Racing Simulation 3 auf dem Weg zum Fun-Racer
Dieses Hockenheim liegt aus lizenzrechtlichen Gründen in Polen.
Ubi Softs ehemalige Formel-1-Serie Racing Simulation richtet sich in seiner dritten Ausgabe nicht mehr an die Simulationsarbeiter, sondern ausschließlich an die spaßorientierte Fraktion. Denn obwohl Fahrzeuge und Strecken grafisch an eine F1-Simulation erinnern, fahren sich die lizenzfreien Möchtegern-Formel-1-Boliden selbst nach dem Abschalten der wenigen Fahrhilfen wie Karts in einem Action-Rennspiel. Zudem sind die Gegner extrem langsam und Schäden an den Fahrzeugen gibt es auch nicht. Um auch den letzten Simulationsverdacht von sich zu weisen, orientieren sich die mit Fantasienamen versehenen Strecken mit schnellen Kurvenkombinationen und entschärften Schikanen nur sehr grob an den realen Vorbildern.
Dass im Inneren des Programms eine echte Simulation arbeitet, macht sich dennoch bemerkbar. So verfügt Racing Simulation 3 über umfangreiche Setup-Möglichkeiten und eine sehr informative Telemetrie, außerdem wirkt sich das Wetter ebenso auf das Fahrverhalten aus wie schmutzige Reifen. Auch beim Fahrgefühl zeigen sich die aufwendigen Berechnungen auf halbwegs positive Weise: Die häufigen unverschuldeten Abflüge lernt man innerhalb kürzester Zeit abzufangen. All dies scheint aber derart viel Rechenzeit zu kosten, dass die Grafikqualität auf dem Stand der 90er-Jahre bleiben musste und bestenfalls ein halbes Fahrerfeld flüssig darstellbar ist.
