Richard Garriott: Lord British und die Reise in den Weltraum
Schicker Helm...
1982 wechselten die Publishing-Rechte für kurze Zeit zu Sierra On-Line. Es folgten Streitigkeiten und ein großer Schritt für den damals 23-Jährigen Der Herr der Ringe-Fan. Garriott gründete, zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder, die Firma Origin Systems - Entwicklerstudio und Vermarkter in einem. Um die Spiele kümmerte sich Richard, um die Finanzen sein Bruder Robert. "Mit Zahlen habe ich absolut nichts am Hut. Ich war und bin sehr froh, Robert an meiner Seite zu haben." In den Folgejahren entwickelte Garriott neun Ultima-Ableger, während Origin Systems zu einem der einflussreichsten Entwicklerstudios avancierte.
Zu Beginn des Jahres 1992 stand Origin einer finanziellen Krise gegenüber: Damals waren Disketten weit verbreitete Datenträger, nicht gerade billig, 70 Cent pro Stück. Origin Spiele waren komplex und groß, sie benötigten viele Disketten, belegten viel Speicherplatz. Gleichzeitig brachen sowohl der Apple 2, als auch der Commodore 64-Markt zusammen. Beides Plattformen, für die Origin primär entwickelte. Garriott programmierte nicht zuerst für den IBM-PC, "ein schrecklicher Fehler", wie er heute eingesteht.
Ende 1992 verkaufte Garriott an Electronic Arts. Origin behielt sowohl seinen Namen, als auch seine Mitarbeiter. Nichtsdestotrotz schien der EA'sche Einfluss kein guter zu sein, denn die spielerische Qualität von Ultima nahm stetig ab, zugunsten von sehr guter Grafik, neuer Prioritäten in Form von Ultima Online und einhergehend mit der Prognose des kommerziellen Erfolges. Aber auch der blieb weitestgehend aus, was Electronic Arts im Jahr 2004 zur Schließung des Studios verleitete. Garriot verließ das sinkende Schiff bereits vier Jahre zuvor.
Über einen kurzen Zeitraum widmete er sich primär seinen durchaus extravaganten Hobbys, wie dem Sammeln von Zaubergegenständen, der Zauberei an sich und dem Einbau von Fallen und Geheimgängen in sein Anwesen, der Britannia Manor, auf einem Hügel in Austin Texas, benannt nach dem Schloss von Lord British aus Ultima.
Aber auch der Sport kam nicht zu kurz: Garriott boxte selbst (nur um sich fit zu halten) und unterstütze tatkräftig seinen Freund Jesús Chávez, einen professionellen Boxer.
Im April 2000 wandte er sich wieder der Entwicklung von Spielen zu und gründete das Studio Destination Games, kurze Zeit später strebte er eine Partnerschaft mit NCSoft an, einem süd-koreanischen Entwicklerstudio und Publisher. Seitdem entwickelte er ausschließlich MMORPGs, darunter City of Heroes (2004) und Tabula Rasa (2007). In Letzterem verewigte er sich als General British.
Jetzt sind es nur noch vier Monate, bis er mit einer Rakete ins All geschossen wird. Er wäre der sechste Weltraum-Tourist und der zweite Garriott, der die irdischen Grenzen überwindet. Ein Abenteuer, es könnte verrückter kaum sein.
Es macht Spass den Artikel zu lesen, die Anekdoten über Molyneux sind gut platziert, wenn ihr mehr Artikel mit Anekdoten bringt, habt ihr einen zufriedenen Artikel-Leser mehr. :-)
(wow, drei mal das Wort Artikel in einem Satz... :ugly: )
"Ich hab Dir ja gesagt, es heißt ASTRONAUT!"
Ok ok, 2 gegen einen - ich gebe mich geschlagen - sein Vater war Nasa-Astronaut :-D
Eggard, die Russen kommen! :D
Naja, der Mann hats halt geschafft. Mal sehen ob er sich diesmal wieder zu nahe an die Sonne heranwagt wie mit Tabula Rasa. ;)