Port Royale 3 im Test: Das hat uns nicht gefallen / Wertung und Meinung
Piraten der Karibik und schlaue Händler treffen sich in Port Royale 3 zu einem auch dauerhaft motivierenden Spiel. Wer Innovationen sucht, wird sie hier zwar nicht finden, das tut dem Spielspaß selbst aber keinen Abbruch. Für wen sich Port Royale 3 eignet und welche Besonderheiten es gibt, lest ihr in unserem Port Royale 3 Test.
Fummeliges Baumenü
Das für die Konstruktion eigener Betriebe zuständige Baumenü wurde seit dem Vorgänger verändert – aus unerklärlichen Gründen zum Schlechten. Statt Gebäude wie in Port Royale 2 bequem über Symbole anzuwählen, muss man sie nun mühsam aus einer Liste heraussuchen, die man für jedes Gebäude einzeln (!) durchschalten muss. Das ist furchtbar umständlich und steuert sich reichlich fummelig. Auch die allgemeine Navigation im Stadtbildschirm glänzt nicht mit Komfort. Hotkeys für die einzelnen Funktionen wie das Baumenü fehlen und die Scrollgeschwindigkeit ist komischerweise mit der Zoomstufe verknüpft. Während die Bewegung des Kameraausschnitts in der Vogelperspektive noch fix geht, kriecht die Kamera in nahen Zoomstufen unsäglich langsam über den Boden.
Unausgereifte Seekämpfe
Quelle: Kalypso
Port Royale 3 im Test: Das Spiel bietet einen motivierenden Mix aus Freibeuterspiel und Handelssimulation mit wenigen Neuerungen. (4)
Jeder Konvoi darf bis zu drei Kampfschiffe mitführen, die im Falle eines Gefechts zum Einsatz kommen. Eines davon steuern wir selbst, die anderen übernimmt die KI. Das Ziel im Kampf auf hoher See ist simpel: Alle Feindschiffe zerstören oder entern, bevor die eigene Flotte geschlagen ist. Dabei spielen Faktoren wie Munitionswahl, die richtige Lage zum Wind oder das Umschiffen von Untiefen eine Rolle.
Sonderlich taktisch wird es meist trotzdem nicht, denn viel zu oft funkt uns das beknackte Verhalten unserer KI-Begleiter dazwischen. Die machen nämlich nur eines: Solange feuern, bis nichts mehr schwimmt. Selbst wenn unser eigenes Schiff in der Schusslinie treibt! So gerät etwa das Entern einer feindlichen Handelskogge unnötig hakelig. Außerdem spielt der Navigationsvorteil von wendigen Schiffen praktisch keine Rolle. Wer die größeren Kähne mitbringt, gewinnt mit ziemlicher Sicherheit auch das Gefecht.
Seeschlachten lassen sich übrigens auch automatisch berechnen. Deren Ausgang der Computerschlachten ist stets nachvollziehbar, allerdings machen eure Konvois auf diese Weise erst recht keine Gefangenen.
Zu wenig verschiedene Mini-Aufgaben, die sich schnell wiederholen
Quelle: Kalypso Media
Port Royale 3 im Test: Das Spiel bietet einen motivierenden Mix aus Freibeuterspiel und Handelssimulation mit wenigen Neuerungen. (12)
Sobald eure Handelsrouten und Produktionsketten eingerichtet sind, bleibt Zeit für Aufgaben, die ihr in den Städtenn annehmt. Zum Beispiel bittet euch eine besorgte Frau darum, ihren auf See verschollenen Sohn zu finden. Als Belohnung winkt ein Stück einer Schatzkarte. Die Mini-Aufgaben bieten eine nette Abwechslung, wiederholen sich aber verdammt fix, da es nur eine Handvoll Variationen gibt. Da wäre mehr drin gewesen!
Kaum Neuerungen
Falls sich Kenner der Serie an dieser Stelle wundern, wieso wir so wenig über die Neuerungen schreiben – das hat einen simplen Grund: Bis auf die bereits erwähnten Verschlimmbesserungen und behutsame Detailanpassungen hat sich am Spielgerüst so auffällig wenig getan, dass Port Royale3 nüchtern betrachtet nur ein Neuaufguss des zweiten Teils ist. Bitte nicht falsch verstehen: Das neue Port Royale ist eine sehr gute Wirtschaftssimulation, die dank des freien Spielkonzepts und des tollen Wirtschaftssystems richtig lange begeistert. Aber − und das ist ein großes Aber: Das gilt bis auf den Mehrspielermodus alles exakt genauso für den Vorgänger. Und der läuft auf aktuellen Systemen immer noch tadellos und ist zum attraktiven Sparpreis zu haben.

UseGamePad = 0
den wert mal auf 1 setzen, dann müsste es funktionieren mit dem gamepad.
Eine Gamepad-Steuerung am PC unterstützte unsere Testversion nicht. Vor ein paar Monaten konnte Peter die Gamepad-Steuerung aber mal antesten, als die Entwickler bei uns zu Besuch waren. Und er meint, das ist tatsächlich gut umgesetzt.
ich werde es mir kaufen
Die Konsolenversionen sind bisher für den 30. August geplant.
Eine Gamepad-Steuerung am PC unterstützte unsere Testversion nicht. Vor ein paar Monaten konnte Peter die Gamepad-Steuerung aber mal antesten, als die Entwickler bei uns zu Besuch waren. Und er meint, das ist tatsächlich gut umgesetzt.