Remy lernt den Küchenjungen Linguine kennen - und freundet sich mit ihm an. Quelle: Buena Vista Remy lernt den Küchenjungen Linguine kennen - und freundet sich mit ihm an. Ob Monster AG, Findet Nemo oder Die Unglaublichen: Was auch immer Pixar seinem Publikum auftischt, es wird ein Erfolg! Seit ihrem Debütfilm Toy Story vor zwölf Jahren setzen die Pixel-Profis ständig neue Meilensteine im Animationsbereich. Was Technik, Story-Einfallsreichtum und Gag-Genialität angeht, kann kein Konkurrenzunternehmen den Pixar-Pionieren das Wasser reichen. Auch der nunmehr achte Film aus der CGI-Schmiede hat direkt fünf Filmgourmet-Sterne verdient: Das Abenteuer um eine Pariser Feinschmecker-Ratte ist ebenso putzig wie technisch bahnbrechend!

Pech für Pixar: Die Idee, als Held der Handlung eine Ratte zu besetzen, ist nach Dreamworks' Flutsch und Weg nicht mehr neu. Egal. Es zählt die gute Absicht. Schließlich galten Ratten in der Trickfilmwelt lang genug als Bösewichte - ganz im Gegensatz zu ihren Artverwandten, den Mäusen (man denke nur an Mickey Maus oder Bernard und Bianca). Um die Ratten-Entdiskriminierung perfekt zu machen, ist Knuddelnager Remy - der Held in Ratatouille - nicht etwa ein müllschluckender Dickwanst aus der Kanalisation. Nein, der Kleine ist ein Schleckermaul mit exquisitem Gaumen!

Aus Liebe zur gehobenen Cuisine träumt Remy sogar davon, eines Tages selbst ein Spitzenkoch zu werden. Sein Wunsch scheint wahr zu werden, als er den tollpatschigen Küchenjungen Linguini kennenlernt. Weil es um dessen Kochkünste recht armselig bestellt ist, lässt er sich beim Brutzeln heimlich Tipps von Remy geben. Bald schon gilt Linguini als neuer Star am Gastro-Himmel - nur ahnt niemand, dass seine Kreationen in Wahrheit von einer Ratte stammen!

Zwei unterschätzte Außenseiter trotzen allen Widerständen und schaffen es mit vereinter Kraft, ihre Träume zu verwirklichen - wirklich neu ist dieses klassische Success-Story-Motiv natürlich nicht. Damit sei auch gleich das einzige Manko von Ratatouille genannt: Die Handlung ist für Erwachsene manchmal etwas zu vorhersehbar und kindlich. Dieses Defizit wird jedoch zugleich von der revolutionären Tricktechnik und den vielen witzigen Details des Films ausgeglichen. Sagenhaft ist etwa, wie realistisch sämtliche Textilien, Küchenutensilien oder auch das Fell von Ratte Remy wirken!

Obendrein sind die Figuren - bis hin zur kleinsten Nebenrolle - wunderbar skurril angelegt. So besteht etwa das Personal der Küche, in welcher Remy heimlich werkelt, aus einer schrägen Truppe, in der sich auch ein grimmiger Ex-Knacki namens Horst tummelt, den TV-Maître Tim Mälzer synchronisiert. Dann gibt es noch den snobistisch-fiesen Restaurantkritiker Ego, dessen Büro sinnigerweise die Form eines Sarges hat. Und schließlich wäre da noch Remy selbst - der flauschige Nager, der so herzerweichend süß und pfiffig ist, dass man diesen Film einfach mögen muss!

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Wertung zu Ratatouille

Wertung:

8.0 /10

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