Radsportmanager Pro 2006
Mit der offiziellen Lizenz zur Tour de France beglückt die Drahtesel-WiSim auch diesen Sommer ihre Fans.
Jan Ullrichs digitales Ebenbild hat mit ihm in etwa so viel gemein wie ein Monstertruck mit einem Hollandrad.
Pünktlich zum Start der legendären Frankreich-Rundfahrt am 1. Juli steht auch die neueste Ausgabe des Radsport Manager Pro in den Läden. Der bedeutendste Unterschied zu den Vorjahren: Erstmals besitzt der Titel die Tour-de-France-Lizenz und firmiert somit als offizielles Spiel des Drahtesel-Spektakels. Wie gehabt übernehmen Sie die Chefrolle eines Radrennstalls Ihrer Wahl und betreuen diesen für wenigstens eine Saison.
Neben einer Vielzahl zweitklassiger Teams sind erstmals auch einige große Mannschaften mit Originaldaten vertreten. Darunter "Team T-Mobile" mit Jan Ullrich oder das "Team Milram" mit Erik Zabel. "Discovery Channel", die Mannschaft des Vorjahressiegers Lance Armstrong, tritt aber nach wie vor mit Fantasiedaten als "Team Lost Channel" in die Pedalen.
Das optisch bescheidene Menüsystem im unsympathischen Excel-Look blieb wie Ihr Aufgabengebiet als Teamchef unverändert: Sie kümmern sich um die Zusammenstellung Ihrer Mannschaft, simple Vertragsverhandlungen mit Fahrern und Werbepartnern, die passende Ausrüstung und natürlich um die Planung der kompletten Saison inklusive aller Rennen.
Neben der Tour de France erwarten Sie über 100 Wettbewerbe. Diese werden in einer etwas ansehnlicheren 3D-Grafik als im Vorjahr präsentiert und sind dank Zeitbeschleuniger auch zwischendurch gut spielbar. Das Interface entspricht dem des Vorgängers, die Anzahl an Knopfdruck-Kommandos ("Sprint", "Führungsarbeit leisten" oder "Gegenangriff") ebenfalls.
Dafür hat sich optisch etwas getan: Die Strecke säumen endlich animierte 3D-Zuschauer, die schon mal Flagge schwenkend ein paar Meter mit den Pedalrittern laufen. Auch wirken die Fahrer detaillierter und es gibt mehr Kameraperspektiven als zuvor. Die Streckenrandobjekte allerdings sind noch immer recht kantig und Clipping-Fehler (Rennfahrer radeln durch andere hindurch) traten permanent auf. Nichtsdestotrotz sind die 3D-Rennen spannend und die Einflussmöglichkeiten enorm. Dauerhaft fehlt es aber dem RSM Pro 2006 - wie seinen Vorgängern - massiv an Abwechslung.
