Speicherkrise: Eine Entlastung vor 2028 ist unwahrscheinlich, glauben Experten
Wer auf eine baldige Entspannung der RAM-Preise hofft, dürfte enttäuscht werden. Analysten glauben, dass die Preise in den kommenden Jahren weiter ansteigen werden und erst ab dem Jahr 2028 wieder sinken könnten.
Die Preise für Hardware steigen und steigen, ein Ende ist nicht in Sicht. Und das dürfte sich wohl auch nicht sehr bald ändern, wenn man den Einschätzungen der Analysten von Jefferies Equity Research glauben mag. Demzufolge sollen die Speicherpreise wegen der hohen Nachfrage weitere Steigerungen von 30 bis 50 Prozent pro Quartal verzeichnen.
Auch chinesische Produzenten bringen (vorerst) keine Entspannung am Markt
Die Ursache für die Steigerungen bleibt die hohe Nachfrage durch KI und andere Computer-Branchen, während die großen Hersteller auch langfristig nicht mit entsprechend gesteigerter Produktion für Abhilfe sorgen können. Firmen wie Micron sind zudem an langfristige Verträge mit Tech-Firmen gebunden, die bis zu 70 Prozent der Produktion binden, was zu weiteren Engpässen bei Produkten für Endkonsumenten wie PCs, Smartphones und Konsolen führen dürfte.
Von Jefferies Equity Research heißt es dazu:
"[Die] potenziellen Preiserhöhungen - getrieben durch weltweite Lieferengpässe und die Migration auf neue Fertigungsverfahren - [fallen] höher [aus] als erwartet. Die Dominanz von Cloud-Service-Anbietern (CSPs) bei langfristigen Liefervereinbarungen (LTAs) verändert die Zuteilung der Liefermengen, während die Expansion Chinas eher einen langfristigen Faktor als ein unmittelbares Problem darstellt."
Die Aussicht, dass chinesische Speicher-Hersteller für Entspannung sorgen könnten, entpuppt sich derweil als Irrglaube. Firmen wie CXMT verkaufen DRAM zu denselben Preisen wie die Konkurrenz und produzieren vornehmlich noch für den heimischen Markt. Das dürfte sich wohl erst im Jahr 2028 ändern, wenn CXMT und YMTC neue Produktionslinien eröffnet haben. Daraus könnte sich ein Plus von 15 bis 20 Prozent der weltweiten Speicherproduktion ergeben, was dann auch endlich eine Entspannung der Preise für RAM und DRAM nach sich ziehen würde.
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Quelle: Jefferies Equity Research (via Wccftech)
