Die Diskette - Erfunden, entwickelt und schließlich entmachtet

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Spiele auf Disketten

Ultima 8: Pagan Ultima 8: Pagan Natürlich erschienen die ersten Spiele auf Disketten. Am Anfang reichte noch eine einzige, doch die Datenmengen wurden mit der Zeit immer gewaltiger. Ultima 8: Pagan erschien 1994 gar auf sage und schreibe acht Disketten. The Secret of Monkey Island war mit sieben Datenträgern vergleichsweise harmlos. Ebenso das 1995 erschienene Strategiespiel Colonization, welches nur drei Disketten benötigte. Auch heute noch setzen Spiele Maßstäbe. So verschlang allein der Beta-Client des Online-Rollenspiels Age of Conan satte 13 GB. Da Spieler ungern zu Disk Jockeys werden, war es nur eine Frage der Zeit, bis erste Spiele die neue Technik der CDs nutzen.

Ein Vorreiter war das LucasArts-Werk Rebel Assault, welches 1993 erschien und ausschließlich auf CD in den Handel gelangte. Das war auch bitter nötig, denn diverse Realfilm-Zwischensequenzen, Rendersequenzen und eine damals bahnbrechende Grafik hätten nie und nimmer Platz auf Disketten gefunden. Rebel Assault war so populär, dass bei Erscheinen der Verkauf von CD-ROM-Laufwerken sprunghaft anstieg.

Das CD-Cover von The Manhole Das CD-Cover von The Manhole Das allererste PC-CD-Spiel war jedoch The Manhole. Dies erschien 1988 zuerst auf Disketten, ein Jahr später wurde allerdings eine CD-Version gepresst.

Die ersten CD-Spiele wiesen übrigens keine Unterschiede zu den Disketten-Ausgaben auf. Erst später gingen Entwickler dazu über, die CD-Versionen mit Bonusinhalten oder besserer Grafik auszurüsten. Lands of Lore bot in der CD-Version z.B. Realfilmsequenzen mit bekannten Schauspielern. Darunter Patrick Stewart, bekannt als Cpt. Jean Luc Picard aus Star Trek. Ähnliches ist bei Day of the Tentacle oder Indiana Jones zu beobachten. Videos waren beliebtes CD-Zusatzmaterial, denn damit ließ sich der Platz eines Rohlings leicht ausschöpfen.

Trivia
- Auch PC Games beugte sich dem Wandel der Zeit und veröffentlichte mit der Ausgabe 01/96 das erste Heft mit CD-ROM statt Diskette.

- Windows 95 gab es ebenfalls auf Diskette. Dieses umfasste satte 14 Datenträger.

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JBevera Gelegenheitsspieler/in
        AW: Special - PC Games Exklusiv: Die Diskette - Erfunden, entwickelt und schließlich entmachtet

        Ruhe in Frieden...
      • Von JBevera Gelegenheitsspieler/in
        AW: Special - PC Games Exklusiv: Die Diskette - Erfunden, entwickelt und schließlich entmachtet

        Ruhe in Frieden...
      • Von TheMadman Mitglied
        AW: Special - PC Games Exklusiv: Die Diskette - Erfunden, entwickelt und schließlich entmachtet

        @Neawoulf
        Hey, jetzt übertreib aber mal nicht. Disketten waren schließlich dazu da, um sie zu hassen. Sie haben manchmal den Geist aufgegeben, manchmal hielten sie ewig. Und tatsächlich, bis auf einen kleinen Lesefehler, der die Installation nur leicht störte, konnte ich vor kurzem sogar DOS 6.22 von meinen Disketten installieren. Ich hab da noch so ein uraltes Notebook, 133Mhz etc.......
        Das fand ich damals so faszinierend: man konnte rumprobieren und experminetieren, man bekam den Rechner doch wieder hin und man war ein gefragter "Experte", wenn der Bekannte vom Papa ein Problem mit seiner Kiste hatte. Und damals hatte auch noch nicht JEDER IDIOT einen PC.
        Bis heute hat sich nicht viel verändert. Test&Trial....
        Ich glaube, jeder, der sich mit Disketten auskennt, der "versteht" einen Computer. Oder?
        Viele Grüße an alle "Alteingesessenen" ^^
      • Von Neawoulf Mitglied
        AW: Special - PC Games Exklusiv: Die Diskette - Erfunden, entwickelt und schließlich entmachtet

        Hach joa ... die "gute" alte Diskette ... nein, liebe Kinder, das ist kein Bling-Bling-Halsschmuck, den den Sido trägt, um Bushido fertig zu machen ...

