PCG Garage: Fahrzeug-Handling, Set-up-Anpassungen und Balance of Performance

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PCG Garage: Fahrzeug-Handling, Set-up-Anpassungen und Balance of Performance
Quelle: Studio 397

Handling und das Verstehen von Set-up-Optimierungen sind im Sim-Racing wichtig. Anpassungen in der GT3-Kategorie lassen sich recht einfach nachvollziehen.

Einfaches Handling und Set-up-Einstellungen

Nicht nur die Fahrhilfen sorgen für Unterstützung, sondern auch das insgesamt recht einfache Handling. Obwohl die Motoren der Sportwagen ordentlich Power mit sich bringen, ist so ein GT3-Bolide nicht allzu schwer auf der Strecke zu halten.

Traktionskontrolle sowie ABS erfüllen ihre Pflicht und dazu kommen noch mechanischer Grip und eine hohe Robustheit. Den mechanischen Grip dürft ihr aber nicht mit der wichtigen Aerodynamik durch Heckflügel, Frontsplitter und Diffusor verwechseln.

Während die aerodynamischen Hilfsmittel den Highspeed in schnellen Kurven bringen und dafür sorgen, dass das Auto durch Abtrieb an den Boden gepresst wird, erzeugt der mechanische Grip durch Reifen und Fahrwerk bessere Haftung auf der Fahrbahn.

Nachdem GT3s häufig in Multiclassing-Serien wie der WEC eingesetzt werden, fällt der aerodynamische Unterschied zu den Hypercars und LMP-Boliden ordentlich auf. Quelle: Studio 397 Nachdem GT3s häufig in Multiclassing-Serien wie der WEC eingesetzt werden, fällt der aerodynamische Unterschied zu den Hypercars und LMP-Boliden ordentlich auf. Das wiederum sorgt in den GT3-Fahrzeugen für eine hohe Stabilität und dafür, dass ich das Auto aufgrund seiner Berechenbarkeit immer wieder abfangen kann. Sind mein Lenkrad und meine Pedalerie oder mein Sim-Rig gut eingestellt, bekomme ich durch das Force Feeback im richtigen Moment ein Gefühl dafür, wie ich auf meinen Wagen zu reagieren habe.

Vergleiche ich das Fahrverhalten mit Formel-Boliden und manch anderen Rennserien, zählt die GT3-Kategorie zu den Klassen, die am ehesten Fehler verzeihen. Dazu kommen noch nachvollziehbare und überschaubare Set-up-Anpassungen.

Ich kann meine Federung, Stabilisatoren, Dämpfer und Bodenfreiheit an meinen Fahrstil und den jeweiligen Kurs anpassen. Außerdem lassen sich Sturz, Reifendruck und kleinere Veränderungen an Flügeln einstellen, allerdings sind die aerodynamischen Einstellungen um einiges reduzierter als beispielsweise in der Formel 1. Es braucht also deutlich weniger technisches Know-how, was ebenfalls für die Beliebtheit der GT3s im Sim-Racing spricht.

Durch die Balance of Performance liegt das Starterfeld häufig extrem eng zusammen. Positionskämpfe stehen auf der Tagesordnung. Quelle: Reiza Studios Durch die Balance of Performance liegt das Starterfeld häufig extrem eng zusammen. Positionskämpfe stehen auf der Tagesordnung.

Balance of Performance

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich nicht vernachlässigen darf, sind die Fahrzeuge an sich. Die GT3-Kategorie besteht aus weltweit bekannten Marken, und in der Realität kommen nicht viele in die Versuchung, ans Steuer eines Lamborghinis, Porsches oder Aston Martins zu dürfen.

Im Gegensatz zum Class-One-Reglement oder zur Formel 1 sind die Wagen seriennah und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Die einzelnen Marken besitzen typische Merkmale wie einen bulligen Kühlergrill, besondere Scheinwerfer oder spezielle Heckleuchten.

Ich lerne bestimmte Karren also definitiv lieben. Das liegt auch an den unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten und Motorbauarten. Front-, Mittel-, und Heckmotoren treffen genauso aufeinander wie V6-, V8-, und V10-Antriebseinheiten. Jeder Wagen verhält sich dadurch anders und braucht einen angepassten Fahrstil.

Porsche, BMW, Mercedes und Audi - auch deutsche Hersteller sind in der GT3-Klasse in großer Anzahl vertreten.  Quelle: KW Studios Porsche, BMW, Mercedes und Audi - auch deutsche Hersteller sind in der GT3-Klasse in großer Anzahl vertreten.  Aufgrund der verschiedenen Konzepte benötigt die GT3-Klasse auch im Sim-Racing einiges an Anpassung. Es fahren zwar tolle Sportwagen gegeneinander, aber faire Rennen entstehen erst durch die sogenannte BoP, die Balance of Performance.

Wie im echten Motorsport auch werden die Leistungsdaten analysiert und auf einen ausgeglichenen Wert gebracht. Da werden dem BMW eventuell ein paar Pferdestärken geklaut und Ferrari muss ein paar Kilogramm zuladen. Das entscheidet in der Realität der Sportverband oder der Veranstalter und im Sim-Racing eben das Entwicklerteam.

Häufig werden bestimmte Fahrzeuge nach Updates noch einmal umgestuft, um für Abwechslung zu sorgen. Wenn ich also lange Zeit mit dem Porsche Rennen gewinne, heißt das nicht, dass ich für immer an der Spitze fahren werde. Wie im echten Motorsport kann mich die BoP schwächen, aber auch nach vorne bringen.

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  1. Seite 1 Einstieg und Sim-Racing-News
  2. Seite 2 GT3-Boom, Traktionskontrolle und ABS
  3. Seite 3 Fahrzeug-Handling, Set-up-Anpassungen und Balance of Performance
  4. Seite 4 GT3 im Multiplayer und Fazit
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