Project Cars 2 angespielt: Wetter, Karriere und Fazit

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Special Olaf Bleich - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Sascha Lohmüller - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Project Cars 2 angespielt: Wetter, Karriere und Fazit
Quelle: Namco Bandai

Knapp anderthalb Monate sind es noch, bis Project Cars 2 von den Slightly Mad Studios endlich erscheint. Wir haben die Rennsimulation noch einmal angespielt und verraten euch, welche Neuerungen im zweiten Teil des ambitionierten Projekts stecken.

Wind und Wetter

Project Cars 2 simuliert die über 50 Strecken absolut individuell. Die variabel einstellbaren Wettereffekte haben maßgeblichen Einfluss auf das Spielgeschehen. Selbst bei Sonnenschein habt ihr abseits der Ideallinie weitaus schlechteren Grip. Das erschwert das Anbremsen von Kurven und das Herausbeschleunigen. Dreher oder dergleichen gibt es aber nicht, sofern wir nicht zu risikoreich zu Werke gehen. Doch fällt Regen oder gar Schnee, sieht die Sache schon ganz anders aus. Das Spiel bezieht nicht nur die Oberflächenbeschaffenheit mit ein, sondern auch Faktoren wie die Temperatur der Strecke und der Reifen. Bei Regen etwa kühlen die Gummis schneller ab und wer allzu oft durch Pfützen oder auf saftig durchtränkte Wiesen fährt, der büßt deutlich an Grip ein. Bei Schnee wird es noch komplizierter. Dann verwandelt sich das Durchtreten des Gaspedals in ein Wagnis und bestimmte Fahrzeugklassen kommen mit diesen Gegebenheiten überhaupt nicht klar. Für sie wird das Rennen zur Schlitterpartie.

Wir lernen unsere Lektionen auf die harte Tour. Als wir in der Formula Rookie nach einer Kurve nur kurz mit einem der Hinterräder ins Kiesbett rutschen und im Anschluss auch noch die Ideallinie verpassen, reißt es das Heck unseres Fahrzeugs förmlich zur Seite. Eine Rückspul-Funktion gibt es in Project Cars 2 nicht. Gerade bei langen Rennen erfordert das Spiel daher höchste Konzentration. Ein Patzer und die Mühen der vergangenen Minuten waren umsonst. An den Fahrhilfen muss Slightly Mad Studios allerdings noch ein wenig arbeiten. Gerade Bremshilfen erwiesen sich im Test noch als allzu dominant und griffen oft sehr voreilig ins Geschehen ein.
Laguna Beach gehört zu den schönsten Strecken im Spiel. Der Stadtkurs strotzt vor Details wie dieser Brücke oder einem hübschen Blick auf den nahegelegenen Freizeitpark. Quelle: PC Games Laguna Beach gehört zu den schönsten Strecken im Spiel. Der Stadtkurs strotzt vor Details wie dieser Brücke oder einem hübschen Blick auf den nahegelegenen Freizeitpark. Ganz schön unscharf: Mit Hilfe des Kameramodus schießen wir in der Wiederholung Fotos von Rennmomenten und verändern beispielsweise den Fokus oder legen Filter über das Bild. Quelle: PC Games Ganz schön unscharf: Mit Hilfe des Kameramodus schießen wir in der Wiederholung Fotos von Rennmomenten und verändern beispielsweise den Fokus oder legen Filter über das Bild.

Die virtuelle Karriere

Das Einzelspielerherz von Project Cars 2 ist aber - trotz aller Auswahlmöglichkeiten bei den freien Rennen - die Karriere. Diese baut auf dem Grundgerüst des Vorgängers auf, präsentiert sich jedoch zugänglicher und abwechslungsreicher. "Wir möchten dem Spieler das Gefühl eines echten Rennfahrers vermitteln," schwärmt Rod Chong, COO bei Slightly Mad Studios, und blickt dabei immer wieder auf die Notizen auf seinem Smartphone. Zum Start der Karriere basteln wir uns zunächst einen eigenen Fahrer. Danach leitet uns das Spiel auf den Auswahlbildschirm. Hier warten sechs Kategorien unterteilt in fünf Wettbewerbe mit insgesamt 29 Rennklassen auf uns. Waren im Vorgänger noch alle Rennserien sofort frei verfügbar, hängt Slightly Mad Studios diesmal vor die finalen zwei jeder Kategorie ein Vorhängeschloss.

