Pro Evolution Soccer 4
Schwache Lizenzen
Um alle Funktionen auszunutzen, ist ein Acht-Tasten--Gamepad unabdingbar. Die beste Kontrolle bietet allerdings nach wie vor das geschmeidige PS2-Pad, das Sie mithilfe eines Adapters auch an Ihren PC klemmen können. Die fünf Schwierigkeitsgrade (den sechsten schalten sich Profis im Spielverlauf frei) machen Pro Evolution Soccer 4 für Einsteiger und Profis gleichermaßen zum Erlebnis. Mit den umfangreichen Trainingsoptionen studieren Sie zudem sämtliche Spielzüge, Standardsituationen und die kniffligen Freistöße ein. Viele Spieler dürften sich nach wie vor über die schwachen Lizenzen ärgern. Von den über 4.500 im Spiel enthaltenen Kickern verfügt nur ein Bruchteil über Originaldaten, die breite Masse besteht nach wie vor aus Fantasiesportlern. Zwar hat Konami erstmals drei komplette Ligen eingekauft (Spanien, Holland, Italien), die restlichen Clubmannschaften laufen aber größtenteils unter falschem Namen auf. Aus Deutschland sind etwa Teams wie Ruhrgebiet, Hauptstadt oder Rekordmeister dabei. Schade: Die Mehrheit der Nationalmannschaften - da-runter auch Jürgen Klinsmanns Truppe - muss ebenfalls ohne authentische Daten auskommen. Dafür lassen sich die "echten" im Spiel enthaltenen Fußballer wie David Beckham, Zinedine Zidane, Ronaldo oder Wayne Rooney im 3D-Match leicht erkennen. Die Spielgrafik trennt nicht viel vom Präsentationsweltmeister FIFA 2005, die Umgebungsgrafik der Stadien sowie die platt-pixeligen Zuschaueranimationen enttäuschen jedoch nach wie vor.
Mehr Mehrspieler-Modi
Neben den bekannten Trainings- und Freundschaftsspielen sind auch wieder ein Turnier-Modus sowie der bekannte und um Manager-Optionen erweiterte Meisterliga-Modus mit von der Partie. Und Freunde gepflegter Netzwerk- oder Internet-Matches müssen nicht länger darben oder auf FIFA 2005 schielen, denn Pro Evolution Soccer 4 bietet beides (siehe Extrakasten). Fast zu schön, um wahr zu sein ...
