RPM Tuning
Nicht nur die fiktiven Fahrzeuge, sondern auch die Umgebungsgrafik wirkt ziemlich trostlos.
Wie bei Need for Speed: Underground 2 oder Midnight Club 2 liefern Sie sich auch bei RPM Tuning mit ordentlich aufgemotzen Karren illegale Straßenrennen zu nachtschlafender Zeit - und das geht schon für ca. 20 Euro. Genauso winzig wie der Preis ist aber auch der Fuhrpark des französischen Rennspiel-Exports. Dieser umfasst gerade einmal fünf fiktive Rennsemmeln, vier getunte Varianten schalten Sie im Spielverlauf frei. Reizvoller ist es da schon, selbst zu Schraubenzieher und Lackpistole zu greifen, um seinen Boliden tüchtig zu frisieren. Wie bei Need for Speed: Underground 2 ist die Tuning-Auswahl gigantisch: Egal ob Front- oder Heckspoiler, Seitenschürzen, Felgen, Reifen, XXL-Auspuffrohre, Nitro-Sets oder Unmengen an peinlichen Aufklebern - hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Obwohl die auf der Packungsrückseite angepriesenen "eine Million Tuningmöglichkeiten" auf einem kleinen Rechentrick basieren.
Störrische Steuerung
Wer sein Auto mit einem Turbo ausrüstet, ist klar im Vorteil. Dank Motion Blur sieht das ganze zudem recht schick aus.
Im Abenteuer-Modus erwarten Sie 54 Missionen, bei denen Sie meistens innerhalb einer vorgegebenen Zeit von A nach B heizen sollen oder sich mit anderen PS-Rowdys duellieren. Der vermeintlich kürzeste Weg ist zwar abgesteckt, wer mag, darf aber auch abseits der vorgegebenen Piste Gas geben und nach den zahlreichen Abkürzungen Ausschau halten. Dies macht vor allem mit fortschreitender Spieldauer Sinn, da die KI-Fahrer clevere Kerlchen sind und ebenfalls den kürzesten Weg wählen. Schade: Die bescheidene Umgebungsgrafik ist genauso weit von der optischen Pracht eines Need for Speed: Underground 2 entfernt wie der Lada Niva von nennenswerten Absatzzahlen jenseits der ehemaligen Sowjetrepublik. Ähnlich mittelprächtig sehen auch die Fantasie-Flitzer mit ihren Ecken und Kanten aus. Und auch die Steuerung ist nicht wirklich perfekt. Bei Geschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern reagieren die Autos teilweise träger auf Lenkbewegungen als ein Gefahrengut-Transporter. Die da-raus resultierenden Crashs sehen dank des ordentlichen Schadensmodells immerhin verwegen aus, wenngleich Schäden keinen Einfluss auf das Fahrverhalten haben. Neben der Karriere gibt es auch einen Splitscreen-Modus für zwei Spieler an einem PC.
