Robin Hood: Filmrezension zur Neuverfilmung des Klassikers
110 Jahre nach der ersten Robin-Hood-Verfilmung kommt mit Otto Bathurst eine weitere Version des Helden mit Pfeil und Bogen in die Kinos. In die Rolle des Adeligen Robin von Locksley schlüpft Kingsman Taron Egerton, der Grund für den verzögerten Beginn der Dreharbeiten war. Obwohl Egerton noch mit "Kingsman: The Golden Circle" beschäftigt war, wollte Bathurst ihn unbedingt für die Rolle haben und schob die Produktion auf.
Die Geschichte von Robin Hood (jetzt kaufen 25,00 € ) ist hinlänglich bekannt. Dem sagenhaften Helden aus Sherwood Forest, der dafür sorgt, dass es gerechter zugeht, weil er das von den Reichen Geraubte den Armen gibt, wird seit mehr als hundert Jahren in Filmen und Serien ein Denkmal gesetzt. Wahrscheinlich deshalb sollte die Geschichte diesmal besonders modern erzählt werden.
Und so erinnert der mittelalterliche Kreuzzug an aktuelle Kriegsgeschehen im Nahen Osten, statt Strumpfhosen trägt der zeitgemäße Robin Hoodie und Steppjacke und die Rede des Sheriffs von Nottingham an sein Volk könnte auch von heutigen Populisten stammen. Dummerweise wird das alles weitgehend humorfrei zusammengewürfelt, so dass der Plot genauso uninspiriert wirkt wie die vielen Actionsequenzen in Zeitlupe. Und Taron Egerton in der Titelrolle? Ein bisschen bubihaft und schon sehr Batman-like - aber damit auch nicht die schlechteste Wahl, um ein Publikum anzusprechen, das mit Superhelden groß geworden ist.
FAZIT: Diese Neuinterpretation ist weder spannend noch unterhaltsam, sondern nur gewollt witzig und angestrengt originell.

Zuerst einmal wusste niemand, was das so wirklich sein sollte und erst als dann Locksley genannt wurde, konnte man erahnen, was das wohl sein soll.
Ich werde mir den FIlm ganz sicher nicht im Kino anschauen. Viel zu viel verwirrende Action und der Humor passte so gar nicht zu meinem Geschmack.