Palworld bleibt bei KI hart: Entwickler lehnen generative Inhalte ab
KI-generierte Bilder, Texte und Assets werden auf Steam immer häufiger. Die Macher von Palworld sehen diese Entwicklung jedoch kritisch und verzichten bewusst auf generative KI.
Künstliche Intelligenz ist aktuell in aller Munde und es gibt kaum ein Vorbeikommen. Das gilt auch für die Videospielbranche. Immer mehr kleine Entwickler setzen auf KI-generierte Inhalte. Das zeigt sich besonders beim aktuellen Steam Next Fest. Doch so sehr generative KI die Entwicklung vereinfacht, so sehr wird sie auch von der Spielerschaft abgelehnt. Darum hat sich ein Unternehmen ganz klar gegen den Einsatz von generativer KI ausgesprochen.
"Wenn die Spieler es nicht wollen, dann war's das, oder?"
In der Vergangenheit hat Palworld (jetzt kaufen 28,99 € ) immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Erst als Pokémon mit Waffen betitelt, kamen schnell die Diskussionen über Inspiration und Diebstahl auf. Doch Palworld hat sich durchgesetzt, einen Rekord nach dem anderen gebrochen, und am 01. Juli verlässt das Spiel mit dem Update 1.0 den Early Access.
Mit aktuell rund 30.000 aktiven Spielern hält sich Palworld auch zwei Jahre nach dem Early-Access-Start weiterhin gut im Rennen. Das liegt wohl auch an der Nähe der Entwickler zur Community. In der Vergangenheit haben sie das Spiel durch einige Kooperationen aufgelockert. Jetzt versichern sie ihren Spielern, dass sie weiterhin auf generative KI verzichten werden.
Gegenüber Gamesradar erklärte der Kommunikations- und Verlagschef, John Buckley, dass KI-Unterstützung für Pocketpair keine Rolle spielt: "Sicherlich gibt es einige Unternehmen, auch große, die es vielleicht nutzen, um Zeit zu sparen. Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht, dass KI-Generierung viel Potenzial hat - ich will es nicht als Blase bezeichnen, aber ich weiß nicht, wie lange sie sich noch halten kann. Selbst Steam bremst sie etwas aus."
Gleichzeitig betont Buckley, dass bereits kleine Anzeichen von KI-generierten Inhalten abschreckend wirken könnten. Beim Steam Next Fest werden teilweise Spiele, die auf den ersten Blick von Menschen erstellt wirken, durch KI-Assets entwertet.
Eine Zukunft voller KI-Spiele?
Wie sich generative KI in den nächsten Jahren entwickeln und auf die Games-Branche auswirken wird, ist bisher noch schwer zu sagen. Allein in der letzten Woche gingen 300 neue Spiele auf Steam live - davon haben 40 Prozent einen KI-Hinweis. KI kann als Hilfsmittel für kleine Entwickler oder sogar Solo-Entwickler genutzt werden.
Ob ein Spiel nun voller KI-Slop steckt oder lediglich ein Key-Art beziehungsweise ein Werbebild damit generiert wurde, lässt sich aus solchen Hinweisen nicht herauslesen. Auch Ubisoft wurde mit dem Thema zum Launch von Anno 117 konfrontiert und hat Fehler eingestanden.
Wie steht ihr zu generativer KI in der Spieleentwicklung? Ist das für euch vollkommen in Ordnung oder zieht ihr direkt beim ersten KI-Bild die Reißleine? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
