstar rechtlich zu kämpfen, aber das hält die Gerüchteküche nicht auf. Ein Comeback von GTA 4, Bully und Midnight Club könnte wahr werden.

GTA-6-Studio: Der Streit um die Entlassungen geht weiter

Auslöser der Diskussion waren mehrere Entlassungen im vergangenen Oktober. Viele Beobachter vermuteten damals sogenanntes "Union Busting", also Maßnahmen gegen gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte. Rockstar erklärte hingegen, die betroffenen Mitarbeiter seien wegen groben Fehlverhaltens entlassen worden.

Kurz darauf reichte die Gewerkschaft Independent Workers' Union of Great Britain Klage gegen das Unternehmen ein. Dabei verwies sie erneut darauf, dass die entlassenen Personen Gewerkschaftsmitglieder gewesen seien.

Im November unterzeichneten außerdem mehr als 200 Mitarbeiter von Rockstar North einen offenen Brief an das Management. Darin kritisierten sie das Vorgehen des Studios. Inzwischen beschäftigt der Fall sogar die britische Politik. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Entlassungen bereits im Dezember als "zutiefst besorgniserregend".

Abgeordnete werfen Rockstar mangelnde Transparenz vor

Mehrere Labour-Abgeordnete fordern nun öffentlich mehr Kooperation von Rockstar Games. Laut Angaben der Gewerkschaft habe das Studio grundlegende Offenlegungsanfragen nicht beantwortet und wichtige Untersuchungsberichte nicht vollständig vorgelegt. Zusätzlich sollen betroffenen Mitarbeitern Berufungsverfahren verweigert worden sein. Chris Murray erklärte, er habe bereits nach Gesprächen mit den Betroffenen Zweifel an den Motiven und dem Vorgehen Rockstars gehabt. Richtig schwer wiege für ihn, dass manche ehemalige Mitarbeiter nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch ihre finanzielle Sicherheit verloren hätten. Einer der Betroffenen habe das Land verlassen müssen, nachdem sein Visumsponsor weggefallen sei.

Auch Tracy Gilbert kritisierte das Verhalten des Unternehmens scharf. Jeder Arbeitnehmer habe das Recht auf ein faires Verfahren und darauf, angehört zu werden. Scott Arthur wiederum verwies darauf, dass Rockstar gegenüber Politikern ursprünglich erklärt habe, Mitarbeiter offen und fair behandeln zu wollen. Die Aussagen ehemaliger Beschäftigter reißen dagegen ein raueres Bild auf. Außerdem erinnerte Arthur daran, dass die britische Regierung derzeit eine umfangreiche Stärkung von Arbeitnehmerrechten vorbereite. Darum müsse gegen mögliche unfaire Arbeitspraktiken konsequent vorgegangen werden. Rockstar Games selbst äußerte sich bislang nicht ausführlicher zu den neuen Vorwürfen. Der Rechtsstreit läuft weiterhin. Was sagt ihr dazu?

Quelle: Eurogamer

0
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk