Spielen unter Windows - Von MS-DOS bis Windows 95
Windows 95
Quelle: PC Games
Windows 95 - Jetzt auch mit Plug & Play.
Das Licht der Welt erblickte Windows 95 im August 1995. Mit dem Start der noch immer auf DOS basierenden grafischen Benutzeroberfläche läutete Microsoft das Ende der 16-Bit-Technologie ein und ebnete den Weg für bessere 32-Bit-Applikationen. Mit Windows 95 startete der Siegeszug des Desktops, der Taskleiste und des Startmenüs. Windows 3.x setzte noch auf den Programm-Manager. Auch das Kontext-Menü, welches Sie durch die rechte Maustaste öffnen, war eine der Neuerungen. Ebenfalls dabei: "Plug & Play", also das Versprechen, neue Hardware einfach einzubauen und loszuspielen. In der Praxis erwies sich dies jedoch oft als "Plug & Pray"...
Quelle: PC Games
Windows 95
Diese Features brachten jedoch auch einige Probleme mit. Durch die 32-Bit-Unterstützung lag eine größere Last auf dem Systemkern, was zu unvermeidlicher Instabilität führte. Abstürze und Fehlermeldungen häuften sich. Auch die Performance erreichte nicht das Niveau der Vorgänger.
Für Spieler änderte sich kaum etwas. Zwar wurden die Spiele dank 32-Bit-Unterstützung immer komplexer, die Grafik immer anspruchsvoller, die Hardwarevoraussetzungen immer happiger und der Umfang immer größer, der Ablauf blieb jedoch der gleiche. Erst installieren, dann spielen. Fertig. Seit Windows 95 werden die Installationen immer über die grafische Oberfläche ausgeführt. Außerdem ließen sich Spiele nicht mehr über die Kommandozeile starten, sie mussten also ebenfalls unter Windows gestartet werden.
Mit dem größer werdenden Erfolg der PC-Spiele widmete sich auch Microsoft diesem Markt und entwickelte eine Programmierschnittstelle, welche nahezu den kompletten Multimedia-Bereich abdeckte - Direct X war geboren und erschien in Version 1.0 erstmals für Windows 95. Es gab genau ein Spiel, welches diese Schnittstelle nutzte. Würden wir es erwähnen, machten wir uns strafbar, deshalb nennen wir nur den Namen der Spieleschmiede: id Software. Erst Direct X 3.0 konnte sich bei den Entwicklern durchsetzen. Nicht zuletzt wegen Direct3D, welches erstmalig auch 3D-Funktionalität mitbrachte. Vorher waren 3D-Routinen fast für jeden Grafikchip neu geschrieben worden (und davon gab es viele), was oft zu Darstellungsproblemen führte und die Erstellung allgemein aufwändiger machte. 2008 sind wir bereits bei Direct X 10.1 angekommen, welches mit dem ersten Service-Pack für Windows Vista ausgeliefert wurde.
Mehrspieler-Fans konnten übrigens schon seit 1987 miteinander spielen. Richtig populär wurden diese Titel allerdings erst in der Windows-Ära unter Windows 95. Von Windows 95 gab es übrigens noch weitere Releases (B und C), die unter anderem größere Festplattenpartitionen als 2GB zuließen.

ist das spiel von id software übersetzt "untergang" oder der "fels vom vorfahr des hundes"??
war das schon zuviel erwähnt? Mich interessierts halt
Fast alle alten Spiele laufen nicht oder nur schlecht unter neuen Betriebssystemen. Ich wollte neulich nochmal Aquanox spielen, habe es aber unter XP SP3 nicht zum laufen gebracht, trotz aller verfügbaren Updates und Win95 Kompatibilitätsmodus. Nach dem Splashscreen passiert einfach nix mehr.
Das Problem könnte man natürlich auch auf die Spielegersteller beziehen. Bei einigen Titeln wäre da etwas mehr Produktpflege wünschenswert.
Bei DOS wird mir ganz warm ums Herz. Mein erster Rechner war ein spektakulärer 486-DX80 mit 4MB Ram, für Win95 haben wir damals auf 8MB aufgerüstet, ebenso die Festplatte von 450MB auf 850MB aufgestockt. Sauteuer! ^^
Mir hat es immer wieder Spaß gemacht, Spiele ans laufen zu kriegen. Da war es dann noch mehr eine Besonderheit, zu zocken. Memmaker war sozusagen mein bester Freund und Feind ;)
Ich hab damals die ganzen DOS und Win 3.1 Disketten in ein Verzeichnis (Ordner gabs ja noch nicht) auf der Festplatte kopiert und bei einer Neuinstallation einfach von einer Diskette gebootet, die die Installationsroutinen per autoexec.bat gestartet hat. Dann ging das ganze in wenigen Minuten ohne Diskettenwechsel.