Resident Evil Revelations im Kurz-Test: Solide PS4-Umsetzung
Resident Evil: Revelations im Kurz-Test für PS4 und Xbox One: Angepasste HD-Grafik, optimierte Steuerung für das leicht angestaubte Resi-Abenteuer - wir haben die PlayStation 4-Version unter der Lupe genommen und verraten euch, ob sich das Abenteuer auch für die mittlerweile aktuellen Konsolen lohnt.
Ursprünglich auf dem Nintendo 3DS 2012 erschienen, veröffentlicht Hersteller Capcom das Abenteuer nach dem Xbox 360-, PS3- und PC-Remake nun auch für die aktuellen Konsolen PS4 und Xbox One. Wir haben das Abenteuer in einem Kurz-Test unter die Lupe genommen und verraten euch Details zur technischen Umsetzung sowie unsere Spieleindrücke. Für ausführliche Details zur Geschiche, dem Gameplay und weitere Infos empfehlen wir euch unseren Test zu Resident Evil: Revelations im Zuge des PC-Releases. Inhaltlich unterscheidet sich das Spiel bis auf eine neue Map für den Raubzug-Modus und den DLC-Inhalten als Ingame-Boni nicht vom damaligen Remake für PC, PlayStation 3 oder PC.
Unser Tester Peter Bathge vergab vor vier Jahren eine Spielspaß-Wertung von 71 Prozent für Resident Evil: Revelations auf dem PC. In der uns aktuell zur Verfügung gestellten PS4-Version fällt gleich zu Beginn auf: Neben einigen Texturen wurde auch die in der PC- sowie Last-Gen-Fassung teils behäbige Steuerung angepasst. Drehungen nach hinten oder das Ausweichen durch eine Änderung Stickrichtung und einen Druck auf die X-Taste funktionieren deutlich präziser als per Gamepad in der PC-Version. In diesem Kurz-Test erhaltet ihr eine Einschätzung zur kommenden Version für PlayStation 4.
Typische Resident Evil-Geschichte
Quelle: Computec Media GmbH
Gegner und Charaktergestaltung wurden zeitgemäß überarbeitet.
Kurz zur Geschichte: Resident Evil-Ikone Jill Valentine begibt sich mit ihrem Partner Parker Luciani auf hohe See. Beide Helden folgen einem Notsignal, das Chris Redfield vom havarierten Kreuzfahrtschiff Queen Zenobia abgesetzt hat. Das Signal entpuppt sich allerdings als Falle, und die Ereignisse nehmen ihren durchaus erwartbaren Lauf. In Episodenform inklusive einiger Story-Rückblenden, in denen der Spieler auch in die Rolle von Chris Redfield schlüpft, puzzelt sich so die Geschichte zusammen. In insgesamt zwölf Episoden erlebt ihr das spielerisch abwechslungsreiche Abenteuer.
Einerseits vermeidet Resident Evil: Revelations in dieser Episodenform eine gewisse Eintönigkeit, andererseits reißt es den Spieler aus atmosphärischen Levels auf dem Kreuzfahrtschiff heraus und katapultiert ihn beispielsweise in eine trostlose Einöde am zerstörten Stadtstrand. Die
Quelle: Computec Media GmbH
Einige Texturen im Spiel wurden ordentlich aufgehübscht.
Handlung des Spiels spielt dabei zwischen Resident Evil 4 und Teil 5 und bringt leider teils aufgesetzt wirkende Wendungen samt dazugehöriger Cliffhanger mit sich. Ganz so schlimm wie in Resident Evil 6 wirkt das aber glücklicherweise nicht.