Wir müssen also erst Erfolge einfahren, ehe wir diese freischalten. Wir beginnen aber nicht zwangsläufig auf der ersten Stufe, sondern können auch mittendrin einsteigen. In der Anspielrunde entscheiden wir uns für die Formula Rookie und suchen im Anschluss erst den nächsten Pokalwettbewerb und anschließend einen Rennstall aus. Ein kurzes Intro-Video bereitet uns mit hübschen Bildern auf die kommenden Stunden vor. Im Hauptmenü weckt besonders der Punkt "Manufacturer Drives" unsere Aufmerksamkeit. Indem wir für bestimmte Hersteller fahren, steigern wir die Verbundenheit zu dieser Marke. Das wiederum schaltet mit der Zeit neue Events frei und als Belohnung gibt es neue Autos. Diese sind zwar im freien Rennen bereits freigeschaltet, können aber nur über die Firmen-Rennen auch für die Karriere aktiviert werden.

Bildergalerie

Trophäensammler - nicht nur auf PS4

Diese Wechselwirkung soll für Motivation sorgen. Zudem schauen wir uns im Trophäenschrank noch einmal unsere Erfolge an und sogenannte Lebensziele dienen als Langzeitaufgaben. Wollen wir beispielsweise die Plakette Triple Crown, müssen wir erst den Monaco Grand Prix, das Indy 500 und die 24 Stunden von Le Mans gewinnen. Ob die Karriere aber wirklich dauerhaft motiviert, das bleibt abzuwarten. Slightly Mad Studios legt den Fokus natürlich extrem auf den eigentlichen Rennsport. Die Präsentation des Rennfahrerlebens wirkt dagegen ein wenig blass und nüchtern. Letztlich be­ackern wir einfach nur einen Event nach dem anderen und gewinnen möglichst viele Pokale. Allerdings denken die Entwickler auch hier an jene Spieler, die nicht so viel Zeit haben. Erneut bestimmen wir selbst die Länge der Renn­serien und der Events. Die einzelnen Wettbewerbe der Formula Rookie etwa regeln wir von vier auf zwei Rennen herunter, entfernen kurzerhand Qualifying und Übungsrunden und reduzieren die Rundenanzahl auf ein Minimum. Project Cars 2 versucht also in allen Belangen den Spagat zwischen Simulationsfans und Gelegenheitsspielern.

Fazit

Meinung

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  1. Seite 1 Project Cars 2 angespielt: Letzter Boxenstopp vor der Ziellinie
  2. Seite 2 Project Cars 2 angespielt: Wetter, Karriere und Fazit
  3. Seite 3 Project Cars 2 angespielt: Interview mit dem Game Director
    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sascha Lohmueller Redaktionsleiter Print
        Zitat von Herbboy
        Naja, irgendwie stimmt es aber: das ist die Start/Zielgerade mit der ersten Kurve, die sehr U-förmig ist, quasi ne Schleife - und der Streckenteil ist im Norden der Strecke. Also eine Nordschleife... ;) :D
        Genau, das meinten wir. Was denn sonst? *hust* [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Sascha Lohmueller Redaktionsleiter Print
        Zitat von Herbboy
        Naja, irgendwie stimmt es aber: das ist die Start/Zielgerade mit der ersten Kurve, die sehr U-förmig ist, quasi ne Schleife - und der Streckenteil ist im Norden der Strecke. Also eine Nordschleife... ;) :D
        Genau, das meinten wir. Was denn sonst? *hust* [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von smutjesmooth3011 Mitglied
        Zitat von Rabowke
        ... sicherlich, aber ich muss keine x. Strecken haben, wo jede dritte gleich aussieht.

