Rise of the Argonauts-Test: Heldensage oder Gute-Nacht-Geschichte?
Manche Levels sind deutlich schöner gelungen als andere – dieser hübsch ausgeleuchtete Garten zählt zu den guten Beispielen.
Etwas Tiefgang wartet in der interessanten, rollenspielartigen Charakterentwicklung: Nicht die üblichen Erfahrungspunkte, sondern sogenannte Heldentaten dienen Jasons Fertigkeitenausbau. Die nötigen Voraussetzungen erfüllt man im Vorbeigehen: Zwanzig Gegner des gleichen Typs besiegen, eine Nebenquest abschließen, einen Zauber mehrmals benutzen - schon wird eine Heldentat als gemeistert abgespeichert. Sodann kann man in vier Talentbäumen - jeder steht für eine griechische Gottheit - neue Fähigkeiten freischalten.
Aufgrund des linearen Leveldesigns ist es kaum möglich, eine Heldentat zu verpassen, dadurch verliert dieses System wieder etwas an Tiefe. Grundsätzlich ist es jedoch eine schöne Abwechslung zu den rollenspieltypischen Erfahrungspunkten. Einen Kritikpunkt haben wir aber noch: Wichtige Menüs für Attribute und die Übersichtskarte muss man umständlich über den Hauptmenübildschirm aufrufen, es gibt keine Schnelltaste dafür. Blöd.
Da es nur zwei Angriffsarten gibt, arten die nett animierten Gefechte oft in wildes Dauergeklicke aus.
Unreal Engine 3 hin oder her, Rise of the Argonauts ist grafisch nicht mehr als "okay". Die übertrieben muskulösen Charaktere leiden beispielsweise unter so manch holpriger Animation und einer gefühlsentleerten Mimik, sind dafür aber meist sehr gut texturiert. Auch die Umgebungen könnten schöner sein: Tempel und Paläste, Dschungel und Höhlen - das sind meist unspektakuläre Levelbauten mit wenig Schaueffekt.
Die Wasserdarstellung enttäuscht, Bäume sehen aus wie aus Pappkartons ausgeschnitten und bei der Berechnung sehenswerter Lichteffekte hält sich das Spiel auch vornehm zurück. Komplett hässlich ist es keineswegs, nein, doch die Grafik folgt scheinbar dem gleichen Grundsatz wie der Rest des Spiels: Bloß keine Highlights liefern!
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hey das spiel verdient min 80 punkte!!!!
einfach geil!!!
ich habe es erst gerade durdchgezockt in
ca 12 stunden am stück :D
spielspass 8
sound 8.5
gameplay 8
schwierigkeitsgrad 10
geschichte 8
spielefreiheit 7
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49/60 punkten
ein gelungenes und rundes spiel ohne 0815 klassen,rassen,geschichte, die auf griechischen mythiologie basiert
für alle action rpg fans Zugreifen und durchspielen
Aber Dragon Age wird schon das Highlight werden. Wenns dann nach 5 Jahren Entwicklung auch wirklich kommt, mach ich n fass auf.
Was mich erstaunt ist die im Test beschriebene Emotions- und Lieblosigkeit. Ich war auf der diesjährigen Games Convention in einer Preview-Veranstaltung für RotA und da war ein (unglaublich schnell sprechender) Amerikaner vom Entwicklerteam, der mit einer derart ansteckenden Begeisterung das Spiel vorstellte, dass man davon ausging, dass es nur gut werden KANN, dass die Entwickler mit vollem Herzblut bei der Sache SIND! Und jetzt sowas... mal wieder typisch amerikanisches Marketing-Blabla. Ich sag nur Hellgate: London oder Spore. Nee, da bleib ich lieber bei Sacred 2/ Diablo 2/ Titan Quest und schiele in Richtung Diablo 3. DAS sind mal Action-RPG's! :-X
Schade, hatte mir von RotA mehr versprochen, zumindest 80 % und einen RPG - Anteil, der dem Titel zumindest einen Action - CRPG - Titel eingebracht hätte. Na ja, hoffe, dass es eine Demo gibt, denn ich würde mir doch gerne einen Eindruck verschaffen.
Aber zum Glück ist auch 2008 wieder ein gutes CRPG - Jahr geworden. Mit Fallout 3 liegt ein echtes Highlight vor, an welchem ich immer noch sitze. Sehr gut gelungen ist wohl ME, gut gelungen sind Drakensang und Sacred 2. Für RotA wäre da wohl nur noch wenig Platz gewesen.