Red Orchestra 2 im Test: Zahlreiche Bugs dämpfen den Spielspaß
Genug vom Call of Duty-Einerlei? Tripwire Interactive versetzt euch mit Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad in die für den Zweiten Weltkrieg wegweisende Schlacht um Stalingrad. Trotz zahlreicher Bugs ist das Spiel eine tolle Alternative zu aktuellen Shootern.
Gekämpft wird um taktisch wichtige Punkte, die man durch die Eliminierung des Gegners oder eine Überzahl eigener Truppen in einem bestimmten Radius erobert. Wer sich dabei dem Feind allzu offensichtlich entgegenstellt, beißt sehr schnell ins virtuelle Gras. Bedächtiges Vorgehen und Teamwork sind also gefragt. Eingespielte Gruppen sind hier natürlich enorm im Vorteil. Allerdings kommen auch Solisten gut zurecht, wenn sie sich die etablierten Spielregeln zu eigen machen. Durch die inzwischen gereifte Community - der Vorgänger von Heroes of Stalingrad erschien bereits 2006 - wird auf vielen Public Servern taktisch recht anspruchsvoll gespielt.
Quelle: Tripwire Interactive
Im Gegensatz zum Vorgänger sind die Innenräume detailliert gestaltet. Man kann den Schützen sogar bei der Arbeit beobachten.
Im Gegensatz zu Red Orchestra: Ostfront 41-45 geht es bei allen Karten des zweiten Teils um eine Schlacht, was kaum Abwechslung bedeutet. Mal sind es etwas weniger, mal mehr Häuserruinen. Einige Karten spielen im Herbst, andere sind winterlich gestaltet - immerhin dauerten die Gefechte um Stalingrad von September 1942 bis Februar 1943. Von den offenen Landschaften und Kämpfen um entlegene Dörfer und Gehöfte wie im Vorgänger fehlt jede Spur. Offensichtlich wollten die Entwickler nicht einfach eine Kopie des ersten Teils mit Grafik-Update präsentieren und wagten deshalb das Experiment, sich nur einem einzelnen Szenario mit all seinen Facetten zu widmen. Wie im ersten Teil darf man wieder Panzer fahren. Je nachdem ob es sich um eine reine Panzerschlacht, etwa um das Flugfeld Gumrak, oder um die Unterstützung der Infanterie im Häuserkampf handelt, variiert die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge. Da die Stahlkolosse diesmal über ein detailliert gestaltetes Innenleben verfügen, brachten die Entwickler nur zwei davon zum Release zustande: den deutschen Panzerkampfwagen IV und den sowjetischen T-34. Tripwire Interactive verspricht aber, nach Release kostenlos weitere Tanks sowie Truppentransporter zu liefern. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Entwickler diesbezüglich sehr zuverlässig arbeiten.
Bei der Gelegenheit sollten sie auch noch einige Bugs beheben, die noch im Programmcode stecken. So startete zum
Release das Spiel bei vielen Käufern nicht oder es traten teils herbe Performance-Einbrüche auf. Und tonnenschwere Panzer, die an dürren Bäumchen hängen bleiben, heben auch nicht die Spielerlaune. Heroes of Stalingrad ist zwar in erster Linie ein Multiplayer-Shooter, allerdings haben die Designer auch einen Singleplayer-Modus eingebaut. Bei genauer Betrachtung entpuppt sich dieser jedoch als (gut gemachtes) Tutorial, das dem frischgebackenen Frontsoldaten die verschiedenen Schlachtfelder und Features des Spiels näherbringt. So kann man bereits offline herausfinden, welche Stellen sich für einen MG-Schützen oder Scharfschützen am besten eignen. Red Orchestra 2 ist seit dem 13. September via Steam für 35 Euro (Standard Version) oder 45 Euro (Deluxe Edition) erhältlich. Eine reguläre Verkaufsversion erscheint am 30. September für etwa 30 Euro.

spiele das Game jetzt schon seit einem Monat und kann einige negative Punkte nicht nachvollziehen:
1. Das Scharfschützen die Maps dominieren entspricht 0% der Wahrheit da es auf den Servern eine maximale Anzahl für "jede" Klasse gibt. Wobei der Sniper gerade einmal 2x pro Seite gewählt werden kann auf manchen Maps sogar nur 1x !
Somit sind auf einem Standard 64er Server gerade einmal 2-3% der Spieler Sniper.
Wenn ich nur daran denke wie mir Sniper in BFBC2 (teilweise 5-8 Sniper pro Team) auf den nerv gegangen sind......
2. Dass das Spiele Bugs hat kann ich nicht bestätigen bei mir läuft alles ohne je einen Absturz gehabt zu haben. Im Vergleich zu Games wie BF3 wo sehr viele Spieler über Probleme klagen kann ich es nicht verstehen wieso RO2 nur eine 76% Wertung bekommt und BF 3 eine Wertung von über 90% ?!?
Jeder der an einem Real-Shooter Interresse hat der liegt hier richtig!
habe nichts gegen Baller- und Kriegsspiele und auch nichts gegen Gewalt in Spielen. aber ein solches Szenario zu einem "Spaß für die ganze Familie" zu machen, ist doch was anderes. Betroffene sehen das vlt sogar noch kritischer...
Fast eine Million Menschen sind dort gestorben oder wurden verletzt. Wer überlebte, hatte Glück, und war kein Held... so ein Spiel grenzt schon an Perversion...
Oh Oh Oh... :-D