Prey im Test: Vielfalt, Fazit & Wertung

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Test Peter Bathge Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 25,49 €
Prey im Test: Vielfalt, Fazit & Wertung
Quelle: Bethesda

Test und Video verraten, ob Arkane nach Dishonored 2 einen weiteren Gameplay-Hit abliefert. Oder ob man sich am Vorbild Bioshock die Zähne ausbeißt.

Prey im Test: Ordentlicher Umfang, viel Backtracking

Ablenkungsgranaten lenken die Aufmerksamkeit von Feinden auf einen bestimmten Punkt - währenddessen kann der Spieler fliehen oder vorbeischleichen. Quelle: PC Games Ablenkungsgranaten lenken die Aufmerksamkeit von Feinden auf einen bestimmten Punkt - währenddessen kann der Spieler fliehen oder vorbeischleichen. Weil Ressourcen wie Medkits und Munition stark begrenzt sind, artet fast jede Auseinandersetzung in Stress aus. Das scheint durchaus Absicht seitens Arkane zu sein, denn der Spieler kann auch schleichen, verschiedene Granaten zur Schwächung oder Ablenkung der Feinde einsetzen sowie Gasflaschen und andere Umweltgefahren für seine Zwecke nutzen. Auch Geschütztürme gibt es, die für euch die Drecksarbeit machen - sehr praktisch. Tatsächlich aber erschienen uns die meisten dieser Werkzeuge auf Dauer viel zu schwach, die Ablenkfalle etwa dauert nur ein paar Sekunden lang an. Und für jeden Standardgegner einen aufwendigen Schlachtplan erstellen, um sich irgendwie durchzumogeln, bevor Morgan das Zeitliche segnet - das wird einige da draußen begeistern und motivieren, aber zumindest im einfachen Spielmodus hätten wir uns ein zugänglicheres, Fehler verzeihendes Spieldesign gewünscht.

So jedoch sind wir nach einer Weile an den meisten Gegnern einfach nur noch vorbei gerannt. Denn ihr Ableben bringt keine Erfahrungspunkte für den Hauptcharakter mit sich und in Sachen Loot sind die Typhons auch nicht eben üppig bestückt. Die Motivation, sich in die langwierigen, auf Dauer nervigen Gefechte zu stürzen, nur um am Ende mit ein paar Materialien für das simple Crafting-System belohnt zu werden, hielt sich bei uns in Grenzen. Zumindest sobald wir einmal alle Teile der Raumstation gesehen und erkundet hatten. Anschließend kehrt man zwar für Haupt- und Nebenquests zwar noch mehrmals in die (nun dank Gegner-Respawn erneut von noch stärkeren Feinden bevölkerten) Gebiete zurück, aber dieses häufige Backtracking geht mit keinen neuen Belohnungen einher. Insgesamt wirkt die Spielzeit von Prey, die zwischen 15 und 20 Stunden liegt (25 bis 30, wenn man wirklich alle optionalen Aufgaben erledigt), leicht gestreckt. Im letzten Drittel des Spiels gibt's kaum noch neue Regionen zu erforschen, stattdessen nehmt ihr eine lange Ladezeit nach der anderen in Kauf, um für irgendwelche Besorgungen von einem Ende der Raumstation zum anderen zu hetzen. Auch hier zeigt sich die PC-Version leicht im Vorteil: Auf guten Rechnern fallen die Ladezeiten schlichtweg kürzer aus, das sorgt für besseren Spielfluss. Der starke Unschärfeeffekt von Prey lässt sich in den Konsolenversionen nicht ausstellen. Quelle: PC Games Der starke Unschärfeeffekt von Prey lässt sich in den Konsolenversionen nicht ausstellen.

Den eigenen Weg finden: Endlich mal Klopapier sein!

In anderen Belangen überzeugt Prey dafür mit einer Fülle an Möglichkeiten. Besonders die spielerische Freiheit war Entwickler Arkane Studios offensichtlich wichtig: Statt linearer Shooter-Korridore gibt's hier oft mehrere Wege zu einem Missionsziel, von Lüftungsschächten über von schweren Objekten verstellte Türen (lassen sich nur mit dem richtigen Neuromod-Skill anheben) bis hin zu kleinen Schlitzen, durch die vielleicht allenfalls eine Rolle Klopapier passt. Wie gut, dass ihr euch in Prey in genau eine solche verwandeln könnt! Das Skillsystem erlaubt Protagonist Morgan Yu nämlich, die Fähigkeiten von Mimics und anderen Typhon-Aliens zu klauen. Dafür müsst ihr die noch lebenden Exemplare erst einmal mit eurem Science-Fiction-Fernglas scannen, anschließend gilt es gefundene Neuromods (funktionieren wie die versteckten Runen in Dishonored) im Skill-Menü gegen Telepathie, Feuer- sowie Blitzangriffe und natürlich die Verwandlung in herumliegende Alltagsgegenstände einzutauschen. Als Aktenkoffer an Aliens vorbei zu kriechen oder in der Haut eines Geschützturms eine Treppe hoch zu hüpfen - das geht nur in Prey.

