Railway Empire-Test durch drei Leser: Wie viel Potenzial hat das Tycoon-Spiel aus Deutschland?

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Railway Empire-Test durch drei Leser: Wie viel Potenzial hat das Tycoon-Spiel aus Deutschland?
Quelle: Computec Media GmbH

Mit Volldampf nach Worms! Unsere Leser durften das kommende Tycoon-Spiel während einer exklusiven PC Games Sneak Peek bereits jetzt spielen. Ob das Spiel aus Deutschland Train Fever Konkurrenz machen wird, erfahrt ihr im Artikel.

Daniel Dumont gehört zu den dienstältesten und zugleich auch namhaftesten deutschen Entwicklern - zumindest wenn es um Wirtschafts- und Aufbausimulationen geht. Seit 1997 ist er in der hiesigen Spielebranche tätig, zu den bekanntesten Titeln aus seinem Hause gehören unter anderem der Wirtschaftsimulationsklassiker Patritzier 2 (2000), der einstmals große Anno-Konkurrent Port Royale (2003) und das ac­tiongeladene Weltraumabenteuer Darkstar One (2006). Insgesamt kann das aus Mönchengladbach stammende Urgestein auf mehr als zehn erfolgreiche Projekte zurückblicken, die unter seiner Leitung entstanden sind - für die schnelllebige Spieleentwicklerlandschaft ist das eine ganze Menge!

Mit Railway Empire (jetzt kaufen / 26,99 € ) wollen Dumont und sein Team bei Gaming Minds an den vorherigen Erfolgen anknüpfen. Die Eisenbahn-Simulation soll den vielen ehemaligen Railroad Tycoon-Fans neues Futter bieten und führt uns so ins Nordamerika der 1830er Jahre. Dort gilt es - wie in Sid Meiers Meisterwerk aus den Neunzigern - ein Eisenbahnimperium zu errichten, indem man unter anderem fleißig Schienen verlegt, authentische Lokomotiven der Zeit einkauft, Fabriken errichtet und natürlich darauf achtet, dass die Finanzen stimmen. Insgesamt können wir fast ein ganzes Jahrhundert Eisenbahngeschichte erleben, denn schließlich soll das Unternehmen erfolgreich bis in die 1930er Jahre geführt werden.

Railway Empire Sneak Peek: Die passenden Probanden

Marko Möbius (41): 'Optisch finde ich Railway Empire perfekt. Das ist auch ein wenig das, was man in den vergangenen Jahren im Genre vermisst hat. Endlich sieht man den technischen Fortschritt der letzten Jahre! Das Handelssystem finde ich ebenfalls richtig interessant, auch wenn mich die Menge der unterschiedlichen Güter anfangs ein wenig erschlagen hat.' Quelle: Computec Media GmbH Marko Möbius (41): "Optisch finde ich Railway Empire perfekt. Das ist auch ein wenig das, was man in den vergangenen Jahren im Genre vermisst hat. Endlich sieht man den technischen Fortschritt der letzten Jahre! Das Handelssystem finde ich ebenfalls richtig interessant, auch wenn mich die Menge der unterschiedlichen Güter anfangs ein wenig erschlagen hat." Ob Railway Empire nun das Zeug hat, aktuellen Konkurrenztiteln wie Transport Fever das Wasser zu reichen oder sie gar zu übertrumpfen, konnten drei unserer treuen Leser schließlich selbst prüfen. In Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Publisher Kalypso luden wir das Trio nach Worms ein, wo sie drei Monate vor dem Release die aktuellste Entwicklerversion ausgiebig spielen konnten. Zudem standen der zuständige Game Designer Christian Günter, Community Manager Lars Racky und PR-Manager Bernd Berheide den Dreien mit Rat und Tat zur Seite und beantworteten alle anfallenden Fragen. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals für die Ermöglichung dieses Events und die sehr herzliche Betreuung seitens Kalypso Media bedanken!

