PCG Garage: GT3-Boom, Traktionskontrolle und ABS
Die PCG Garage verrät euch heute, warum die GT3-Klasse so beliebt ist. Fahrhilfen wie Traktionskontrolle und ABS spielen dabei eine wichtige Rolle.
Der GT3-Boom
Öffnet doch einmal eure Lieblingssimulation und ihr werdet bemerken, um GT3-Fahrzeuge kommt ihr nicht herum. Assetto Corsa, iRacing, Le Mans Ultimate, Raceroom und alle anderen stellen die beliebte Klasse mit einer riesigen Auswahl in den Fokus. Kaum eine andere Sportwagen-Kategorie bekommt so viel Aufmerksamkeit, und die Boliden bilden das Herzstück des Fuhrparks.
Ganz ähnlich sieht das in der Realität aus. Die seriennahen Rennautos sind überall zu finden. In der WEC, der IMSA, bei den 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife, der GT World Challenge und der DTM. Lasse ich einmal Formel-Serien und Hypercars außen vor, haben die GT3s die klassischen Tourenwagen an der Spitze des Motorsports abgelöst.
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Im echten Rennsport liegt das vor allem an Kostengründen, denn die Fahrzeugkategorie ist in der Anschaffung wesentlich günstiger als beispielsweise die Autos des Class-One-Reglements der früheren DTM. Im Sim-Racing spielt das zwar keine Rolle, doch es gibt andere Gründe, die für die Popularität von GT3-Boliden sprechen.
Quelle: KW Studios
Die GT3-Kategorie ist kunterbunt. Allein in der DTM treten acht unterschiedliche Marken gegeneinander an.
Für Einsteiger und Profis
Obwohl die Fahrzeuge rund 550 PS unter der Haube haben - genau lässt sich das aufgrund von Balance-of-Performance-Einstufungen nicht sagen - sind die Rennwagen auch für Sim-Neulinge gut geeignet.
Erst vor Kurzem war ich auf einem DTM-Event, wo mir die Vorzüge der Autos haargenau erklärt wurden, und das lässt sich auch direkt auf den virtuellen Bereich übertragen. Denn sowohl in der Realität als auch in Rennsimulationen besitzen die GT3s eine einstellbare Traktionskontrolle.
Das bedeutet, wenn ich aus Kurven beschleunige, verhindert die Fahrhilfe das Durchdrehen der Räder, damit mein Fahrzeug stabil bleibt und direkt Grip findet. Die Traktionskontrolle lässt sich sogar in mehreren Stufen einstellen, je nachdem, wie stark sie eingreifen soll.
In modernen Simulationen werden Strecken- und Reifentemperaturen simuliert, genauso können verschiedene Wetterverhältnisse für unterschiedliche Grip-Bedingungen sorgen. Durch das Einstellen der Traktionskontrolle kann ich darauf jederzeit reagieren und das Maximum aus dem Fahrzeug holen. Während sich Neueinsteiger dadurch langsam an die Power des Rennwagens gewöhnen dürfen, tasten sich Sim-Experten durch die Optimierung an schnellere Rundenzeiten heran.
Quelle: Reiza Studios
Wer auf Traktionskontrolle und ABS verzichten möchte, kann das jederzeit tun. Empfehlenswert ist das in der GT3-Klasse aber nicht.
Nicht nur beim Beschleunigen greifen in einem GT3-Boliden Systeme ein, sondern auch beim Bremsen. Alle Fahrzeuge sind mit ABS ausgestattet, damit die Räder bei Bremsmanövern vor Kurven nicht blockieren.
Ähnlich wie bei der Traktionskontrolle bietet sich mir auch beim ABS die Möglichkeit, verschiedene Stufen einzustellen. Durch das Eingreifen der Fahrhilfe können sich Bremswege schließlich auch verlängern. Regle ich das System herunter, passt es im Idealfall sogar besser zu meinem Fahrstil.
Und dann gibt es noch das sogenannte Motor-Mapping. Die Antriebseinheit kann per Knopfdruck in verschiedene Programme geschaltet werden. Ich kann beispielsweise im Qualifying die volle Power abrufen oder in Langstreckenrennen zwischendurch immer wieder Sprit sparen. Das sorgt zusätzlich für strategische Elemente im Rennen, die erfahrene Piloten in der Rangliste nach vorn spülen können. Solche Hilfsmittel und Systeme sind also gut für Einsteiger und ebenfalls interessant für Profi-Sim-Racer.