Das detailverliebte Leveldesign macht einem solch absurden Ausflüge schmackhaft, allerdings erreicht Prey in Sachen Verwinkelung und unterschiedliche Pfade pro Quadratmeter nicht ganz das Niveau von Dishonored 2 oder Deus Ex: Mankind Divided. Dennoch gibt's mehr als genug zu entdecken. Die GLOO-Kanone lässt sich zum Beispiel immer wieder dazu nutzen, an ansonsten unerreichbare Orte zu gelangen - etwa indem man sich mit den an Wänden haftenden Klebebrocken eine Treppe zu einer höheren Ebene baut. Auch Leck geschlagene Gasleitungen lassen sich so sprichwörtlich kitten. Und wenn brennende Benzinpfützen auf dem Boden das Weiterkommen erschweren, erstickt der Klebstoff die Flammen. Das Hacking-Minispiel nervt mit übersensibler Steuerung und fiesen Zeitlimits - Spaß macht es obendrein nicht. Quelle: PC Games Das Hacking-Minispiel nervt mit übersensibler Steuerung und fiesen Zeitlimits - Spaß macht es obendrein nicht. Wer darauf keine Lust hat, kann seine Neuromod-Punkte auch in bessere Hacking-Fähigkeiten investieren, um Türschlösser und vor E-Mails überlaufende Computerterminals zu hacken. Aber Vorsicht, das damit verbundene Minispiel gehört zu den schwächsten seiner Art. Ihr lenkt euren Cursor durch ein Labyrinth aus elastischen Platinenwänden und Stromschläge verteilenden Prozessoren - mit extrem empfindlicher Steuerung und unter dem Druck eines viel zu engen Zeitlimits. Schräg: Wer höhere Ausbaustufen des Hacking-Skills freischaltet, darf zwar auch schwierigere Schlösser öffnen, die simpleren Mechanismen werden dadurch aber nicht einfacher zu bewältigen.

Ungleich intuitiver ist das Sammeln und Verwerten von Schrott wie Bananenschalen oder Ersatzteilen, den ihr an Recyclingstationen zu Handwerksmaterialien verarbeitet. Mit diesen füttert ihr wiederum Fabrikatoren. An diesen Maschinen wählt ihr herzustellende Gegenstände aus: Mit zunehmender Spieldauer findet ihr immer mehr Blaupausen für Munition, Waffen und Hilfsmittel. Das mehrmalige Betätigen derselben Schaltflächen beim Herstellen einer großen Zahl gleicher Objekte ist zwar minimal umständlich. Dennoch motivieren das Crafting-System und die ständige Ressourcenknappheit einen dazu, wirklich jede Ecke nach nützlichen Gegenständen abzugrasen.

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Prey zweimal spielen? Ja, bitte!

Prey hat seine Fehler, keine Frage; es ist kein unumstrittenes Meisterwerk. Wer sich allerdings durchbeißt und sich auf das anspruchsvolle Spielprinzip von Prey und die zuweilen eher spröde, für ein AAA-Spiel untypische Inszenierung - statt Zwischensequenzen gibt's meistens nur Funksprüche anderer Figuren - einlässt, der dürfte auf Talos 1 viel Spaß haben. Besonders weil Arkane den Eindruck erweckt, wie schon in Dishonored den Spieler ernst zu nehmen: Es gibt keine unsichtbaren Grenzen, keine plötzlich ins Schloss schnappenden Türen, die den Weg versperren, bis man alle Gegner im Umkreis besiegt hat. Wer will, kann menschliche Figuren einfach um die Ecke bringen, auch wenn diese eigentlich wichtig für die Geschichte sind. Oder nicht: Mit der Betäubungspistole lassen sich von Typhon-Telepathen umgedrehte Menschen gewaltlos schlafen legen; habt ihr bis zum Ende des Spiels keinen einzigen virtuellen Menschen umgenietet, gibt's ein Achievement.

