30 Jahre PC Games: 30 Jahre in 30 Spielen - das Jahr 2012

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Special Sascha Lohmüller - Redaktionsleiter Lukas Schmid - Autor Maci Naeem Cheema - Autor Christian Fussy - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
30 Jahre PC Games: 30 Jahre in 30 Spielen - das Jahr 2012
Quelle: PC Games

30 Jahre PC Games, das feiern wir natürlich gebührend! Mit Spielen im Fokus werfen wir im siebenten Teil der Reihe einen Blick auf die Jahre 2010 bis 2012.

Man soll die Feste ja feiern, wie sie fallen, also halten wir uns auch daran: Die PC Games wird 30 Jahre alt und die meisten von uns in der Redaktion waren vorher bereits jahrelang als Leser an Bord, einige sogar seit der Erstausgabe 10/92. Dementsprechend wollen wir in dieser Artikelreihe diese 30 Jahre Spielegeschichte ausgiebig feiern. Wir machen eine Reise durch alle 30 Jahrgänge, von den Anfängen des Heftes bis heute, mit dem Fokus auf das, was wirklich wichtig ist: die Spiele. Daher schnappte sich jeder Redakteur die Jahre, mit denen er besondere Erinnerungen verbindet - das erste Spiel überhaupt, das Entdecken der Genre-Liebe, erste Online- oder Mehrspieler-Gehversuche, der erste Kontakt mit der Lieblingsreihe. Viel Spaß beim Schmökern!

2012: Dritte ohne Biss und ein ­rebellischer Shooter

Von Christian Fußy

Die wichtigsten Titel des Jahres

  • Guild Wars 2
  • XCOM: Enemy Unknown
  • Dishonored
  • Mass Effect 3
  • Far Cry 3
  • Limbo
  • Darksiders 2
  • Rayman Origins
  • Diablo 3
  • Borderlands 2
  • Max Payne 3
  • The Walking Dead
  • FTL: Faster than Light
  • Spec-Ops: The Line
  • Deponia
  • Legend of Grimrock

Wie im Maya-Kalender vorausgesagt, ereignete sich 2012 das Ende der Welt. Na ja, zumindest das Ende von Mass Effect. Vorläufig. Das so heiß wie die Hitze von tausend Sonnen erwartete Finale der Shepard-Trilogie brachte die Saga und viele offene Plotlinien aus den vorherigen beiden Spielen zu einem Abschluss.
Vor der Ankündigung von Diablo 3 teaserte uns Blizzard wochenlang mit Bildern von Eis. Quelle: PC Games Vor der Ankündigung von Diablo 3 teaserte uns Blizzard wochenlang mit Bildern von Eis. Bei dem gigantischen Hype war es von vornherein recht unwahrscheinlich, dass EA und Bioware jeden einzelnen Fan mit dem Ende zufriedenstellen können, Mass Effect 3 entwickelte sich jedoch bereits in kürzester Zeit zum meistgehassten Finale eines gefeierten Franchise, bis zum Release der achten Staffel von Game Of Thrones.
Und dann war Schluss: Der Abschied von Commander Shepard erzürnte viele Fans. Quelle: PC Games Und dann war Schluss: Der Abschied von Commander Shepard erzürnte viele Fans. Dank der zahlreichen negativen Reaktionen im Internet und Freundeskreis war ich - vielleicht glücklicherweise - schon auf eine Enttäuschung eingestellt, bevor mein Shepard überhaupt das Ende erreichte. Die letzten Spielstunden war ich eher neugierig, wo der ganze Hass denn herkommt, als voller hoher, letztendlich unbefriedigter, Erwartungen. Ich kann einen Großteil der Argumente gegen Teil 3 definitiv verstehen, hatte aber weitestgehend trotzdem Spaß damit.
Brasilien statt Großstadtdschungel: Max Payne 3 ging vor allem  optisch neue Wege. Quelle: PC Games Brasilien statt Großstadtdschungel: Max Payne 3 ging vor allem  optisch neue Wege. Zwei meiner Lieblingsspiele der 2000er, Diablo 2 und Max Payne 2, erhielten ebenfalls Fortsetzungen. Wo Diablo 3 vor allem wegen des berüchtigten Echtgeld-Transaktionshauses in berechtigte Kritik geriet, liegen meine Probleme mit dem Spiel auf einer persönlicheren Ebene. Zwar ist der Titel unterm Strich immer noch ein super spaßiges Metzelfest, die dichte Gothic-Horror-Atmosphäre von Teil 2 habe ich aber schon schmerzlich vermisst.

