Entscheidungsfreiheit ohne Gleichen: Ein Spiel setzt neue Maßstäbe und begründet ein Genre. Wir blicken in unserer Reihe PC Games Meisterwerke auf Elite zurück, einem der Urväter der Weltraum-Simulationen.
Der kluge Kopf hinter Elite heißt David Braben, ist gebürtiger Brite und Absolvent der renommierten University of Cambridge. Im Gegensatz zu anderen, eher schillernden Gestalten der Branche ist Mr. Braben mehr der unauffällige Typ. Geboren wurde David Braben 1964 im mittelenglischen Nottingham. Schon früh zeigte sich sein Faible für Computer: Nach einem naturwissenschaftlichen Studium in Elektrotechnik legte er einen zweiten Abschluss in Informatik hin.
1984 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit dem Programmierer Ian Bell Elite. Das Spiel wurde sofort ein durchschlagender Erfolg. Es folgten andere, wegweisende Spielen wie Zarch oder Virus, die sich leider nicht zu ähnlich großen Publikumslieblingen entwickelten. Von den Kritikern wurden die Titel aber gelobt und er machte sich 1988 an die Arbeit für einen Nachfolger. Nach fünfjähriger Entwicklungszeit wurde Frontier 1993 endlich veröffentlicht. Zu sagen, dass das Spiel floppte, wäre übertrieben: Aber sowohl bei der Presse als auch bei den Verkäufen blieb das Spiel hinter den (zugegebenermaßen hochgestecken) Erwartungen zurück. Was blieb, war ein solider und ambitionierter Titel, der leider mit zu vielen Bugs zu kämpfen hatte.
Quelle: PC Games
David Braben.
Braben ließ sich nicht entmutigen und machte sich erneut an die Arbeit: 1995 floppte jedoch auch First Encounter und Braben wandte sich anderen Projekten zu. Mit der 1993 gegründeten Firma "Frontier Developments" macht er in Folge trotzdem von sich reden, beispielsweise mit dem fantastischen und heute noch exzellent spielbaren Rollercoaster Tycoon 3 oder Spielen zu dem besonders in Großbritannien beliebten Wallace & Gromit-Franchise.
Erst im Jahre 2006 war wieder etwas von Elite zu hören: Damals kündigte Braben den nunmehr vierten Teil der Serie an, der aber sang- und klanglos wieder im Orkus der angekündigten und niemals fertiggestellten Spiele verschwand. In der Zwischenzeit entwickelte David Braben den Raspberry Pi, einen wirklichen "Micro-Computer" auf Linux-Basis, der das Format einer Scheckkarte aufwies und die Digitalisierung der Gesellschaft besonders in der Dritten Welt vorantreiben sollte. Mit 15 Pfund ist dies ein für hiesige Verhältnisse besonders günstiges Gerät, aber das Wohlstandsgefälle ist immer noch so groß, dass die umgerechnet knapp 20 Euro für viele Menschen deutlich mehr als ein Monatsgehalt darstellen.
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Im November 2012 ließ Braben die Spielerschaft erneut aufhorchen: Über die Crowdfunding-Seite www.kickstarter.com sammelte der Brite Mittel für ein neues Elite mit dem Namen Dangerous. Das Ziel von 1,25 Millionen Pfund wurde lässig erreicht und stellte das höchste Volumen an Kapital dar, was bis dato via Kickstarter gesammelt wurde – es gibt offensichtlich noch genügend Spieler, denen Elite ein Begriff ist und die sich eine Neuauflage wünschen. Angepeilter Veröffentlichungstermin ist der März dieses Jahres – ein ehrgeiziges Ziel, da sich das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt noch in der Alpha-Phase befindet ...

Warum sollte man als Fan des alten Elite enttäuscht sein?
Es ist eher so, dass man eben nicht viel mehr bekommt als damals, da noch keine grosse Story vorkommt.
Der erste Landecomputer war für mich in meiner Elitezeit das, was der Taschenrechner in der Schule war ;) .
Aber trotz alledem habe ich E:D nicht gekauft, nicht angespielt, etc. Ich würde vermutlich eh nur enttäuscht werden, zumindest legen diverse Tests das nahe, außerdem fehlt mir wohl schlichtweg die Zeit und auch die Ausdauer im Jahre 2014/15 monatelang nur an einem Spiel zu hängen.