Im Spielverlauf steht ihr vor einigen moralischen Entscheidungen in Bezug auf das Schicksal der anderen Stationsbewohner. Quelle: PC Games Im Spielverlauf steht ihr vor einigen moralischen Entscheidungen in Bezug auf das Schicksal der anderen Stationsbewohner. Überhaupt spielen eure Taten und Entscheidungen im Spielverlauf eine große Rolle; die Endsequenz nimmt direkt Bezug auf euer Verhalten gegenüber den wenigen Überlebenden der Alien-Invasion. Auch deshalb lohnt sich ein zweites Durchspielen; die Geschichte lässt sich auf mehrere Arten zu Ende bringen. Unter anderem entscheidet auch die Menge an fremdartigen Typhon-Skills darüber, wie der Schlussakt aussieht. Toll!

Prey-Test: Was taugt die PC-Version?

Nachdem wir das Sci-Fi-Abenteuer auf Konsolen durchgespielt hatten, widmeten wir uns ab 4. Mai der PC-Fassung von Prey. Die hinterlässt bislang einen klar besseren Eindruck als die (ebenfalls guten!) Konsolenfassungen. Das liegt weniger an der Optik, die auf dem PC nur unwesentlich schöner wirkt, sondern an der spürbar flüssigeren Framerate und der präzisen Maus-Tastatur-Steuerung. Denn wo die Kämpfe gegen die teils rasend schnellen Gegner mit dem Gamepad schnell unübersichtlich und frustrierend werden können, wirken sich Maus und Tastatur wohltuend auf das Balancing aus. Selbst mit einer dürren Pistole sind die meisten Gegner flugs besiegt, indem man mit schnellen Klicks einfach ein ganzes Magazin in Sekundenbruchteilen durchballert! Das ist zwar keine schöne Art zu spielen, zumal Munition stets Mangelware ist, doch immerhin: Es ist möglich. Auch das Erkunden und ständige Aufsammeln der Items geht dank Maus etwas flotter von der Hand.
Das Inventar wird auf Knopfdruck automatisch sortiert, der begrenzte Platz lässt sich in mehreren Ausbaustufen vergrößern. Quelle: PC Games Das Inventar wird auf Knopfdruck automatisch sortiert, der begrenzte Platz lässt sich in mehreren Ausbaustufen vergrößern. Während man am Gamepad nur drei Gegenstände auf Schnellzugriffstasten legen kann, stehen in der PC-Version dafür zehn Slots zur Verfügung, die man ähnlich wie in Deus Ex oder System Shock mit den Zahlentasten aufruft. Prima! Ungewohnt dagegen, dass das Mausrad stets das Ringmenü zur Auswahl von Waffen und Skills öffnet - leider lässt sich diese Funktion auch nicht auf eine andere Taste legen. Generell wär es wünschenswert, wenn Arkane hier nochmal nachpatcht, denn eine frei belegbare Taste für Quicksave vermissen wir ebenso wie die Möglichkeit, einige Menütasten zu ändern.Inventar sortieren per "Z" oder Bestätigen per "Enter"? Nicht gerade intuitiv. Super dagegen, dass man Items im Inventar bequem per Drag & Drop verschieben kann!

Die Schrotflinte entpuppt sich als das effektivste Tool in Prey, um Aliens möglichst schnell loszuwerden. Quelle: PC Games Die Schrotflinte entpuppt sich als das effektivste Tool in Prey, um Aliens möglichst schnell loszuwerden. Technisch zeigen sich unsere Kollegen von PC Games Hardware schon nach ihren ersten Tests zufrieden: Zwar werden die Fähigkeiten der Cryengine 3 nicht ausgeschöpft und einige zu spät nachladende (Streaming) oder verwaschene (LoD) Texturen fallen auch am PC auf, doch dafür punktet Prey mit guter Performance bereits auf Mittelklasserechnern und prima Spielbarkeit. Allerdings: Ein FoV-Slider fürs Anpassen des Blickfelds fehlt. Noch mehr Infos zur PC-Technik von Prey sowie Benchmarks findet ihr bei unseren Kollegen auf pcgameshardware.de!

Prey ist ab heute, dem 5. Mai 2017, im Handel erhältlich - für PC, PS4 und Xbox One. Am PC kommt Steam als Kopierschutz zum Einsatz, auch bei der Ladenversion mit DVD. Eine DRM-freie Version gibt es nicht zu kaufen.