Solide Technik ohne Macken
Sowohl in den Video-Sequenzen als auch im eigentlichen Gameplay stellen wir weder Tearing noch irgendwelche Ruckler fest. Die PS4-Fassung von Resident Evil: Revelations läuft mit entspannten 60 Fps in 1080p-Auflösung. Charaktermodelle wurden angemessen aufgehübscht, einige Umgebungstexturen wirken allerdings altbacken. Klar, man muss sich vor Augen führen, dass das Original vor knapp fünf Jahren auf dem Nintendo 3DS veröffentlicht wurde. Mit einem Resident Evil 7 kann das Abenteuer somit optisch keinesfalls mithalten. Die Soundkulisse begeistert hingegen und trägt besonders in den engen Gängen und Räumen der Queen Zenobia zu einer dichten Atmosphäre bei.
Spielt besser auf Englisch
Quelle: Computec Media GmbH
Abwechslungsreiche Episoden bieten nicht nur dunkle und verwinkelte Gruselpassagen.
Wir empfehlen euch jedoch dringend, Resident Evil: Revelations auf Englisch zu stellen. Der Vorteil: In den Optionen dürft ihr die Bildschirmtexte auf Deutsch belassen, während ihr die Audio-Sprache auf Englisch umstellt - genau wie in den guten alten Tagen der Resident Evil-Serie. Leider hakt es da aber auch bei der Auswahl des ein oder anderen Original-Synchronsprechers. Allemal besser als die deutsche Umsetzung ist das allerdings trotzdem. Auch wenn es inhaltlich teils unpassende und manchmal auch dämliche Aussagen der Charaktere gibt.
Abwechslungsreiches Gameplay
Neben Resi-typischen Levels mit engen Gängen erwarten euch auch Unterwasser-Passagen mit ekelhaften Kreaturen und unterhaltsamen Bosskämpfen. Der Gruselfaktor liegt dabei sicherlich höher als bei Resident Evil 6, ebbt aber mit zunehmender Spieldauer deutlich ab. Einen spielerischen Mehrwert bietet das Upgrade-System der Waffen für die Resident Evil-Helden, die sich mit jeder Menge Spezialupgrades aufmotzen lassen. Jill und Chris nutzen außerdem den Genesis-Scanner, um versteckte Items zu enthüllen, Gegner zu scannen und dadurch die
Quelle: Computec Media GmbH
Mit dem Genesis-Scanner spürt ihr versteckte Items auf uns scannt Gegner.
Anzahl an Heilitems zu erhöhen. Wer die Story abgeschlossen hat, der vergnügt sich danach noch im Raubzug-Modus, den ihr auch online mit Freunden erleben dürft. Darin erledigt ihr immer stärkere Gegner in möglichst kurzer Zeit und heimst somit jede Menge Belohnungen ein. Das unterhält auch nach dem Haupt-Abenteuer und bietet Raum für gemeinsames Monster-Metzeln. Wer sich auf dem Standard-Schwierigkeitsgrad unterfordert fühlt, der startet einfach in den mit Monstern gefluteten "Höllisch"-Modus der Kampagne.
Alles in allem kommen Resident Evil-Puristen auch im PS4- oder Xbox One-Ableger von Resident Evil: Revelations auf ihre Kosten. Mit dem in diesem Jahr veröffentlichten Resident Evil 7 ist das Spiel allerdings keinesfalls vergleichbar. Etwa acht bis zwölf Stunden benötigen geübte Spieler, um den Abspann zu sehen. Neben gnadenlosen Ballereien oder den für die Serie neuartigen Unterwasser-Levels gehören auch ein paar seichte Rätseleinlagen dazu. Diese sind nicht sonderlich schwer, passen aber jederzeit ins Spiel und sorgen für ein wenig Abwechslung. Darüber hinaus sucht ihr passende Schlüssel sowie Schlüsselkarten, um mittels gutem, alten Backtracking bereits bekannte Orte erneut zu durchstreifen. Die angedeutete 3D-Karte im Menü ist dabei leider keine große Hilfe. Ab dem 29. August 2017 ist das Spiel nun auch zum Preis von knapp 30 Euro für PS4 und Xbox One erhältlich.
