RoboCop Rogue City gespielt: Gewalt, wir brauchen mehr Gewalt!

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Special Antonia Dreßler - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 35,99 €
RoboCop Rogue City gespielt: Gewalt, wir brauchen mehr Gewalt!
Quelle: Nacon

Das polnische Entwicklerstudio Teyon weiß genau, was Robocop: Rogue City sein soll - und was nicht. Wir haben es bereits gespielt!

Knöllchen fürs Falschparken verteilen, Drogendeals stoppen und ganze Terrorzellen zerschlagen - vermutlich der ganz normale Alltag für einen Straßen-Vollzugbeamten in Detroit. Kombiniert man nun ein derart profanes Polizistenleben mit den Fähigkeiten und dem Aussehen eines Cyborgs, dann erhält man Robocop! Der Hype um den legendären Helden der 80er-Jahre ist mittlerweile zwar abgeklungen, aber bis dahin prägten die Filme eine ganze Generation. Mit Jahrgang 1996 gehen popkulturellen Anspielungen auf die Helden von damals oft an mir vorbei, denn wenn ich Filme aus den 80ern sehen will, muss ich sie aktiv nachholen. Glücklicherweise gehört RoboCop zu den Filmen, bei denen ich das getan habe, denn so kann ich das gleichnamige Spiel der Polnischen Entwickler Teyon erst richtig wertschätzen.

Bereits die ersten Trailer sahen vielversprechend aus. Vielleicht sogar etwas zu gut, immerhin handelt es sich um eine Double-A-Produktion, in der nicht das größte Budget steckt. Eine tolle Grafik weckt in mir also den Verdacht, dass an anderen Stellen gespart wurde. Zusätzlich ist Teyon auch kein allzu bekanntes Studio - obwohl es durchaus Erfahrung im Bereich Spielumsetzung alter Klassiker hat.

Das aber mit durchwachsenen Ergebnissen, denn Rambo: The Videogame war ein Fiasko, während Terminator: Resistance als eindimensionaler Shooter immerhin den Geist der Terminator-Reihe gut einfing.

Glücklicherweise kann ich direkt Entwarnung geben und sagen, dass RoboCop: Rogue City (jetzt kaufen 26,90 € / 35,99 € ) eine Schippe drauflegt und Fans von Storyshootern und des 80er-Jahre-Cyborgs gleichermaßen auf ihre Kosten kommen dürften.

Zeitlich zwischen dem zweiten und dritten Film angesiedelt, erzählt das Spiel seine eigene Geschichte auf den Straßen Detroits. In der metalgepanzerten Haut von Robocop Murphy soll ich einer Drogenbande Einhalt gebieten und die öffentliche Ordnung aufrechterhalten und werde ähnlich wie im Film mit Flashbacks meines ehemaligen Familienlebens geplagt.

Ohne wenigstens den ersten Film gesehen zu haben, ergibt das alles wahrscheinlich nicht so wahnsinnig viel Sinn, dürfte aber dennoch funktionieren, wenn auch nicht ansatzweise so gut.

Nichts Halbes und nichts Ganzes

In einem Spagat aus linearem Leveldesign und Open World bewege ich mich zwischen abgeschlossenen Abschnitten immer wieder vergleichsweise frei durch die dreckigen Straßen der Amerikanischen Industriestadt und kann dort neben der Kampagne auch weiteren Nebenaktivitäten nachgehen. Was mir direkt auffällt, ist das dynamische Verhalten der Stadtbewohner.

Schon beim ersten Betreten von Detroit bemerke ich ein paar Streithähne vor einem Ladengeschäft - das Radio ist zu laut eingestellt. Und was ich zunächst als stimmige Atmosphäre abtue, reizt mich am Ende doch genug, um mir die vermeintliche Kulisse einmal näher anzusehen.

Robocop: Rogue City Quelle: Nacon Positiv überrascht bin ich bereits, als mir die Blicke der NPC folgen, sobald ich mich in deren Sichtfeld bewege. Was wie selbstverständlich klingt, bekommen teilweise nicht mal Blockbuster-Produktionen hin. Dass ich mich in den Streit sogar einmischen und die Szene zu einem Abschluss bringen kann - damit habe ich allerdings nicht gerechnet.

Ähnlich immersiv geht es dann auch weiter durch die Stadt, und so triggere ich mehrere kleine Missionen und kümmere mich um Gesetz und Ordnung, bis mich der Zeitdruck hinter der Anspielmöglichkeit zwingt, endlich der Hauptmission Aufmerksamkeit zu schenken.

Dabei bin ich mir nicht zu schade, Strafzettel an Falschparker zu verteilen und jugendlichen Vandalen eine ernste Verwarnung auszusprechen, und wenn es hart auf hart kommt, schieße ich auch ein paar bewaffnete Banditen über den Haufen.

Bildergalerie

Oft habe ich sogar die Wahl, wie ich den Situationen begegne. Mitunter abhängig von meinen verteilten Skillpoints habe ich mehr oder weniger Optionen, um einen Dialog oder eine Mission zu Ende zu bringen. Die auffälligen Parallelen zu Fallout 3 sind, wie ich auf meine Nachfrage hin erfahre, tatsächlich gewollt. Und sie tragen positiv zur Spielwelt bei, ohne einen zu erschlagen.