        Siehst du ... in Forza 2 hätte man natürlich auch in Echtzeit fahren können oder eben beschleunigt, aber ganz ehrlich: 20min in dem höchsten Schwierigkeitsgrad ohne Fahrhilfen reicht vollkommen aus, jedenfalls mir! :ugly:
        Nur die Harten kommen in den Garten wenn schon ohne Fahrhilfen dann in Echtzeit.Realistisch ist schon geil. Freue mich sehr auf Teil 2 mit Schnee Rennen und Rallye. Grafisch ist es doch vollkommen in Ordnung.Ich glaube zu Release werde ich nicht enttäuscht auch wenn ich abwarte und nicht mehr vorbestelle. ;)
      • Von Rabowke Klugscheißer
        Zitat von Neawoulf
        Finde längere (aber nicht zu lange) Rennen auch besser, auch für den Multiplayermodus. Das Problem mit kurzen Rennenevents ohne Training und Quali a la Forza ist auch, dass die dem Spieler einen echt miesen Fahrstil antrainieren. Man startet von einem der hinteren Plätze und hat dann drei Runden Zeit, sich mit aller Gewalt auf's Treppchen vorzukämpfen. Das funktioniert dann aber nur, wenn man ein absoluter Profi mit ner wirklich sauberen Linie ist oder eben mit übermäßig aggressiver Fahrweise, die man sich dann auch für eventuelle Onlinerennen nicht so leicht wieder abgewöhnt. Bin ich kein Fan von.
        Wobei das aber auf Forza 2 nicht zutrifft ... hier gab es durchaus Training & Quali.

        Man hatte nur immer die Wahl, ob man sich das wirklich antun möchte, oder ob man direkt das Rennen spielen möchte.

        Aber wie man merkt, jeder hat andere Vorlieben und Anforderungen und damit ist es umso schöner, wenn die Spiele darauf eingehen und jedem das bieten, was man möchte.
      • Von Neawoulf Mitglied
        Finde längere (aber nicht zu lange) Rennen auch besser, auch für den Multiplayermodus. Das Problem mit kurzen Rennenevents ohne Training und Quali a la Forza ist auch, dass die dem Spieler einen echt miesen Fahrstil antrainieren. Man startet von einem der hinteren Plätze und hat dann drei Runden Zeit, sich mit aller Gewalt auf's Treppchen vorzukämpfen. Das funktioniert dann aber nur, wenn man ein absoluter Profi mit ner wirklich sauberen Linie ist oder eben mit übermäßig aggressiver Fahrweise, die man sich dann auch für eventuelle Onlinerennen nicht so leicht wieder abgewöhnt. Bin ich kein Fan von.

        Wenn ich die Karriere spiele (antesten werde ich die auf jeden Fall, wenn's Spaß macht auf jeden Fall auch länger), werde ich schauen, dass ich mir Rennen mit ner Länge von ca. 30, maximal 40 Minuten einstelle, je nach Fahrzeug (bei Karts jetzt nicht unbedingt, da reichen 10 bis 15 Minuten). Dann ist das Rennen lang genug, um auch ordentlich Positionswechsel in jede Richtung zu haben (hoffentlich wird da auch die KI schön, aber fair fighten, so dass es auch vor und hinter einem zu reichlich Zweikämpfen und Positionswechseln zwischen KI-Fahrern kommt), aber eben auch nicht zuuu lang. Wenn ich online fahre, merke ich nach 40 Minuten Rennen schon, dass ich ziemlich kaputt bin und meine Konzentration langsam nachlässt. Und da ich über den Kauf eines Direct Drive Lenkrads nachdenke (Fanatec soll endlich mal Details nennen), kommt dann auch noch die körperliche Erschöpfung dazu. Und ich muss auch nicht jedes Rennen gewinnen, daher stelle ich die KI auf jeden Fall auf einen recht hohen Wert. Ein hart erkämpfter fünfter Platz ist mir lieber, als ein geschenkter Sieg.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Coolio
        Dann hab ich dich wohl falsch verstanden.
        Ich wollte eigentlich nur erklären, dass der Karrieremodus hier für beide Spielertypen geeignet ist.
        Die, die realistische Rennen fahren wollen können die maximale Länge einstellen und die anderen können das nach ihren Bedürfnissen anpassen/reduzieren.
        jo, so was finde ich gut. Mir ging es vor allem darum zu sagen, dass ich einem "Motorsport"-Spiel definitiv ich sag mal mind. 10 Runden erwarte, zu viele solcher Games aber nur 3 Runden bieten im Karrieremodus. Da hat man dann 150 Rennen zu je 3 Runden in der Karriere - viel besser wären 20 Rennen mit je 25 Runden oder so. Bei "Straßenrennen"-Games sind kurze Rennen aber völlig ok bzw. sogar "nötig" ist, denn Straßenrennen mit "Privatwagen" wie bei den meisten NFS-Teilen oder Forza Horizon, die mehr als 15 Min, wären wiederum Unfug ;)
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