Wie für unsere anderen exklusiven Sneak Peeks war es für uns wichtig, dass sich alle drei eingeladenen Leser im Genre gut auskennen und mit den wichtigsten Aufbau-Simulationsspielen schon erste Erfahrungen gesammelt haben.

Mit Marko (41), Thorsten (37) und Tobias (29) hatten sich auch genau die Richtigen für die Veranstaltung gemeldet. Alle drei gaben an, dass sie sich seit mehreren Jahren für Tycoon-Spiele interessieren und zwei von ihnen haben obendrein ein Faible für Modelleisenbahnen. Titel wie Transport Fever sowie die Railroad Tycoon-Reihe gehören neben vielen anderen Aufbau-Simulationen auch heute zu ihren Lieblingsspielen. Kurzum: Unser Trio repräsentierte genau die Zielgruppe von Railway Empire, weshalb deren Ersteindruck unserer Meinung nach auf die meisten Genre-Fans übertragbar ist.

Railway Empire Sneak Peek: Die Strategiespezialisten

Tobias Keller (29): 'Mir hat Railway Empire richtig gut gefallen. Sowohl die Bedienung als auch die Optik ist klasse. Was ich mir aber noch wünschen würde: Die Passagiere sollten Zufriedenheitswerte und Ziele bekommen. So kommen mir sie fast schon wie die andere Fracht vor.' Quelle: PC Games Tobias Keller (29): "Mir hat Railway Empire richtig gut gefallen. Sowohl die Bedienung als auch die Optik ist klasse. Was ich mir aber noch wünschen würde: Die Passagiere sollten Zufriedenheitswerte und Ziele bekommen. So kommen mir sie fast schon wie die andere Fracht vor." Doch bevor sich unsere drei Leser um die Errichtung ihrer ganz eigenen Eisenbahnimperien kümmern durften, hielten PR-Manager Bernd Berheide und Game Designer Christian Günter von Gaming Minds einen kurzen Vortrag über die Geschichte von Kalypso Media und den aktuellen Entwicklungsstand von Railway Empire.

Dabei erfuhren unsere Leser, dass sich der in Worms ansässige Publisher auf Strategiespiele spezialisiert hat und insgesamt über 100 Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten beschäftigt. Die wohl größten Erfolge haben die Rheinland-Pfälzer mit Spielen wie Sins of a Solar Empire (2008) und Tropico 5 (2014) gefeiert. Der mit Railway Empire beauftragte Entwickler Gaming Minds wurde hingegen bereits 1992 in Gütersloh gegründet und wird seit Mitte 2009 von Daniel Dumont geleitet. In den letzten Jahren entstanden bei dem westfälischen Studio Spiele wie Rise of Venice und Grand Ages: Medieval, die allesamt von Kalypso herausgebracht wurden.
Bevor es mit dem Spielen losging, hielt Game Designer Christian Günter einen Vortrag über die aktuellste Version des Spiels. Quelle: PC Games Bevor es mit dem Spielen losging, hielt Game Designer Christian Günter einen Vortrag über die aktuellste Version des Spiels.

Game Designer Christian Günter beleuchtete für unsere Leser hingegen die Besonderheiten von Railway Empire und warnte sie zudem davor, dass die spielbare Version noch einige kleine Macken habe. Zum Beispiel sollten unsere Leser im Grafikmenü unbedingt noch V-Sync einschalten, damit es in der von ihnen gespielten Fassung keine Probleme beim Scrollen gibt. Doch insgesamt hinterließ die für die Sneak Peek vorbereitete Version einen sehr ordentlichen Eindruck. Das dürfte auch daran liegen, dass sich die Jungs und Mädels von Gaming Minds seit Jahren im Genre auskennen und mit Railway Empire eine wirklich schicke und leicht bedienbare Aufbau-Simulation entwickelt haben. Vor allem das durchdachte System für das Legen der Schienen kam bei unseren Lesern gut an.

