Portal: Begleiterkollektion im Test: Geniale Sammlung, die man gespielt haben muss

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Portal: Begleiterkollektion im Test: Geniale Sammlung, die man gespielt haben muss
Quelle: Valve

Zugegeben, so richtig griffig ist der Name "Begleiterkollektion" nicht. Aber das sollte euch auf keinen Fall vom Kauf abhalten: Die Switch-Sammlung aus Portal und Portal 2 vereint zwei Puzzle-Meisterwerke zu einem unschlagbaren Paket. Auch die technische Umsetzung kann sich absolut sehen lassen, beide Spiele zeigen sich auf der Switch in Topform.

Es gibt nur wenige Spiele, von denen wir sagen würden: Die müsst ihr einfach mal gespielt haben. Portal und sein Nachfolger zählen aber definitiv dazu. 2007 veröffentlichte Valve das erste Portal - ein Experiment, das auf einem kreativen Studentenprojekt basierte und nur von einem kleinen Team gebastelt wurde. Trotz kurzer Spielzeit wurde das Puzzle-Abenteuer mit Begeisterung aufgenommen, die Fans verlangten nach mehr. Vier Jahre später legte Valve mit Portal 2 nach, ein Meilenstein, der eine Traumwertung nach der nächsten kassierte. Elf Jahre sind seitdem vergangen und nun kommen auch endlich Switch-Besitzer in den Genuss: Beide Portal-Spiele wurden als astreine Sammlung umgesetzt, die kaum noch Wünsche offen lässt. (Hier könnt ihr euch Portal: Begleiterkollektion für Switch kaufen.)

Portal setzt auf eine wundervoll simple Idee, aus der Valve aber unglaublich viel herausholt. Ihr spielt die stumme Heldin Chell, die anfangs in einer grau-weißen Zelle erwacht. Eine Computerstimme grüßt aus dem Off, sie gehört GLaDOS, einer allmächtigen KI, die über Aperture Science wacht. Diese gigantische Anlage dient scheinbar nur einem einzigen Zweck: Dem Testen neuer Technologien. GLaDOS hat uns als Testsubjekt auserkoren und stattet uns deshalb mit der kultigen Portalkanone aus. Damit schießen wir blaue und orange Portale an bestimmte Oberflächen, durch die wir dann nach Belieben hindurchmarschieren können. So erreichen wir beispielsweise entfernte Ausgänge, lassen uns von der Decke auf bewegliche Plattformen fallen oder schleudern uns geschickt in unerwartete Höhen.

Schnell kommen neue Rätsel und Mechaniken ins Spiel, die dank der ausgefeilten Physik-Engine auch heute noch viel Spaß machen: Würfel wollen auf Schalter gelegt werden, wir lenken die Flugbahn von Energiekugeln um oder mogeln uns geschickt an tödlichen Roboter-Geschützen vorbei, die uns mit putzigen Stimmchen zurufen, wir mögen doch bitteschön in ihren Zielbereich laufen. Gekämpft wird allerdings nie! Portal spielt sich zwar wie ein Shooter aus der Ego-Ansicht, doch das Gameplay setzt ganz auf seinen cleveren Mix aus Puzzles und Story.
Portal 1 ist natürlich auch an Bord. Der kurze Vorgänger wirkt im Vergleich zum zweiten Teil etwas angestaubt, macht aber dank guter Puzzles immer noch viel Spaß. Quelle: PC Games Portal 1 ist natürlich auch an Bord. Der kurze Vorgänger wirkt im Vergleich zum zweiten Teil etwas angestaubt, macht aber dank guter Puzzles immer noch viel Spaß.

