Resogun im Test: Grafik-Overkill mit Voxel-Power
Ein vermeintlich kleiner PSN-Titel steht im Spotlight des Launch-Line-Ups. Resogun ist ein optisch eindrucksvolles Shoot 'em Up, das sich frischgebackene PS4-Besitzer auf jeden Fall ansehen sollten.
Wenn es auf der Playstation 4 optisch eindrucksvoll sein soll, denken die meisten Spieler eher an Killzone: Shadow Fall. So ungewöhnlich es klingt, aber der Science-Fiction-Arcade-Shooter Resogun kann sich grafisch durchaus mit den Toptiteln dieses Konsolen-Launchs messen und einige sogar überflügeln.
Mit drei unterschiedlichen Schiffen schießt ihr euch in 2D-Manier durch (leider) nur fünf Level, die in einer Zylinderform aufgebaut sind. Dabei könnt ihr lediglich zur Seite schießen und dürft euch nicht von oben oder unten von Gegnern umzingeln lassen. Während ihr anfangs noch mit eher passiven Feindschiffen kämpft, die kaum Möglichkeiten haben euch anzugreifen, wird das Spiel schnell deutlich schwerer und fordert von euch einiges an Geschick. Die Gegner erscheinen immer in Gruppen des gleichen Typs und in Form von Angriffswellen, was ab Level zwei schon zu einer optischen und akustischen Überladung bei einigen Spielern führen könnte: Überall sind Lichtblitze, zehntausende Partikel in Voxel-Grafik fliegen durch die Gegend und im Hintergrund dröhnt ein hämmernder Elektro-Soundtrack.
Als ob das alles nicht schon genug wäre, habt ihr noch drei Fähigkeiten, die den Effekt-Counter in die Höhe schnellen lassen. Neben einer Genre-typischen Bombe, die den Bildschirm von Gegnern befreit, könnt ihr noch mittels eines Boosts durch die Gegner brettern wie ein heißes Messer durch Butter. Noch beeindruckender ist aber die Überladung – das ganze Spiel läuft in Ultra-Zeitlupe und ein Blitzstrahl schießt aus eurem Schiff, um alle Gegner in der Umgebung zu grillen.
Punkte-Kombo
Natürlich könnt ihr diese Fähigkeiten nicht ständig einsetzen, sondern müsst sie aufladen, oder im Fall der Bombe verdienen. Das könnt ihr, indem ihr den Multiplikator in die Höhe treibt oder Menschen rettet. Pro Level insgesamt zehn an der Zahl, müsst ihr die grünen Männchen durch die Zerstörung von grün schimmernden Gegnern aus ihren Käfigen befreien und dann zu einer Station transportieren, bevor eure Schützlinge von einem Feindschiff entführt werden. Nebenbei verdient und findet ihr auch noch Waffenupgrades, die je nach Schiff beispielsweise eure Zielsuch-Raketen verbessern oder mehr Laser zu eurer Standardwaffe hinzufügen. Außerdem erhaltet ihr dabei auch Leben, die dann abgezogen werden, wenn euer Schiff zerstört wird. Sinn des Spiels ist es natürlich, die Highscores in der Bestenliste zu schlagen, und dazu treibt euch Resogun auch durch seine beeindruckende Optik, fantastischen Sound und herausforderndes Gameplay – Frustresistenz und Neigung zum Genre vorausgesetzt.
