Lust auf Neues?
Ein Planet ist explodiert. Warum er das tat - nun, wen interessiert das? Hauptsache, dass auf den in der Atmosphäre schwebenden Gesteinsbrocken noch immer Leben möglich ist. Diverse Bevölkerungsgruppen haben einige der Inseln genannten Felsen mit Kraftwerken und Antrieben ausgerüstet und machen das, was sie schon vor der Katastrophe taten: Sie kämpfen um Macht. Der Spieler macht da keine Ausnahme, allerdings ist er (abgesehen von einem Ratschläge gebenden Geist) ganz auf sich alleine gestellt.
Zu Beginn befindet sich die Hauptfigur auf einer leeren Insel. Aus der Verfolgerperspektive steuert man sie durch idyllische Wälder und Ruinen, führt atemberaubend weite Sprünge aus und fliegt mit dem Raketenrucksack über die unendlichen Abgründe. Auf der Insel findet man zunächst besagten Geist, der erzählt, dass das hellblaue Ding neben ihm ein Artefakt sei. Mit diesem Bauplan aus der guten, alten Zeit kann man auf den zehn Bauplätzen der Insel einen Navigationsturm bauen, sonst aber nichts. Um ein anderes Gebäude wie beispielsweise ein Kraftwerk, einen Geschützturm oder ein Artefakt-Lager zu errichten, muss man weitere Artefakte suchen. Da diese auf der eigenen Insel nicht zu entdecken sind, fliegt man die Insel zum nächstgrößeren Felsbrocken, wo einige Baupläne versteckt sind.
Schon in der nächsten der insgesamt 34 Missionen trifft man auf seine Gegner: ein hochgerüstetes Volk, dass sogleich mit Jagdflugzeugen und Bombern angreift. Wer der Automatikfunktion nicht traut, kann jederzeit in eines seiner Geschütze oder Flugzeuge steigen und die Feinde selber vom Himmel holen - oftmals ist es aber ratsam, während eines Angriffs von Gebäude zu Gebäude zu rennen und diese zu reparieren oder neu zu errichten. Sind erst einmal die feindlichen Flugzeuge besiegt, sollte eine Gegenoffensive schnellstmöglich die Energieversorgung der gegnerischen Produktion und Verteidigung vernichten.
Wird ein Bauwerk zerstört oder abgerissen, dann ist die zum Bau aufgewendete Energie verloren, das zugrunde liegende Artefakt bleibt aber meist erhalten und kann wieder verwendet werden. Dank dieser Tatsache lässt sich die kleine Insel zu einem gefährlichen Flugungetüm ausbauen: In einem Gebäude namens Artefakt-Presse lassen sich mehrere Baupläne zu einem neuen Bauplan kombinieren - hier ist Ausprobieren gefragt, denn eine Rezeptliste wird nicht mitgeliefert.
Project Nomads fühlt sich dank der Verfolgerkamera und der Hauptfigur wie ein Action-Adventure an, die Kämpfe würden hingegen auch einem reinen Actionspiel gut stehen, letztendlich ist es aber ein Strategiespiel. Für die rund vierzig Gebäudetypen stehen gerade einmal zehn Bauplätze zur Verfügung, von denen bereits die Hälfte mit der Grundausstattung Kraftwerk, Navigationsturm etc. belegt ist. Man hat also die Qual der Wahl, ob man auf Geschütze, Raketen, Flugzeuge oder eine Mischung daraus setzt - jede Alternative spielt sich völlig anders.
Technisch setzt Project Nomads neue Maßstäbe - jedenfalls im Genre der Echtzeit-Strategie. Da wogen Bäume im Wind, Vogelschwärme ergreifen beim Nähern der (leider nicht allzu gut animierten) Spielfigur die Flucht und der Tag- und Nachtrhythmus sorgt für spektakuläre Lichteffekte. Auch die Steuerung ist nahezu vorbildlich: Eine Dreitastenmaus und die Cursortasten reichen für die Bedienung aus. In dem Bemühen, eine möglichst einfache Oberfläche zu gestalten, wurde sogar auf Menüs und Buttons verzichtet. Ob man nun einen Doppeldecker fliegt, einen Geschützturm bedient oder sich mit der Artefakt-Presse herumschlägt, stets geht die Bedienung völlig intuitiv von der Hand. Lediglich der Verzicht auf die allgemein üblichen Seitwärtsbewegungen der Spielfigur sorgt gelegentlich für Verwirrung.
Aber das nicht gerade schlecht, das Spiel fordert nicht nur Strategen, sonder auch die lSpieler die Adventures mögen.
das wir bestimmt ein großer Erfolg.
aber ein verkaufserfolg bestimmt nich es ist ein deutsches spiel und wurde kein bisschen gehypet
http://www.pcgames.de/external/gfx/icons/arrow_right.gif Zum Artikel: http://www.pcgames.de/aid...