Prime Time

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Krieg um die Kiste: Als Fernsehmanager bestimmen Sie, was in der Glotze läuft. Spaß macht das allerdings nicht immer.

Die Bürografiken wirken 2006 reichlich antiquiert. Hier heißt Sie Ihr Boss gerade im neuen Job willkommen - per Sprechblase. Die Bürografiken wirken 2006 reichlich antiquiert. Hier heißt Sie Ihr Boss gerade im neuen Job willkommen - per Sprechblase. Wie der Klassiker Mad TV (1991) macht Sie auch Prime Time zum Boss Ihres eigenen Fernsehsenders. In einem 3D-Städtchen mit dem einfallsreichen Namen Blickfeld buhlen Sie mit drei konkurrierenden TV-Anstalten um die Gunst des Publikums. Ihr Arbeitstag beginnt um 18 Uhr und endet eine Stunde nach Mitternacht. Dies sind auch gleichzeitig die Sendezeiten, den Rest des Tages bleiben in Blickfeld die Bildschirme schwarz.

Damit die meisten Leute Ihren Sender einschalten, kaufen oder produzieren Sie quotenträchtige Filme und Serien aus den verschiedensten Genres, Nachrichten, Magazine oder Fernsehshows. Außerdem schalten Sie lukrative Werbeblöcke, erweitern Ihr Sendegelände und heuern fähiges Personal an. Egal ob Archivar, Programmplaner oder Nachrichtensprecher, die Auswahl an zu besetzenden Posten ist so gigantisch, dass die Übersicht leicht flöten geht.

Nur fiktive Filme und Serien

Hier kaufen Sie Ihre Sendungen: Je teurer ein Streifen, desto mehr Zuschauer schalten ein. Hier kaufen Sie Ihre Sendungen: Je teurer ein Streifen, desto mehr Zuschauer schalten ein. Am meisten Spielzeit verbringen Sie im optisch gruseligen Programmplaner-Menü, das an eine grau eingefärbte Excel-Tabelle erinnert, sich aber kinderleicht bedienen lässt. Bis spätestens Freitag müssen Sie Ihr Programm für die Folgewoche zusammengestellt haben, nachträgliche Änderungen sind nicht möglich. Wie viele Leute welchen Sender einschalten, ist stets sichtbar.

Wer in der detail-armen 3D-Stadt auf ein Haus klickt, blickt durch den Fernseher auf seine Zuschauer. Andere Gebäude wie Bank oder Rathaus erreichen Sie praktischerweise per Quick-Link-Funktion - die Stadt selbst ist zum Zurechtfinden zu unübersichtlich. Spaß kommt dennoch auf, denn das hektische Planen und finanziell oft risikoreiche Einkaufen Ihres Programms fesselt anfangs an den Bildschirm wie die erste Mondlandung.

Über die mäßige Optik kann man hinwegsehen, langfristig fehlt es Prime Time aber an Abwechslung. Größtes Manko: Film- und Serientitel sind rein fiktiv und auch namentlich nicht an bekannte Formate angelehnt. Dadurch geht dem Spiel eine Menge echter TV-Atmosphäre flöten. Einen Editor werden deshalb viele Spieler schmerzlich vermissen.

Bildergalerie: Prime Time: Der Fernsehmanager
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (4 Bilder)

Wertung zu Prime Time: Der Fernsehmanager (PC)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Herausfordernde ComputergegnerÜbersichtliche Programmplanung
Veraltete GrafikNur fiktive Filme und SerienKein Editor

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