        ... sondern ein altertümliches Speichermedium, das nicht nur langsam war und wenig Daten speichern konnte ... nein, es war auch sehr unzuverlässig. Lange Zeit kannte ich nichts anderes, und ich habe sie nie gemocht. Entweder man konnte Spiele oder Programme direkt von der Diskette lesen ... das dauerte dann ewig, oder man hat die Sachen auf seine Festplatte kopiert, was auch nicht immer geklappt hat.
        Das "Schöne" daran war ... es hat ewig gedauert und häufig kam es dabei zu Lesefehlern (meist auf der letzten von möglichst vielen Disketten). Diese verdammten Dinger haben Daten so gut beschützt wie ein betrunkener Kellner Gläser jonglieren kann, während er gerade einen epileptischen Anfall hat.
        Verdammt viele Original-Disketten musste ich wegwerfen, weil die Dinger nicht mehr lesbar waren. Das hatte mehrere Gründe: Zum einen waren die Dinger extrem temperaturempfindlich, zum anderen sollte man keine Lautsprecher, Telefone etc. in der Nähe haben, da die Dinger auch keine Magnetfelder vertragen haben. Am meisten trauere ich da Planets Edge hinterher, einen Sci-Fi Rollenspiel mit rundenbasierten Kämpfen und nem riesigen Universum, das man erforschen konnte.

        Dann kamen noch "schöne" Erlebnisse dazu, wie die 2-stündige Installation von Wing Commander 2 ... ich habe diese Dinger nie gemocht und ich bin froh, dass es inzwischen USB-Sticks für ein paar Euro gibt, auf denen ich 2 GB statt nicht einmal 2 MB speichern kann. Zur dauerhaften Datensicherung sind die zwar auch nicht sehr nützlich, aber immerhin kann man damit schnell und einfach Daten zwischen verschiedenen PCs hin- und herschieben ohne dafür eine CD/DVD brennen zu müssen, ein Netzwerkkabel zu legen oder die Sachen über's Internet zu verschicken, und man muss die Daten auch nicht per Zip-Programm in 185 Mini-Dateien teilen, damit sie auf eine Diskette passen.

        Ich hasse Disketten ... sie sind verantwortlich für alles schlechte auf der Welt ... das Aussterben der Dinosaurier, die beiden Weltkriege, Krankheit, Tod und Sklaverei und natürlich für Rosenkohl ...
      • Von MrBigX Spiele-Enthusiast/in
        AW: Special - PC Games Exklusiv: Die Diskette - Erfunden, entwickelt und schließlich entmachtet

        Zitat von Worrel am 18.05.2008 19:10
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Gibts bei mir nicht. Muss wohl daran liegen, dass ich nur die Nero 8 Essentials nutze.Tippfehler:
        C:\Programme\Ahead\Nero\nerocmd.exe heißt die Datei. Kann aber durchaus sein, daß die nur bei dem vollständigen Nero dabei ist.

        Zitat
        Gut, aus der Komandozeile kann man also mit zusätzlicher Software CDs brennen, was mach ich aber mit der Windows Recovery Console? (Das wars, worauf ich eigentlich hinaus wollte.)
        Aus der Win Recovery Console kann man doch durch die Dateistruktur der Festplatte navigieren - also auch bis in das Nero Verzeichnis.
        Klar, nur wenn Nero schon auf der HD installiert ist .... Der Tippfehler ist nicht das Problem, hab das gesammte Nero-Verzeichnis nach *.exe durchsucht, keine Kommandozeilenversion gefunden.

        Mir gehts hier darum, dass es keine native Möglichkeit gibt das Problem zu lösen, wärend das Kopieren auf USB-Sticks oder Disketten IMMER unterstützt wird, sofern die Hardware vorhanden ist.
        CDs sind gut als Massenspeicher, aber als Diskettenersatz sind sie nicht der Hit.
      • Von Worrel Mitglied
        AW: Special - PC Games Exklusiv: Die Diskette - Erfunden, entwickelt und schließlich entmachtet

        Zitat von MrBigX am 18.05.2008 11:53
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Gibts bei mir nicht. Muss wohl daran liegen, dass ich nur die Nero 8 Essentials nutze.Tippfehler:
        C:\Programme\Ahead\Nero\nerocmd.exe heißt die Datei. Kann aber durchaus sein, daß die nur bei dem vollständigen Nero dabei ist.

        Zitat
        Gut, aus der Komandozeile kann man also mit zusätzlicher Software CDs brennen, was mach ich aber mit der Windows Recovery Console? (Das wars, worauf ich eigentlich hinaus wollte.)
        Aus der Win Recovery Console kann man doch durch die Dateistruktur der Festplatte navigieren - also auch bis in das Nero Verzeichnis.
        Klar, nur wenn Nero schon auf der HD installiert ist ....
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