Railway Empire Sneak Peek: Intelligentes Streckensystem

Anstatt wie bei anderen Genrevertretern die Gleise manuell von Stadt zu Stadt zu ziehen, gibt man uns in Railway Empire nämlich sogleich einen Streckenvorschlag, den man aber noch selbst variieren kann. So kann man sich zum Beispiel für eine kostspielige Variante entscheiden und bereits bei leichten Steigungen Tunnel bauen lassen oder eben sparsam sein und den Lokomotiven ein wenig mehr zumuten. Was sich aber auf die Dauer rechnet, müssen die Spieler natürlich selbst herausfinden. Thorsten bescheinigt dem System gar eine sehr gute Note und sagt, dass das Verlegen trotz der frühen Version super läuft - für ihn sei das neben dem Warenkreislaufsystem schließlich das Wichtigste in einem Transport Tycoon-ähnlichem Spiel.
Obwohl die Eisenbahnstrecken relativ komplex aussehen, geht das Legen der Schienen einfach von der Hand. Quelle: Kalypso Obwohl die Eisenbahnstrecken relativ komplex aussehen, geht das Legen der Schienen einfach von der Hand. Ähnliches sagt Thorsten auch zur Optik von Railway Empire: "Die Grafik ist der Hammer! Vor allem, wenn man in die Perspektive der Lok wechselt und sich dann umschaut, ist die Landschaft einfach detailliert und sieht zudem spektakulär aus." Daher wünscht er sich einen Screenshot-Modus für das Spiel und hat die Bitte auch Game Designer Christian Günter vorgetragen. Wer weiß, vielleicht finden die Entwickler ja die Zeit, das kleine, aber feine Feature noch vor dem Release im Januar einzubauen. Auch Marko ist mit der Grafik sehr zufrieden und bezeichnet sie gar als perfekt. "Das ist auch etwas, was man im Genre in den vergangenen Jahren ein wenig vermisst hat: In Railway Empire sieht man die technischen Entwicklungen der letzten Jahre ungemein gut.", zieht unser Leser sein Resümee.
Masse ist klasse?

Thorsten Köchy (37): 'Für mich kommt es in einem Eisenbahn-Tycoon-Spiel vor allem darauf an, dass das Verlegen der Gleise gut funktioniert und das Warenkreislaufsystem viele Optionen bietet. Ich bin mit beiden Dingen rundum zufrieden und würde nach meiner jetztigen Erfahrung Railway Empire gleich zum Release kaufen.' Quelle: PC Games Thorsten Köchy (37): "Für mich kommt es in einem Eisenbahn-Tycoon-Spiel vor allem darauf an, dass das Verlegen der Gleise gut funktioniert und das Warenkreislaufsystem viele Optionen bietet. Ich bin mit beiden Dingen rundum zufrieden und würde nach meiner jetztigen Erfahrung Railway Empire gleich zum Release kaufen." Apropos Handelssystem: Auch hier sind die Leser sehr zufrieden. Zum einen gibt es genügend Waren, die es zu verkaufen gilt. Zum anderen kam es bei allen gut an, dass die Städte mit der Zeit wachsen und sich so auch deren Bedürfnisse verändern - so bleibt das Spiel auch nach mehreren Spielstunden abwechslungsreich und herausfordernd. Marko war aber von der schieren Menge an unterschiedlichen Gütern ein wenig erschlagen und meinte, dass es vielleicht besser wäre, wenn man zu Beginn mit nur mit einer Handvoll verschiedener Waren handeln müsste. Eventuell werden die Entwickler dies noch berücksichtigen.

