Stundenlang gespielt: Prince of Persia - The Lost Crown wird mein erstes Highlight für 2024

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Special Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Stundenlang gespielt: Prince of Persia - The Lost Crown wird mein erstes Highlight für 2024
Quelle: Ubisoft

Das neue Prince of Persia soll ein Reinfall sein? Von wegen! Felix hat The Lost Crown stundenlang gespielt und gibt Entwarnung: Ubisofts Metroidvania macht sehr viel richtig.

Im Gegensatz zu Metroid oder Castlevania sind die Umgebungen eher spärlich mit Gegnern bestückt. Dafür trifft man aber schon früh auf Standard-Feinde, die richtig gefährlich werden können. Sargon hält nur wenige Treffer aus und seine Heilmöglichkeiten sind begrenzt, schon der normale Schwierigkeitsgrad ist darum angenehm fordernd. Zwar nicht auf Souls-like-Niveau, aber definitiv kniffliger, als ich erwartet hatte!

Oft lohnt es sich deshalb, die Verteidigung von Gegnern mit einem beherzten Kick zu durchbrechen, hinter den Feind zu hechten oder aus der Luft anzugreifen - wer hier beim Training aufgepasst hat, ist klar im Vorteil.

Auch die Bosskämpfe sind nicht von schlechten Eltern. Die ersten Minibosse packe ich zwar alle im ersten Anlauf, doch spätestens beim Kampf gegen einen riesigen Mantikor beiße ich doch mal kurz ins Gamepad: Wildes Draufhauen bringt gar nichts, ich muss die Angriffsmuster lernen, mich auf die nächsten Phasen einstellen, mir die Heilung gut einteilen.

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So brauche ich insgesamt sechs Anläufe, bis das Vieh im Staub liegt. Frust kommt trotzdem nicht auf: Nach jedem Tod fragt mich das Spiel, ob ich beim letzten Speicherpunkt oder doch lieber direkt vor dem Bosskampf starten will. Sollte mir ein Boss noch zu schwer sein, kann ich also auch erst mal einen anderen Weg einschlagen und später zurückkehren.

Spätestens beim Mantikor lerne ich auch die Spezialangriffe zu schätzen: Wenn Sargon mehrere Treffer landet, füllt sich eine Magieleiste, wodurch er dann zum Beispiel einen besonders starken, cool animierten Angriff auslöst, der jede Verteidigung durchbricht. Später darf man diese Zauber übrigens auch auswechseln und verbessern, denn was wäre ein Metroidvania ohne Charakterentwicklung?

Von den Großen gelernt

Natürlich findet ihr unterwegs mehrere wichtige Fähigkeiten und Gegenstände, mit denen sich das Spiel nach und nach für euch öffnet. Mit einem Bogen holt ihr beispielsweise nicht nur fliegende Feinde vom Himmel, sondern aktiviert auch entfernte Schalter. Mit der Dash-Fähigkeit gelangt ihr lässig über tiefe Abgründe. Bestimmte Steine lassen sich auf magische Weise verschieben. Und den Diskus, den man kurz nach dem Bogen erhält, könnt ihr, ähnlich wie in Bloodstained, geschickt um die Ecke werfen.

Sargon schwingt an eine Stange, ein Feind schießt einen Pfeil. Quelle: Ubisoft Eine andere Mechanik hat sich Ubisoft vermutlich von Hollow Knight abgeschaut: Sargon findet unterwegs immer wieder kleine Amulette, die er an seiner Halskette befestigen kann und die ihm dann verschiedenste passive Boni verleihen. Diese Anhänger lassen sich an jedem Speicherpunkt auswechseln und beim Händler könnt ihr euch auch neue Exemplare kaufen.

Gleich daneben findet ihr außerdem eine Schmiede, an der euch die Göttin Kaheva eure Ausrüstung verbessert. Hier dürft ihr dann beispielsweise die Basiswerte von Sargons Waffen und Rüstung steigern, aber auch eure Amulette lassen sich hier mehrfach aufstufen - wenn ihr also eine Kombination gefunden habt, die zu eurem Spielstil passt, könnt ihr sie so noch verstärken.

Prince of Persia: The Lost Crown Quelle: PC Games Bezahlt wird übrigens mit magischen Scherben, die ihr in zerdepperten Krügen, Schatzkisten oder bei besiegten Gegnern findet. Ist irgendetwas davon neu oder innovativ? Nö! Und das ist auch in Ordnung so.

Streitfrage: Die Grafik

Der Grafikstil wird keine Preise gewinnen, gerade manche der Umgebungen wirken etwas detailarm. Zwar bleiben die Umgebungen meistens gut lesbar, doch optisch ist das einfach kein Vergleich zur Edelgrafik eines Ori. Selbst das sieben Jahre alte Strider kann da gut mithalten. Aber: Hässlich ist das Spiel deshalb noch lange nicht, in Bewegung macht es deutlich mehr her als auf Screenshots - die flüssigen Animationen machen viel aus.