Prey im Test mit Video-Review: Fazit und Meinung

Meinungen

Wertung zu Prey (2017) (PC)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu Prey (2017) (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Prey (2017) (XBO)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Herrlich dichte, leicht gruselige AtmosphäreÜberdurchschnittlich gutes LeveldesignSpannende GeschichteTolle, variabel einsetzbare GLOO-KanoneJede Menge zu entdeckenViele Entscheidungen über das Schicksal von NPCsSolide Crafting- und Upgrade-MechanikenEinige gelungene SchockmomenteTeils unterschiedliche Routen durch die LevelsSpielzeit von etwa 20 Stunden (deutlich mehr, wenn man alles entdecken will!)Jede Menge Raum für ExperimenteVier jederzeit wechselbare SchwierigkeitsgradeFreies Speichern und Quicksave in allen drei FassungenDurchdachte SteuerungTechnisch überzeugende PC-Version
Kaum HöhepunkteWenige Waffen, mageres Treffer-FeedbackGelegentliche Frustgefahr durch übermächtige Gegner, vor allem zu BeginnExtrem viel Backtracking, gerade bei NebenquestsHacking-Minispiel mit nervigem ZeitlimitViele und lange Ladezeiten (besonders PS4, Xbox One)Vereinzelte KI-AussetzerTeilweise unschön nachladende TexturenDie Standard-Kampfmusik nervt nach einer Weile

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  1. Seite 1 Prey im Test: Handlung & Kämpfe
  2. Seite 2 Prey im Test: Vielfalt, Fazit & Wertung
    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Der Anfang vom möglichen Ende Arkanes. Und der Beginn von was Neuem, siehe Wolfeye Studios. Spekulierte übrigens auch Arkanes Gründer: "There was so much damage made back then, I mean who knows, maybe Arkane (Austin) would still be around today."

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Über die Namensgebung ist Colantonio heute noch stabil unglücklich. Aber nicht nur über die. Und: Leute entdecken das Spiel weiter heute erst und beißen sich in den Arsch. Als einen der inhaltlich schlimmsten Tests trotz Topwertung empfand ich übrigens den von der Gamestar. Motto: "Bioshock im Weltraum." All das, was das Spiel wirklich ausmachte, die Improvisation, die Möglichkeiten, die wurden entweder als Arbeit oder als Gimmick bezeichnet. Und damit all das, was Bioshock damals mit der Brechstange vermieden hatte, um die Spieler von damals populären Skript-Shootern sowohl mitzunehmen. Als auch nicht zu überfordern.

        Schlimm auch deshalb: Im Gegensatz zum langjährigen Trend geht Prey in Teilen sogar MEHR in die Tiefe als seine Vorläufer. Auch, dass sich seit neulich unter den RPGs ein BG3 wieder ernsthaft mit Taktikkampf und Komplexität dezent über Minesweeper an die Öffentlichkeit traut, ist nach wie vor die Ausnahmeerscheinung. Immerhin hatte es hier geklappt, auch mit dem Massenmarkt. Aber Standard-Fantasy zieht dann wohl doch mehr als Aliens -- zumal, wenn diese dann auch noch eher unkonventionell daherkommen. Statt mit mehr Zähnen als der böse Wolf -- oder mit einem von Hans Rudi Giger modellierten Penis als Kopf. :-D Und anders als Arkane/Bethesda wussten Larian ihr Spiel samt Freiheit als Pfund entsprechend zu pitchen: "Bei uns kannst du alles machen. Böse Orks mit Kaffeetassen bewerfen. Einfach fünfzig Kisten stapeln, um an dein Ziel zu kommen. Und im Anschluss mit einem Bär rumvögeln."

        Apropos: Alleine die Kaffeetasse in Prey hätte viral gehen können -- und müssen.
      • Von Svenc Gelegenheitsspieler/in
        Der Anfang vom möglichen Ende Arkanes. Und der Beginn von was Neuem, siehe Wolfeye Studios. Spekulierte übrigens auch Arkanes Gründer: "There was so much damage made back then, I mean who knows, maybe Arkane (Austin) would still be around today."

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Über die Namensgebung ist Colantonio heute noch stabil unglücklich. Aber nicht nur über die. Und: Leute entdecken das Spiel weiter heute erst und beißen sich in den Arsch. Als einen der inhaltlich schlimmsten Tests trotz Topwertung empfand ich übrigens den von der Gamestar. Motto: "Bioshock im Weltraum." All das, was das Spiel wirklich ausmachte, die Improvisation, die Möglichkeiten, die wurden entweder als Arbeit oder als Gimmick bezeichnet. Und damit all das, was Bioshock damals mit der Brechstange vermieden hatte, um die Spieler von damals populären Skript-Shootern sowohl mitzunehmen. Als auch nicht zu überfordern.