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MP849 NPC
        Zitat von ZAM
        Die aber ab gut 30% des Spiels schon komplett vorhersehbar war :-D
        Hatte trotzdem meinen Spaß, auch wenn die Terminator gefühlt nur Kanonenfutter waren.
        Zu Release war die Gegner-KI broken, erst mit späteren Patches wurde das Spiel um einiges schwerer, und man mußte je nach Schwierigkeitsgrad gut mit den Ressourcen, Munition und Medkits haushalten.

        Hoffe das Spiel kommt auch auf GOG, nicht nur im Epic Store / Steam, Terminator Resistance gibts doch auch auf GOG...
      • Von MP849 NPC
        Zitat von ZAM
        Die aber ab gut 30% des Spiels schon komplett vorhersehbar war :-D
        Hatte trotzdem meinen Spaß, auch wenn die Terminator gefühlt nur Kanonenfutter waren.
        Zu Release war die Gegner-KI broken, erst mit späteren Patches wurde das Spiel um einiges schwerer, und man mußte je nach Schwierigkeitsgrad gut mit den Ressourcen, Munition und Medkits haushalten.

        Hoffe das Spiel kommt auch auf GOG, nicht nur im Epic Store / Steam, Terminator Resistance gibts doch auch auf GOG...
      • Von Skullverton Mitglied
        Zitat von Toni
        So wie ich es im Gespräch mit Game Driector Peter Latocha verstanden habe, gibt es nur eine englische Sprachausgabe mit weiteren Textausgaben, wo auch Deutsch zugehören wird. Zumindest habe ich mir das aufgeschrieben, aber nagel mich da nicht drauf fest^^

        Bedauerlich. Aber okay, wieder Geld gespart.
      • Von Toni Autorin
        Zitat von DarkEmpireRemix
        Ich frage trotz Artikel noch einmal die Autorin wie es sich denn spielt? Das eher stärkere Autoaim mal beiseite, ist halt Robocop, aber: Wie du bereits geschrieben hast läuft er bekanntlich ja eher gemächlich. Macht das dennoch was her, also haben sie es dennoch geschafft das das Gameplay hier "Spaß" macht? Oder wirkt es dadurch nicht eher wie ein Railshooter?
        Ich habe schon im Spiel ein bisschen die Umgebung genutzt, also mich mal hinter eine Säule gestellt, um dem Beschuss auszuweichen, aber ja: Viel movement darf man vermutlich nicht erwarten. Allerdings habe ich ja in den Anfang der Story gespielt und ich kann nicht ausschließen, dass es im Spiel Perks gibt, die man freischaltet, die vielleicht auch soetwas wie einen Boost erlauben. Wie ein Railshooter hat es sich aber dennoch nicht angefühlt. Es ist zwar sehr linear, aber durch die offenen Weltabschnitte und die Möglichkeit auch (im eingeschränkten Rahmen) zu erkunden, balanciert sich das ganz gut aus. Ob der Eindruck sich durch das gesamte Spiel trägt, bleibt aber dann dem Urteil des Testers überlassen :D
        Zitat von Skullverton
        Mit dt. Voice-Over?
        So wie ich es im Gespräch mit Game Driector Peter Latocha verstanden habe, gibt es nur eine englische Sprachausgabe mit weiteren Textausgaben, wo auch Deutsch zugehören wird. Zumindest habe ich mir das aufgeschrieben, aber nagel mich da nicht drauf fest^^
        Zitat von OliR
        Mich würde interessieren wie die Demo so lief, vor allem auf nicht-high-end PCs. Oder war es eine Konsolen-Demo?
        Sie hatte ein paar Probleme bei mir mit Framerate einbrüchen, was aber das Gameplay nicht beeinflusst hat. Die genauen Specs des Rechners habe ich nicht gesagt bekommen (das wissen die Leute bei den Gameplay-Präsentationen nämlich meistens auch nicht wirklich), aber es war wohl ein "guter" PC
        Als ich nachgefragt habe, wurde mich aber mitgeteilt, dass Robocop einiges an Leistung einfordert, eben durch die Unreal Enginge 5 und sich daraus ergebenden Spielereien, wie dass es kein Backroom Lightning gibt, sondern alle Lichtquellen dynamisch in Echtzeit errechnet werden
      • Von Daggy82 NPC
        Zitat von Bast3l
        Klingt erstmal interessant weil ROBOCOP :-D

        Werde ich mir auf jeden Fall mal antun!

        Dat heisst ugs. "Knöllchen"
        Auf jeden Fall, ROBOCOP!!!!!!!

        Das waren doch die gleichen Jungs die das Terminator Game gemacht haben und das war als Tip wirklich großartig als Fan . Wenn das Robocop Game nur annähernd so gut wird wie das Terminator Spiel wird´s sehr geil.
      • Von ZAM Redakteur
        Zitat von MatSch
        mit einer guten Story.
        Die aber ab gut 30% des Spiels schon komplett vorhersehbar war :-D
        Hatte trotzdem meinen Spaß, auch wenn die Terminator gefühlt nur Kanonenfutter waren.
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