Auch mit dem Interface ist man bei unserer Sneak Peek zufrieden. Zwar brauchte Marko zum Beispiel ein wenig Zeit, um die einzelnen Bedienelemente auseinanderzuhalten, doch dank der jetzt schon eingebauten Hilfe-Funktion kommt man seiner Meinung nach stets zurecht. Auch die etwas komplizierteren Spielmechaniken, wie etwa das Stellen von Signalen, werden ausreichend erklärt, sodass man damit keine Probleme bekommt. Hier stimmt auch Tobias zu: "Man braucht eine Weile, bis man mit den vielen Bedienelementen klarkommt. Aber das ist so wie bei allen anderen Genrevertretern und hat mich am Ende nicht wirklich gestört."

Mit dem Setting in den USA der 1830er-Jahre ist Tobias ebenfalls rundum zufrieden und findet zudem die Umsetzung klasse. Das Gleiche sagen auch die beiden anderen, aber mit dem Zusatz, dass sie sich später auch andere Szenarien - etwa Europa - durchaus als DLCs vorstellen könnten. Jedoch merkt Thorsten an, dass die Erweiterungen zu einem fairen Preis angeboten werden sollten. Ein eher ungewöhnliches Setting etwa in Indien fände er zum Beispiel so richtig interessant.
Zu Beginn des Spiels legt ihr eine Stadt fest, in der ihr anfangt. Die Weiler werden mit der Zeit zu echten Metropolen. Quelle: Kalypso Zu Beginn des Spiels legt ihr eine Stadt fest, in der ihr anfangt. Die Weiler werden mit der Zeit zu echten Metropolen.

Railway Empire Sneak Peek: Alles gut soweit

Bedeutende Kritikpunkte hat das Trio für Railway Empire nicht wirklich. Am Ende sind es eher Kleinigkeiten wie etwa, dass das Spiel im jetzigen Zustand im Abrissmodus nicht pausiert oder dass man für einige Spielmechaniken eine gewisse Eingewöhnungsphase braucht. Doch der Gesamteindruck ist nach der Sneak Peek derart positiv, dass sich alle drei Leser sehr gut vorstellen können, das Spiel gleich zum Release zu kaufen. Uns wundert es nicht, schließlich sieht Railway Empire nicht nur schick aus, sondern ist dank der einfachen Bedienung leicht zugänglich, aber bietet mit seinem Handelssystem und den unterschiedlichen Loks genügend Tiefgang für eine vielversprechende Aufbau-Simulation. Wir sind schon sehr gespannt auf den Release und hoffen darauf, dass es im Januar endlich einen würdigen Nachfolger für Sid Meiers Meisterwerk gibt!

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von efgrib Mitglied
        "... besser wäre, wenn man zu Beginn mit nur mit einer Handvoll verschiedener Waren handeln müsste. "

        so ist es doch auch
      • Von efgrib Mitglied
        "... besser wäre, wenn man zu Beginn mit nur mit einer Handvoll verschiedener Waren handeln müsste. "

        so ist es doch auch
      • Von ElReloaded Mitglied
        Der Pausenmodus ist mittlerweile drin. Das beste aber ist der komplexe Schienenmodus..man kann Weichen bauen, Signale platzieren und so eine schöne, effiziente Strecke bauen. Besonders viel Spaß macht auch die Städte zu "leveln" so dass sie größer werden und neue Güter beanspruchen.
        Die Zuglogik ist allerdings sehr ärgerlich: die Züge sind nicht in der Lage eine freie Strecke zu suchen, sie nehmen immer den kürzesten Weg. D.h. dass Ausweichstrecken keinen Sinn machen...ist z.B. auf einer Strecke eine Panne weicht der Zug auch nicht auf eine vorhandene parallele Strecke aus, selbst wenn er könnte....alle Züge fahren stur in den Stau (weils halt die kürzeste Strecke ist)
        Zur Warenwirtschaft ist zu sagen, dass es keinen automatischen Warenumschlag gibt. Ihr könnt also nicht Mais in Stadt A bringen, dort auslagen und dann mit nem anderen Zug von A nach B bringen....zumindest nicht automatisch.
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