Historische Klassen
Bei Red Orchestra können Sie in zehn verschiedene Rollen schlüpfen, die auf historischen Vorbildern beruhen. Wir haben ein paar interessante Informationen für Sie zusammengestellt:
Schütze mit Maschinenkarabiner (Halbautomatischem Gewehr)
Die gängigste Rolle für alle Armeen dieser Zeit war die des Schützen. Diese Rolle war in der Infanterie so gebräuchlich, dass der Begriff "Schütze" oder "Strelok" auch als Bezeichnung für einen Soldaten galt. Nachdem sie die Grundausbildung abgeschlossen hatten, waren alle Soldaten der Infanterie Schützen. Ein normaler Schützenzug bestand aus 3oder 4 Gruppen von jeweils 8 bis 10 Schützen.
Schütze mit Halbautomatik
Quelle: Frogster Interactive
Mit dem SVT40 waren die Sowjets die ersten, die ein halbautomatisches Gewehr in einer modernen Armee verwendeten, um die Feuerkraft ihrer Infanteriegruppen zu erhöhen. Im Jahr 1941 war die deutsche Antwort darauf das übermäßig komplizierte G41, das schon bald durch das G43 ersetzt wurde. Diese Waffen waren jedoch schwierig herzustellen und wurden daher nie in großer Anzahl ausgegeben. In Ostfront werden die Soldaten, die das Glück hatten, eine solche Waffe zu erhalten, dargestellt.
Stoßtruppe
Die Deutschen hatten bereits vor Ende des Ersten Weltkrieges erkannt, dass es von Vorteil war, einige Soldaten als Stoßtrupps einzusetzen. Diese Trupps wurden schon früh mit Maschinenpistolen ausgerüstet, um ihnen für den direkten Kampf mit dem Feind so viel Feuerkraft wie möglich zu verleihen. Die Sowjets griffen diese Idee in den späten Dreißigerjahren auf und rüsteten ihre Avtomatchiki auch mit Maschinenpistolen aus. Während die Deutschen die Anführer kleinerer Gruppen mit Maschinenpistolen ausrüsteten, bewaffneten die Sowjets ganze Züge (und später sogar Bataillone) damit. Die Absicht war, diese Truppen für den letztendlichen Angriff auf den Feind auszurüsten.
MG-Schütze
Zur selben Zeit, zu der die Deutschen die Stoßtrupps einführten, hatten sie auch erkannt, dass es von Vorteil war, jede einzelne Gruppe mit leichten Maschinengewehren auszurüsten. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verfügten die Deutschen mit dem MG34 über das beste leichte Maschinengewehr seiner Zeit. Die Sowjets verfolgten mit ihrem DP28 eine ähnliche Strategie. Sie waren der Meinung, dass sie ihre Infanteriezüge mit zusätzlichen leichten Maschinengewehren bewaffnen mussten um es mit dem deutschen MG34 (und dem späteren MG42) aufnehmen zu können.
Scharfschütze
Die verschiedenen Armeen hatten sehr unterschiedliche Ansichten über die Bedeutung von Scharfschützen. Die Meinung der Deutschen war, dass Scharfschützen eine spezialisierte, von der typischen Infanterieeinheit getrennte Rolle übernehmen sollten. Scharfschützen waren bis zu einer späteren Phase des Krieges nicht Teil des typischen deutschen Infanteriezuges. Die Ansicht der Sowjets war hingegen eine ganz andere: Scharfschützen waren ein wesentlicher Teil ihrer Infanterieeinheiten. Sie waren bereits früh im Verlauf des Krieges Teil eines Infanteriezuges. Scharfschützen konnten völlig unabhängig vom Zug agieren, vor allem wenn sie statische Positionen einnahmen und von ihren Einheiten abgesondert waren. War dies nicht der Fall, so waren sowjetische Scharfschützen zur direkten Unterstützung ihres Zuges im Einsatz.