Ähnliches gilt für Rockstars Abgesang auf Max Payne, der statt dem zynischen Humor der Vorgänger einfach nur rohen Zynismus lieferte. Gameplaytechnisch gehören beide Spiele dennoch zum Besten, was das Jahr hervorgebracht hat.

Mein Lieblingsspiel von 2012 verbirgt sich dann aber hinter dem recht austauschbar klingenden Titel Spec Ops: The Line. Ein mit schlankem Budget erschaffener Military-Shooter aus Deutschland, der durchaus kritisch mit dem eigenen Genre ins Gericht geht.

Mechanisch rudimentär und weit entfernt von der butterweichen, süchtig machenden Shooter-Action eines Call of Duty, setzt Spec Ops stattdessen auf eine kurze, aber aussagekräftige Singleplayer-Kampagne. Studio Yager Development wurde mittlerweile von Tencent aufgekauft, weshalb Spec Ops wohl ein Ausreißer im Portfolio des Unternehmens bleiben wird. Ein Grund mehr, den Titel heute noch zu feiern.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Für mich stehen ME2 + ME3 inhaltlich klar hinter dem Erstling. Wie schon von Matze umschrieben wirkt ME2 vom Fortgang her fast ein wenig ausgelagert, während ME3 einerseits zwar viele schöne, teils sehr sentimentale Momente zaubert, auf der anderen Seite aber auch Szenen und Situationen zeigt die im ganzen Untergangsszenario einfsch nicht hineinpassen oder dramaturgisch arg seltsam anmuten (Stichwort "toter Junge").

        ME1 war für mich in Punkto Story das rundeste Spiel.... Spielmechanisch widerum unbedingt, wollen ja ehrlich sein, aber da gab es glücklicherweise noch kein Planetenscannen. ;-)
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Für mich stehen ME2 + ME3 inhaltlich klar hinter dem Erstling. Wie schon von Matze umschrieben wirkt ME2 vom Fortgang her fast ein wenig ausgelagert, während ME3 einerseits zwar viele schöne, teils sehr sentimentale Momente zaubert, auf der anderen Seite aber auch Szenen und Situationen zeigt die im ganzen Untergangsszenario einfsch nicht hineinpassen oder dramaturgisch arg seltsam anmuten (Stichwort "toter Junge").

        ME1 war für mich in Punkto Story das rundeste Spiel.... Spielmechanisch widerum unbedingt, wollen ja ehrlich sein, aber da gab es glücklicherweise noch kein Planetenscannen. ;-)
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von TobiasHartlehnert
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ein Glück, wie könnte man etwas anderes behaupten? Ich meine, Suicide Mission, hallo?!?
        ME2 ist halt bis auf den Prolog und das Finale nichts weiter als eine riesige Rekrutierungs- und Loyalitätsstory. Ohne die DLCs trägt das Spiel absolut nichts zum Fortschritt des großen Reaper-Arcs bei.
        Wie man das gegenüber den teils fantastischen Stories von Teil 3 besser finden kann, werde ich nie verstehen.
      • Von TobiasHartlehnert Mitglied
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Zitat von "Maci Naeem"
        Der RPG-Kracher Mass Effect 2 (die Kollegen Matthias und Felix widersprechen lautstark, haben hier aber blöderweise nichts zu melden, hehe
        Ein Glück, wie könnte man etwas anderes behaupten? Ich meine, Suicide Mission, hallo?!?
      Direkt zum Diskussionsende
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