Real Steel - Review

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Real Steel - Review
Quelle: Walt Disney

Anspruchsvolle Science-Fiction, gute Effekte und lebensgroße Roboter. Ein guter Mix.

Real Steel basiert auf einer Kurzgeschichte von Science-Fiction-Kultautor Richard Matheson (I am Legend). Die Handlung spielt in einem nur leicht futuristisch angehauchten Amerika, einer Welt, die der unseren im Grunde sehr ähnlich sind, mit einem kleinen Unterschied: Boxen ist illegal. Statt Menschen steigen nun Kampfroboter in den Ring. Im neuen Film von Regisseur Shawn Levy sind Roboter fester Bestandteil des alltäglichen Lebens - solange sie nur das tun, wofür sie gebaut sind: die feine Kunst des Draufhauens.

Charlie (Hugh Jackman) ist ein Exboxer, der auf Kampfplätzen in ganz Amerika seine Box-Roboter steuert - zu dumm nur, dass er immer Real Steel - Review Quelle: Walt Disney verliert. Als er einen Sommer mit seinem Sohn Max (Dakota Goyo) verbringt, mit dem er sonst eigentlich kaum Kontakt hat, entwickelt sich eine neue Beziehung in seinem Leben. Nicht nur zu Max, sondern auch zu einem runtergekommenen, angerosteten Trainingsroboter namens Adam (der zukünftig sicherlich einen Ehrenplatz in der Galerie der berühmten Kinoroboter wie RoboCop und Optimus Prime einnehmen wird). Für Shawn Levy ist Real Steel eine Geschichte über Menschen und Maschinen, die jeweils neue Kraft in sich entdecken.

Real Steel bedient sich des Science-Fiction-Hintergrunds, um eine packende Geschichte zu erzählen. Charlie ist der klassische Underdog, der dazu verdammt zu sein scheint, stets auf die falschen Ziele zuzurennen. Sein moralischer Kompass funktioniert nicht mehr, so dass er sogar seinem eigenen Sohn den Rücken kehrt. Und damit ist die Bühne klar für das Real Steel - Review Quelle: Walt Disney Leitmotiv des Films, das Konzept der Erlösung. Levy bringt diese Themen überzeugend auf den Punkt und beweist, dass er mehr kann, als nur seichte Komödien wie Nachts im Museum (2006) zu drehen. Das Schlüsselelement ist allerdings weder Jackmans verzweifelter Boxer noch Dakota Goyo als dessen verträumter Sohn, sondern ein Roboter: Adam. Er ist das fehlende Glied dieser dysfunktionalen Familie. Adam ist ein Trainingsroboter, ein Schattenboxer, der seiner Programmierung getreu den Bewegungen der Protagonisten nicht nur exakt folgt, sondern auch jeden emotionalen Impuls reflektiert, der von Charlie oder Max ausgeht. Er ist das, was die beiden Charaktere miteinander verbindet, und er ist auch der Blickpunkt für den Zuschauer, der alle Konflikte überzeugend widerspiegelt.

Kleine, nette Details wie das Logo einer Xbox 720 bieten nebenbei einen Blick in eine futuristische Welt. Alles in allem ein warmherziges und zugängliches Familiendrama mit Action-Einlagen, in dem die moderne Technik als Verbündeter bei der Lösung menschlicher Probleme erkennbar wird. Sehr gelungen!

Fazit: Actionhaltiges Sci-Fi-Drama über und für Jungs, die nicht erwachsen werden wollen

(Fábio M. Barreto/Emanuel Bergmann)

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