Und falls euch die ätzende Musikuntermalung im ersten Trailer immer noch Sorgen bereitet, darf ich euch beruhigen: Davon ist im Spiel nicht das Geringste zu hören, denn es klingt genau so, wie man es von einem Prince of Persia erwartet: Beim Erkunden sorgt zurückhaltende, orientalisch angehauchte Musik für Stimmung und bei den Bosskämpfen kommen treibende, rockige Stücke zum Einsatz, die auch prima zu Sands of Time gepasst hätten.

Ein Pluspunkt ist außerdem die ordentliche, komplett deutsche Sprachausgabe, die gibt's im Genre ja eher selten. Allerdings ruft Ubisoft auch 50 Euro für das Spiel auf, das ist für ein Metroidvania schon recht hoch gegriffen. Eine gewisse Ausstattung darf man da sicher erwarten.

Demo: So spielt ihr Prince of Persia schon vor Release

Ich liebe Sands of Time seit der ersten Stunde, es ist bis heute einer meiner Favoriten. Aber ich habe mich schon oft gefragt, warum Ubisoft nie versucht hat, daraus auch mal ein schönes Metroidvania zu stricken. Es passt einfach zusammen! Natürlich kann The Lost Crown nicht ein Sands of Time oder sein Remake ersetzen, soll es aber auch nicht - an der problematischen Neuauflage wird schließlich immer noch gearbeitet.

Für Unentschlossene wird Ubisoft schon bald eine kostenlose Demo veröffentlichen: Am 11. Januar, also genau eine Woche vor dem finalen Release, könnt ihr die Schnupperfassung ausprobieren. Damit will man offenbar einige Skeptiker überzeugen, denn auch Ubisoft weiß, dass der Ruf des Spiels unnötig gelitten hat. Mit einer der Demo vor Release beweisen sie also Vertrauen in ihr Spiel - und ich finde, dazu haben sie auch allen Grund.

Meinung

Was denkt ihr über die Neuausrichtung von Prince of Persia? Werdet ihr dem Metroidvania-Ansatz eine Chance geben? Oder hat euch der erste Trailer so abgeschreckt, dass ihr keine Lust mehr auf das Spiel habt? Schreibt mir eure Meinung! Transparenzhinweis: Die Preview-Version des Spiels wurde uns von Ubisoft zur Verfügung gestellt.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von breakdancer071 Spiele-Novize/Novizin
        Habe die Demo gespielt. Mega Game.
      • Von breakdancer071 Spiele-Novize/Novizin
        Habe die Demo gespielt. Mega Game.
      • Von Schalkmund Nerd
        Fiese Friese aber das Gameplay schaut nett aus.
      • Von Felix Schuetz Redakteur
        Zitat von AlBundyFan
        es sieht eh super aus - aber wenn ich lese, dass man bei einem bildschirmtod entweder beim boss oder beim letzten speicherpunkt weitermachen kann klingt es doch eher nach einem ganz normalen jump'n' run und nicht metroidvania.
        so eines zeichnet sich doch dadurch aus, dass man bei einem tod von anfang an weitermachen muss aber immer stärker wird und dadurch die passagen und kämpfe immer leichter.

        und dass man seien spielfigur durch passive boni besser machen kann ist sicher keine einführung von hollow knight sondern das gab es schon bei spielen vor 30 jahren.
        Die Auswahl nach dem Tod bezieht sich nur auf Bosskämpfe. Nur da hat man die Möglichkeit, sich den Ort zum Wiederbeleben auszusuchen. In Metroidvanias muss man ja normalerweise nach dem Tod nochmal zum Boss hinlatschen - und diesen Frustfaktor wollen die Entwickler damit wohl umgehen. Die Alternative wäre ein Speicherpunkt direkt vor dem Boss, was aber auch nicht immer ideal ist. Jetzt hat man einfach beide Möglichkeiten.
      • Von Felix Schuetz Redakteur
        Zitat von derboehsevincent
        Sind 60 FPS etwas das man erwähnen muss? Das Spiel sieht aus als wenn es auf einem Handy laufen würde, da erwarte ich eher 3 Stellige FPS Zahlen (ohne AI Geschummel)
        Die Aussage mit den 60 Fps ist für PC-Spieler natürlich nicht überraschend. Doch wer auf PS4, Xbox One und vor allem auf Switch spielt, sollte sich für diese Info eigentlich interessieren. Das Gameplay ist auf 60 Fps ausgelegt.
      • Von Felix Schuetz Redakteur
        Zitat von AlBundyFan
        und dass man seien spielfigur durch passive boni besser machen kann ist sicher keine einführung von hollow knight sondern das gab es schon bei spielen vor 30 jahren.
        Eh klar. Aber das System mit den Amuletten und den Slots, die man dafür freischaltet, ist schon sehr, sehr nahe an Hollow Knight.
      Direkt zum Diskussionsende
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