Der Wissenschaft zuliebe... du Monster

Der Star der Show ist GLaDOS, die uns rund um die Uhr beobachtet und unseren Fortschritt zynisch kommentiert. Macht euch auf herrlich hinterhältige Sprüche gefasst, die dank einer ausgezeichneten Sprachausgabe nichts von ihrem Witz verloren haben. Während wir uns von einer tristen Testkammer durch die nächste vorarbeiten, entdecken wir außerdem immer wieder kleine Details in der Umgebung, zum Beispiel einige Notizen, die jemand hastig an die Wand geschmiert hat und die eine größere Hintergrundgeschichte andeuten. Was hat es mit Aperture Science wirklich auf sich? Wo sind all die Menschen hin? Und wartet am Ende wirklich ein schöner Kuchen als Belohnung auf uns?
Vieles wird in Portal nur angerissen, denn das Abenteuer ist schon nach 3 bis 5 Stunden vorbei. Die Länge geht in Ordnung, auch weil die Testkammern optisch leider immer gleich bleiben, gegen Ende hat man sich an dem ewigen Grau sattgesehen. Doch letztendlich ist der erste Teil ohnehin nur eine schmackhafte Vorspeise. Portal 2 dagegen ist der üppige Hauptgang - und der macht nicht nur grafisch einen Riesensprung nach vorn.

Bildergalerie

Zeitlos gut: der Nachfolger

Portal 2 zaubert aus der Idee des Vorgängers ein ausgewachsenes Abenteuerspiel, das bis heute seinesgleichen sucht. Die Geschichte trieft nur so vor Atmosphäre und knüpft obendrein wunderbar an den Erstling an. Ihr lernt nun nahezu alle Facetten der Aperture-Sciene-Anlage kennen und bekommt endlich all die Antworten, die der erste Teil noch so genüsslich offen ließ. Mit Wheatley betritt ein hinreißender neuer Charakter die Bühne, er stellt so etwas wie das vertrottelt-liebenswerte Gegenstück zu GLaDOS dar, die natürlich auch wieder mit von der Partie ist. Böser, zynischer, hinterlistiger als im ersten Spiel, hält sie euch vor allem in der ersten Spielhälfte mächtig auf Trab. Neben ein paar tollen Skriptsequenzen und spannenden Überraschungen begeistert dabei auch die enorme Gagdichte. Selbst heute noch ist Portal 2 eines der witzigsten Spiele, die ihr auf der Switch (oder irgendeiner Plattform!) erleben könnt.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sheggo Spiele-Kenner/in
        Irgendwo im Titel hättet ihr mal unterbringen können, dann hätte ich mir die Vorfreude gespart :(
      • Von Sheggo Spiele-Kenner/in
        Irgendwo im Titel hättet ihr mal unterbringen können, dann hätte ich mir die Vorfreude gespart :(
      • Von audiopathik Mitglied
        Zitat von Bonkic
        irgendwie reden wir aneinander vorbei.
        von portal 1 + 2, hl2 und einigen weiteren titeln existieren NATIVE ports für shield, nix mit streaming oder so (wofür shield tatsächlich primär mal gedacht war). was die specs angeht, ist shield (um genau zu sein die aktuellere version) wie gesagt ziemlich nahe an der switch. deshalb wohl auch der simple port, mit dem ich wie ebenfalls schon gesagt bereits früher gerechnet hätte.
        Tatsache, da hast du Recht, den Port gibts. Ich denke trotzdem nicht dass hinter einem davon Nvidia steckt, Valve arbeitet selbst schon seit geraumer Zeit Fuß in der Hardware-Branche zu fassen und dabei sind das nützliche Schritte zudem hat Nvidia wohl kaum was von der Portierung und Nintendo würde sich wohl andere, populärere Titel für eine Portierung wählen.
        Aber alles Spekulationen darum sollte man sich nicht zu sehr den Kopf zerbrechen.