        Schlimm auch deshalb: Im Gegensatz zum langjährigen Trend geht Prey in Teilen sogar MEHR in die Tiefe als seine Vorläufer. Auch, dass sich seit neulich unter den RPGs ein BG3 wieder ernsthaft mit Taktikkampf und Komplexität dezent über Minesweeper an die Öffentlichkeit traut, ist nach wie vor die Ausnahmeerscheinung. Immerhin hatte es hier geklappt, auch mit dem Massenmarkt. Aber Standard-Fantasy zieht dann wohl doch mehr als Aliens -- zumal, wenn diese dann auch noch eher unkonventionell daherkommen. Statt mit mehr Zähnen als der böse Wolf -- oder mit einem von Hans Rudi Giger modellierten Penis als Kopf. :-D Und anders als Arkane/Bethesda wussten Larian ihr Spiel samt Freiheit als Pfund entsprechend zu pitchen: "Bei uns kannst du alles machen. Böse Orks mit Kaffeetassen bewerfen. Einfach fünfzig Kisten stapeln, um an dein Ziel zu kommen. Und im Anschluss mit einem Bär rumvögeln."

        Apropos: Alleine die Kaffeetasse in Prey hätte viral gehen können -- und müssen.
      • Von Crysisheld Mitglied
        Ich finds Scheisse, die CryEngine erinnert mich an ein Pleite Trio was immer nen großes Maul hatte mit Triple A for free und wenn man sich die Vegetation in Prey anschaut sieht es im Vergleich nicht wirklihc schön aus. Überhaupt wirkt das Spiel im Vergleich zu Deus Ex Mankind Divided ziemlich steril und leer. Aber das hat unser Tester natürlich übersehen...

        Auch das Intro mit dem Appartment und der Test Einrichtung einfach nur lächerlich. Es hätte so schön sein können ein Intro wie in DOOM3 man landet auf einer verlassenen Raumstation aber hier es fühlt sich alles ob Story, Leveldesign und Spielbarkeit (was ja jetzt gepatched wurde) einfach nur künstlich und schlimm an. Ich mag das Spiel überhaupt nicht. Müsste ich eine Wertung abgeben 2 von 5 Sternen wie in Amazon! Nebenbei die Amazon PS4 Version hat nen schönes Steelbook!"
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Geht mir genauso, wird eines der wenigen Spiele die Ich wirklich durchspiele. Auch immer wieder auftauchende Gegner finde ich gut, so ist immer Spannung beim Erkunden. Sehe das auch nicht als respawn wie so viele. Warum sollen Gegner die überall auf einer Raumstation umherstreifen immer an festen plätzen sein. Bis jetzt großes Kino und echt Klasse gemacht.
      • Von weazz1980 Hobby-Spieler/in
        Zitat von Staplerfahrer7388
        Bin von Prey echt überascht. War eher ein Spontankauf gestern :D und gleich mal 7 Stunden am stück gezockt. Die Atmo ist echt gut, auch grafisch obwohl ich mir mit der Cryengine mehr erhofft habe. Soundkulisse ist auch top.
        Seit gestern hasse ich Mimiks, jedesmal erschrekce ich mich wenn die auf einmal in ihrer richtigen Form vor einen rumspringen.....
        Ging mir genauso. Ich liebe das Spiel. Es läuft so schön butterweich, die Animationen der Gegner sind klasse, die ganze Atmosphäre. Hat mich gestern auch nicht mehr los gelassen und kann es kaum noch erwarten, wieder los zu legen.

        Für mich der Überraschungshit des Jahres, da ich das Spiel vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte...
      • Von sealofdarkness Mitglied
        Wie ähnlich sind sich Prey und System Shock 2 (+Bioshock) im Hinblick auf Schwierigkeit und Gegner-respawn? Ich habe mir letztens nämlich System Shock 2 gekauft und finde es eigentlich auch ganz gut, nur eine sehr elementare Mechanik spricht mich nicht wirklich an (was es bei Bioshock auch nicht getan hat), nämlich, das ständige Respawnen der Gegner, wenn man einen Raum leer geräumt hat und ihn dann 2 Minuten später wieder besucht. Da geht für mich das Survival-Feeling flöten, weil man nach einer gewissen Zeit einfach mal das Pech hat und von respawnten Gegnern umgenietet wird, dabei etliche Medikits verbraucht hat, um dann schlussendlich bei nem Regenerator-Automat inkl. Geldverlust wiederbelebt zu werden.
        Ich möchte zwar auch eine Herausforderung haben, aber das Respawn-System + das Alarm-System von System Shock 2 und Bioshock fand ich grausig, sodass ich letztere Spielreihe jeweils immer schön auf leicht gespielt habe, damit ich zumindest die Story genießen kann.

        Ist es bei Prey auch so "nervig"?
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