        Und das Shield ist gerade heute umso mehr fürs Streaming gedacht, weil das nun schon sehr gut funktioniert und man sich die aufwändige Portierung sparen kann und dabei noch Highend Games in 4K mit Raytracing möglich sind. Mit Netflix, Prime usw sind auch ne Menge anderer Streamingdienste drauf, aber mit der Leistung hast du recht, es ist trotzdem nicht gerade bekannt für eine großartige Auswahl nativer Games.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von audiopathik
        Mit SHIELD kann man man Spiele von PC oder Android-Smartphone auf das Shield-Gerät und damit angeschlossenen TV streamen, somit ursprünglich so etwas wie das Steam Link aber heute durch Apps & Co mehr wie Fire TV, und mit GeForce NOW auch aus der Cloud streamen. Dazu loggt man sich in sein eigenes Steam-/Epic-/Uplay-/Origin-Konto ein und das Spiel wird auf Nvidias Servern ausgeführt und ans Shield-Gerät (oder Smartphone, PC-Browser) gestreamt. Bis zur Ende der mehrjährigen Beta-Phase konnte man da uneingeschränkt alle Steam Games streamen und mit Tricksereien sogar anderes, auch WoW wurde da noch unterstützt, als Nvidia das dann aus der Beta nahm und mit Premiumkonten für Geld anbot konnten sie nur noch jene Spiele deren Publisher explizit einwilligten anbieten, Blizzard und vieles andere verschwand.

        Dabei werden die PC-Versionen auf Nvidias Servern ausgeführt, keine Portierung notwendig, insofern ist es keine andere Platform oder Architektur als PC, anders als Google Stadia oder Amazon Luna die als eigene DRMs und Storefronts einen seperaten Kauf vorraussetzen.
        irgendwie reden wir aneinander vorbei.
        von portal 1 + 2, hl2 und einigen weiteren titeln existieren NATIVE ports für shield, nix mit streaming oder so (wofür shield tatsächlich primär mal gedacht war). was die specs angeht, ist shield (um genau zu sein die aktuellere version) wie gesagt ziemlich nahe an der switch. deshalb wohl auch der simple port, mit dem ich wie ebenfalls schon gesagt bereits früher gerechnet hätte.
      • Von audiopathik Mitglied
        Zitat von Bonkic
        natürlich ist shield quasi ne eigenständige plattform und als solche äußerst eng mit der switch verwandt. deshalb war der port ja auch so naheliegend und eher verwunderlich, dass er nicht schon viel früher kam.
        pc-versionen laufen zumindest nativ mal mit sicherheit nicht auf shield.
        Mit SHIELD kann man man die eigenen Spiele von PC oder Android-Smartphone auf das Shield-Gerät und damit angeschlossenen TV streamen, somit ursprünglich so etwas wie das Steam Link aber heute durch Apps & Co mehr wie Fire TV, und mit GeForce NOW auch aus der Cloud streamen. Dazu loggt man sich in sein eigenes Steam-/Epic-/Uplay-/Origin-Konto ein und das Spiel wird auf Nvidias Servern ausgeführt und ans Shield-Gerät (oder Smartphone, PC-Browser) gestreamt. Bis zur Ende der mehrjährigen Beta-Phase konnte man da uneingeschränkt alle Steam Games streamen und mit Tricksereien sogar anderes, auch WoW wurde da noch unterstützt, als Nvidia das dann aus der Beta nahm und mit Premiumkonten für Geld anbot konnten sie nur noch jene Spiele deren Publisher explizit einwilligten anbieten, Blizzard und vieles andere verschwand.

        Dabei werden die PC-Versionen auf Nvidias Servern ausgeführt, keine Portierung notwendig, insofern ist es keine andere Platform oder Architektur als PC, anders als Google Stadia oder Amazon Luna die als eigene DRMs und Storefronts einen seperaten Kauf vorraussetzen.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von audiopathik
        Möglich das die Initiative nicht von Valve ausging aber Nvidia verdient da über die Portierung hinaus nichts dran und Shield ist ja keine eigene Platform oder Architektur sondern verwendet einfach die PC-Versionen, insofern konnte man da bis zu einer gewissen Zeit ganz einfach alle PC-Spiele spielen.
        natürlich ist shield quasi ne eigenständige plattform und als solche äußerst eng mit der switch verwandt. deshalb war der port ja auch so naheliegend und eher verwunderlich, dass er nicht schon viel früher kam.
        pc-versionen laufen zumindest nativ mal mit sicherheit nicht auf shield.
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